Kleine Anfrage - KA-013/VIII  

 
 
Nummer:KA-013/VIIIEingang:15.12.2016
Eingereicht durch:Streich, Cordula
Weitergabe:15.12.2016
Fraktion:Gruppe BündnisgrüneFälligkeit:05.01.2017
Antwort von:BzBmin/BzStRin StadtGesPersFinBeantwortet:06.01.2017
Parlament:BezirksverordnetenversammlungErledigt:06.01.2017
  Erfasst:06.01.2017
  Geändert:23.12.2016
 
Betreff:Zum Cricket Platz auf der Freifläche U Cottbusser Platz
Anlagen:
Anfrage Frau Streich PDF-Dokument
Antwort BzBmin PDF-Dokument
   

Kleine Anfragen Eingangstext

Ich frage das Bezirksamt:

 

  1. Wie bewertet das Bezirksamt die Idee eines Cricket Platzes auf der Freifläche am U-Bahnhof Cottbusser Platz?
     
  2. Wer ist der derzeitige Eigentümer der Freifläche, die zurzeit noch bis Ende 2017 unter anderem für das Kunstprojekt „Mitte in der Pampa“ genutzt wird?
     
  3. Was ist auf der Fläche für danach geplant?

 

 

Begründung:

 

Viele Menschen in Marzahn-Hellersdorf wollen Cricket spielen. Geflüchtete, die in Marzahn-Hellersdorf wohnen, haben eine Initiative gestartet und gründen einen Cricket-Verein. Sie schlagen vor, ein Cricket-Feld in Hellersdorf zu eröffnen, das dann vom ersten Ost-Berliner Cricket-Verein genutzt wird. Das Feld kann von Profis und von Anfängerinnen und Anfängern gleichermaßen genutzt werden. Es soll ein Projekt werden, bei dem alle mitmachen können.

 

Kleine Anfragen Antworttext

Frage 1:
Wie bewertet das Bezirksamt die Idee eines Cricket Platzes aus der Freifläche am U-Bahnhof Cottbusser Platz?

 

Das Bezirksamt steht der Idee, auf dem derzeit unbebauten Bauland südlich des Hellers-dorfer Grabens in Höhe Cottbusser Platz einen Cricket-Platz einzurichten, kritisch gegenüber.

Die Begründung der Kleinen Anfrage lässt erkennen, dass die Verfasserin sich vor Einreichung nur bedingt über die Sportart Cricket informiert haben dürfte. Dies verdeutlicht insbesondere die Vision einer Gründung des ersten Ost-Berliner Cricket-Vereins, dessen Feld gleichermaßen von Profis und Anfängerinnen und Anfängern genutzt werden soll.

 

Folgende Fakten verdeutlichen dies:

 

-          Ein „Ei-förmiges“ Cricket-Feld hat einen Durchmesser von 137 bis 150 m ohne jegliche Nutzflächen wie Zuschauerplätze, Umkleidebereiche u.a. Dies entspricht einem (Netto)-Bedarf von mehr als 20.000 m², anhernd der Größe von drei Fußballfeldern.
Selbst die gesamte Freifläche südlich des Grünzuges am Hellersdorfer Graben bis an die Maxie-Wander-Str. würde aufgrund ihres Zuschnitts nicht diesen Bedarf decken.
Allein deshalb ist der vorgesehene Standort nicht geeignet.
 

-          Mittlerweile besteht eine Flächennutzungskonkurrenz zwischen Wohnen, Gewerbenutzung, Grün- und Freiflächen und Flächen für soziale Infrastruktur (Schulen, Kitas, kulturelle Nutzung u.a.), die die Errichtung eines Cricket-Platzes nicht prioritär erscheinen lässt.

Es bleibt zu prüfen, ob im Bezirk eine für die Errichtung eines Cricket-Platzes geeignete Fläche besteht. Aufgrund des Flächenbedarfs und des Zuschnitts der Fläche dürfte dies jedoch schwierig sein.

 

 

Frage 2:
Wer ist der derzeitige Eigentümer der Freifläche, die zurzeit noch bis Ende 2017 unter anderem für das Kunstprojekt „Mitte in der Pampa“ genutzt wird?

 

Die dargestellte Fläche, das rd. 8.230 m² große Grundstück Maxie-Wander-Str. 79, befindet sich im Finanzvermögen des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf.

 

 

Frage 3:
Was ist auf der Fläche für danach geplant?

 

Die Fläche liegt im Geltungsbereich des im Aufstellungsverfahren befindlichen Bebauungsplan 10-55.

Dieser sieht die Festsetzung eines allgemeinen Wohngebietes vor. Diese Nutzung ist bereits aufgrund des § 34 BauGB i.S. des Zulässigkeitskriteriums der „Einfügung“ in die nähere, hier wohn- und infrastrukturgeprägte Nutzung allgemein zulässig. Die städtebaulichen Kriterien des ursprünglichen Infrastrukturbands sollen dabei durch eine offene Baustruktur mit geringerer Dichte und Kubatur als die angrenzende Wohnbebauung geprägt werden; eine „grüne Wegeachse“ soll vom U-Bahnhof Cottbusser Platz bis in das östlich angrenzende Siedlungsgebiet führen.

 

Seit dem Frühjahr 2016 bestehen Überlegungen, in enger Kooperation mit dem Atelierbeauftragten des Landes Berlin auf dieser in Rede stehenden Fläche einen „Kultur-Campus“ zu errichten. Dabei sollen Atelierflächen in Verbindung mit Wohnungen für Künstlerinnen und Künstler entstehen.

Mit dieser Nutzung ergibt sich die Möglichkeit, den Bezirk als nachhaltigen Kulturstandort weiter zu entwickeln.

 

 

 

Dagmar Pohle

 
 

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