Klimaschutz in öffentlichen Gebäuden

Handlungsfeld 2, 3, 4

Worum geht es?

Bei den Liegenschaften in Verantwortung des Bezirksamtes kann die Verwaltung mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, welche Möglichkeiten der Energieeinsparung im Gebäudebereich vorhanden sind. Dies betrifft Neubau und Sanierung, den Einsatz erneuerbarer Energien und auch den sparsamen Umgang mit Energie durch die Gebäudenutzer. Zugleich werden dadurch Steuergelder nicht mehr „verheizt“, sondern können zukünftig für andere Zwecke genutzt werden.

Ziel: 80 Prozent weniger CO2 bis 2030

Das Bezirksamt hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 durch Wärme und Strom nur noch ein Fünftel der Menge an CO 2 freizusetzen, die dafür 1990 in die Luft geblasen wurden. Zwischenziel für 2010 war eine Minderung auf 60 Prozent. Die Zwischenbilanz zeigt, dass das Bezirksamt auf einem guten Weg ist. Das Zwischenziel wurde fast erreicht. Im Wärmebereich sanken die Energieverbräuche und die dadurch verursachten CO 2 -Emissionen kontinuierlich. Im Strombereich jedoch werden die Effizienzfortschritte durch zunehmenden Einsatz von Geräten eingeholt. Rechnet man allerdings damit, dass zukünftig verlässlich nur noch Ökostrom bezogen wird, fällt die Bilanz besser aus.

Aktivitäten

Schon vor Beschluss der Nachhaltigkeitsziele hat der Bezirk Schritte zur Energieeinsparung unternommen:

  • Als Ausgleich für fehlende Investitionsmittel werden 85 % der eigenen Gebäude durch Energiesparpartner betreut, die Energieträgerumstellungen und Optimierungen der Heizungs-, Lüftungs- und Warmwasserbereitungsanlagen durchführen (sog. Contracting).
  • Außerdem betreibt der Bezirk ein umfassendes Energiemanagement (s.u. dazu den Energiebericht).
  • Seit Mitte 2006 hängen in fast allen bezirkseigenen Gebäude (>1000 m² Nutzfläche) Energieausweise, die auch im Internet veröffentlicht sind.

Weitere Maßnahmen sind:

  • Für die energetische Sanierung oder anspruchsvolle Neubauten nutzt das Bezirksamt Fördermittel und Sonderprogramme, da die eigenen Mittel bei weitem nicht ausreichen. Beispiele finden Sie hier
  • Aus eigenen Mitteln der Gebäudeunterhaltung wurden jährlich 200.000€ für gezielte Energieeinsparmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Seit 2012 wurde der Betrag auf 300.000€ erhöht.
  • Ein Fünftel der eigenen Liegenschaften wurden auf Energieeinsparpotentiale untersucht. Mit der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen wurde begonnen.
  • In den Schulen des Bezirks werden Projekte zur Nutzermotivation durchgeführt (z.B. Energierundgänge für Schülerinnen und Schüler).
  • Bei einigen Gebäuden werden inzwischen erneuerbare Energien eingesetzt: Photovoltaik-Anlagen, solarthermische Anlagen und Luft-Wärmepumpen.
  • Der Fachbereich Grünflächen bezieht nur Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft.

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