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„Hinschauen, wo andere weggucken“ – Innensenator Andreas Geisel besucht Regenbogenkiez

Senator Andreas Geisel beim Besuch im Regenbogenkiez
Senator Andreas Geisel beim Besuch im Regenbogenkiez
Bild: Patrick Rein

Senator Andreas Geisel besuchte am Freitag, den 28. Mai 2021 zusammen mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler das Pilotprojekt Nachtlichter im Regenbogenkiez (Schöneberg) zum Thema Sicherheit und Gewaltprävention.

Das Projekt Nachtlichter ist durch seine Konfliktvermittlung mit Kommunikation und enger Vernetzung ein Best-Practice-Beispiel der kiezorientierten Gewalt- und Kriminalitätsprävention des Landeskommission Berlin gegen Gewalt. Diese Erfolge im Bereich der Prävention sollen nun auch auf eine gesetzlich verankerte und damit zukunftsfähige Grundlage stehen. Deshalb hat der Senator ein bislang bundesweit noch einmaliges Landespräventionsgesetz vorgeschlagen.

„Mit dem Berliner Modell der kiezorientierten Gewalt- und Kriminalitätsprävention als integrativem Bestandteil der Urbanen Sicherheit haben wir in Berlin in den letzten Jahren ein starkes Netzwerk aufgebaut und stabilen Strukturen geschaffen. Mit meinem Besuch im Regenbogenkiez will ich mich über die Arbeit das beispielhaften Projekts der kiezorientierten Gewaltprävention informieren“, sagt Andreas Geisel.

Tempelhof-Schöneberg hat einen bezirklichen Präventionsrat und nutzt Mittel der Landeskommission Berlin gegen Gewalt für gewaltpräventive Projekte im Regenbogenkiez. Die Vorsitzende des Präventionsrats, Frau Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler führte Herrn Geisel durch den Regenbogenkiez und erläuterte an markanten Orten die gewaltpräventive Arbeit der Nachtlichter.

Der Stadtrundgang startete um 10.30 Uhr am Infopunkt dem sog. Tiny-House Bürgerplatz an der Ecke Eisenacher /Fuggerstraße. Dort berichtete u.a. das Team der Nachlichter über aktuelle Ergebnisse, wie Konflikte durch Kommunikation gelöst werden. Hauptaufgabe der Nachtlichter im Regenbogenkiez ist Präsenz zu zeigen und damit das Sicherheitsgefühl von Anwohnerinnen und Anwohnern und Besucherinnen und Besuchern zu verbessern. Nach dem Motto „hinschauen, wo andere weggucken“ sollen die Nachtlichter auf ihren Rundgängen Konflikten vorbeugen.

Am Nollendorfplatz wurde über den Umgang mit Obdachlosigkeit und Partytourismus informiert. Der U-Bahnhof ist Ausgangspunkt für Besucherinnen und Besucher des Kiezes. Das Nachtlichter-Team nimmt die Menschen und ihre Probleme wahr, ist ansprechbar und bietet Hilfen. Auch die Polizei ist hier regelmäßig mit der „Mobilen Wache“ präsent. Frau Stefanie Hoven, Abschnittsleiterin der Polizei, und Herr Andreas Hoffmann, stellvertretender Abschnittsleiter, berichteten über ihre guten Erfahrungen und Zusammenarbeit mit den Nachtlichtern.

An der letzten Station des Rundgangs am Spielplatz Eisenacher- Ecke Fuggerstraße ging es um die Befriedung des Platzes gehen. Hier haben Herr Sebastian Finke, Mitglied des Nachtbürgermeister-Teams und Leiter von MANEO – Das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin, und die Patin des Projekts Désirée Nick berichtet. Das Team Nachtbürgermeister erkennt Probleme im Regenbogenkiez frühzeitig und schlichtet Konflikte des nachbarschaftlichen Miteinanders. Dafür bietet der Kiezinfopunkt als Anlaufstelle vor Ort die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen und auf Probleme hinzuweisen. Hier kann das Team Nachtbürgermeister auch auf die bestehenden Strukturen, wie die Runde der Schwulen Wirte, zurückgreifen.

Senator Andreas Geisel trifft sich beim Besuch im Regenbogenkiez u.a. mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Désirée Nick
Senator Andreas Geisel trifft sich beim Besuch im Regenbogenkiez u.a. mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Désirée Nick
Bild: Patrick Rein