Eva Menasse arbeitet in Mainz an neuem Roman

Eva Menasse arbeitet in Mainz an neuem Roman

Die in Berlin lebende neue Mainzer Stadtschreiberin Eva Menasse will am Rhein an einem neuen Roman schreiben. Zur Preisverleihung am 07. März 2019 sagte die in Wien geborene Schriftstellerin, die mit der Auszeichnung und dem Preisgeld von 12 500 Euro verbundene Wohnung sei ein Geschenk. Sie könne dort am Fenster über dem Mainzer Marktplatz ungestört arbeiten. Ihr neuer Roman spiele in Österreich, behandle ein historisches Thema. «Ich muss immer weg sein, um von Österreich zu schreiben.»

Eva Menasse

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Eva Menasse, Journalistin und Schriftstellerin, bei ihrer offiziellen Amtseinführung als Mainzer Stadtschreiberin 2019.

Der Preis wurde von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz verliehen. Die Jury verband ihre Entscheidung für den zum 35. Mal vergebenen Literaturpreis mit der Würdigung Menasses als «eine große Menschenerzählerin, die mit feiner Empathie und scharfsinnigem Humor über fragile Beziehungen schreibt».
In «maximal radikalisierten Zeiten brauchen wir Autorinnen und Autoren, die sich öffentlich einmischen», sagte ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler. Der Mainzer OB Michael Ebling (SPD) fügte hinzu, die Stadt freue sich auf Menasses «blühende Fantasie» und «messerscharfen Verstand».
Eva Menasse, Halbschwester des diesjährigen Trägers der Zuckmayer-Medaille, Robert Menasse, legte 2005 ihren ersten Roman vor, das Familienepos «Vienna». 2009 folgten «Lässliche Todsünden» und 2013 «Quasikristalle» mit der Suche nach den biografischen Identitäten einer Frau. Zuletzt veröffentlichte sie 2017 den Erzählband «Tiere für Fortgeschrittene». Als Mainzer Stadtschreiberin tritt sie nun in eine Reihe mit Urs Widmer (2003), Peter Härtling (1995), Sarah Kirsch (1988) oder Gabriele Wohmann (1985).
Regale mit Suhrkamp- Büchern
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 7. März 2019