Erster Berliner Verlagspreis vergeben

Erster Berliner Verlagspreis vergeben

Den ersten Berliner Verlagspreis haben drei Verlage erhalten, die sich aus Sicht der Jury durch Neuerungen und ein eigenständiges Profil auszeichnen.

Den mit 35 000 Euro dotierten Hauptpreis erhielt der Verlag Klaus Wagenbach bei einem Festakt im Deutschen Theater. Zwei jeweils mit 15 000 Euro verbundene Förderpreise gingen an den Verlag Reprodukt und an das Verlagshaus Berlin, wie der Landesverband Berlin-Brandenburg des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels mitteilte.
Seit mehr als 50 Jahren sei der Verlag Klaus Wagenbach «ein Wahrzeichen der Berliner Verlags- und Kulturszene», der «mit ausgezeichnet schönen Büchern» debattenstarke Themen entwickle, hieß es zur Begründung. Reprodukt wiederum pflege als Trendsetter die große Tradition des Comics, während das Verlagshaus Berlin für die «einzigartige Verbindung von moderner Lyrik und gegenwärtiger Illustration» stehe.
Der Verlagspreis war im Frühjahr von den Senatsverwaltungen für Kultur und Wirtschaft ins Leben gerufen worden. Er wird einmal jährlich an unabhängige Verlage vergeben, um den Branchen-Standort Berlin zu stärken. Dabei gilt für den Hauptpreis ein Jahresumsatz von weniger als zwei Millionen Euro als Vorbedingung, bei den Förderpreisen muss dieser unter einer Million Euro liegen.
Neben den drei Preisträgern waren den Angaben zufolge fünf weitere Verlage nominiert. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) sagte anlässlich der Verleihung mit Blick auf Berlin: «Keine andere Stadt verfügt über ein vergleichbares Potenzial von Verlagen unterschiedlichster Ausprägung.» Die Gesamtdotierung des Verlagspreises von 65 000 Euro soll die höchste in Deutschland sein.
Mädchen blättert in Buch umgeben von Bücherstapel
© dpa

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 12. November 2018