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Vergabeverfahren der HOWOGE zum Neubau der Gemeinschaftsschule Adlershof ist entschieden

07.01.2021

Perspektive Gemeinschaftsschule Adlershof
Bild: AFF Architekten Berlin

Nach dem Abschluss der Wettbewerbe für einen Neubau mit zwei Schulen an der Allee der Kosmonauten, der Integrierten Sekundarschule (ISS) Am Breiten Luch in Lichtenberg sowie dem Gymnasium an der Erich-Kästner-Straße in Marzahn-Hellersdorf steht der Entwurf für den vierten HOWOGE-Schulbau fest.

Die Bietergemeinschaft AFF Gesellschaft von Architekten aus Berlin ging aus dem zweistufigen Verfahren als Sieger aus insgesamt 18 teilnehmenden Architekturbüros hervor. Mit dem Neubau einer Gemeinschaftsschule nach dem Compartment-Konzept werden im Bezirk Treptow-Köpenick bis zum Schuljahr 2026/27 1.332 neue Schulplätze in den Jahrgangsstufen 1 bis 13 geschaffen. Die Schule an der Hermann-Dorner-Allee/Eisenhutweg ist geprägt durch den Leitgedanken des Berliner Lern- und Teamhauses und schafft in ihrer städtebaulichen Lage ein neues Entree zum Wissenschaftsstandort Adlershof.

Durch geschicktes Ausnutzen der Geländetopografie können die 30.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche in fast durchgängig in den drei oberirdischen Geschossen untergebracht werden. Die beiden Sporthallen liegen im Untergeschoss des Schulgebäudes und sind über verglaste Galerien von den beiden Eingangshallen aus erreichbar. Der Hauptzugang zu Schule und Sporthallen erfolgt über eine breite Eingangsbrücke vom Eisenhutweg – die Grundstufe erhält einen separaten Zugang von Norden. Im Erdgeschoss sind alle Gemeinschaftsfunktionen wie der großflächig zum Eisenhutweg verglaste Mehrzweckbereich mit Mensa, die Verwaltung, Bibliothek sowie die Werk- und Kunsträume untergebracht.

Über fünf Treppenhäuser werden die Compartments mit den allgemeinen Unterrichtsräumen in den Obergeschossen erreicht. Aufgrund der Lärmbelastung durch die stark befahrenen Straßen von beiden Außenseiten sind Unterrichtsräume sowie die zugehörigen Foren zusätzlich über Innenhöfe belichtet und belüftet. Die Fachjury zeigte sich insbesondere von der Mischung aus kleinteiliger, innerer Struktur und kompakter Anordnung der gemeinschaftlichen Flächen überzeugt.