Baubeginn für ersten Modularen Ergänzungsbau in Holzmodulbauweise

17.11.2020

Bernhard-Grzimek-Schule, Perspektive Module
Bild: ARGE HOMEB

Nachdem am 30. Oktober 2020 der 68. Modulare Ergänzungsbau (MEB) in konventioneller Bauweise in Nutzung übergeben wurde, steht jetzt der Baubeginn für eine neue Typenserie von Ergänzungsbauten in Holzmodulbauweise an. Der erste Bau dieser Art wird auf dem Grundstück der Bernhard-Grzimek-Grundschule in Lichtenberg im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive errichtet. Damit werden weitere dringend benötigte zusätzliche Schulplätze geschaffen.

Der Typenentwurf des 3-geschossigen Ergänzungsbaus ist für eine flexible Nutzung nicht nur für Grundschulen, sondern auch Sekundarschulen oder Gymnasien konzipiert. Er bietet 416 Schulplätze für Grundschulstandorte und verfügt über 16 Stammgruppenräume, acht Teilungsräume, zwei Lehrerzimmer, eine Essenausgabe und eine Mensa mit 100 Sitzplätzen. Das Gebäude ist barrierefrei über einen Aufzug erschlossen. Die Bauzeit ist mit zehn Monaten eingeplant, ab baureifer Übergabe des Grundstückes. Die Kosten liegen bei rund 6,4 Mio. Euro.

Die Entscheidung für die neue Typenserie basierte nicht zuletzt auf den durchweg positiven Erfahrungen mit den ersten drei Holzmodulschulen als Pilotprojekt der Berliner Schulbauoffensive. Alle drei Neubauschulen konnten nach einer Bauzeit von nur einem Jahr übergeben werden. Neben der beschleunigten Umsetzung war auch das Kriterium nachhaltiges Bauen mit Holz ausschlaggebend. Ausgehend davon haben die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen nun gemeinsam die neuen Modularen Ergänzungsbauten in Holzmodulbauweise entwickelt.

In den nächsten vier Jahren sollen berlinweit bis zu 32 Ergänzungsbauten dieser Art errichtet werden. Das Interesse daran ist jetzt schon groß: der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie liegen Stand heute schon mehr als 30 Anträge der Bezirke vor.