Neue Musik

Neue Musik
Bild: Gabriele Bultmann

Neue Musik ist das weite Feld jenseits der klassischromantischen Tonsatzregeln, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts seinen Anfang nahm. Das hierarchische Tonartdenken nach altem Muster war überholt. Neue Beziehungen der Töne zueinander traten an dessen Stelle. Das Publikum der Zeit war schockiert. Was zunächst eine Art Revolte gegen das Überkommene und Tradierte war, erwies sich als fruchtbarer Ansatz für einen ganzen Kosmos neuer akustischer Erscheinungsformen,in denen nichts unmöglich scheint.

Da gibt es die Anhäufung von dissonanten Tönen neben der Reduktion auf nur einen einzigen Ton, die Abwendung von Rhythmus neben rhythmischer Schichtung, es musiziert ein Klavier ohne Tasten mit 24 Mähdreschern, und es gibt immer noch das Sinfonieorchester mit dem Streichquartett neben dem Akkordeon mit CD-Zuspiel.

Ähnlich der bildenden Kunst durch die Abkehr vom Gegenständlichen führte das Hinterfragen der Tonalität in der Musik zu dem, was Kunst am nötigsten braucht: Freiheit.

Dass sich dadurch die Fasslichkeit und scheinbare Verständlichkeit der Werke nicht erhöhte, war unvermeidlich. Genau an diesem Punkt kann die eigene Auseinandersetzung mit der Materie Abhilfe schaffen. Nur das Selber tun, das Hingehen, der Versuch zu verstehen, lediglich das eigene Erfahren führen zu
verblüffendem Zugang.

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Komposition / Tonsatz

Komponisten sorgen für die Fortsetzung der Musikgeschichte, in dem sie jenes Material liefern, mit dem Musiker*innen, Wissenschaftler*innen, Historiker*innen und die Medien in der Zukunft umgehen. Inspiration und Begabung sind für das Komponieren sicher von zentraler Bedeutung. Gute Werke werden aber nur entstehen, wenn zu den beiden Talenten ein hohes Maß an Könnerschaft und ein solides Handwerk treten. Hierfür sind beste musik-theoretische Kenntnisse und ein entwickeltes inneres Ohr unabdingbar. All dies kann bei den selbst als hochrangige Komponisten anerkannten Lehrerinnen und Lehrern der Musikschule erworben werden.

Tilmann Dehnhard (Filmmusik), Matthias Jann, Steffen Schellhase, Helmut Zapf

neuköllner originaltöne 2019 und 2020
Seit 2003 gibt es ein mehrtägiges Festival für Neue Musik Anfang Mai mit dem Namen „neuköllner originaltöne“. Hier treten Schüler*innen und Lehrer*innen der Musikschule oder Gastensembles befreundeter Institutionen mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts auf. Experimentelles, Uraufführungen und neuester Jazz treffen auf die Klassische Moderne.

Solistisches begegnet Kammerorchestern, moderner Tanz ist gekoppelt mit freier Improvisation. Das Festival animiert auch Fachgruppen, die bisher kaum Berührung mit Neuer Kunst hatten, zunehmend zu eigener Beschäftigung mit Neuer und aktueller Musik. Das Niveau der Darbietungen ist beachtlich. Ein enges Netz entstand mit zeitgenössischen Komponist*innen.

Enge Verbündete ist die Genezareth-Kirchengemeinde geworden, die uns freundlich Veranstaltungsräume zur Verfügung stellt.