Wegen 2G: Handel beklagt Flaute im Advent

Wegen 2G: Handel beklagt Flaute im Advent

Zum Finale des Weihnachtsgeschäfts hat der Einzelhandel in Berlin und Brandenburg eine Kundenflaute wegen der Corona-Auflagen beklagt. «Die 2G-Regelung lässt die Frequenzen sinken», sagte Günter Päts, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, am Sonntag auf Anfrage. Daran habe sich auch am vierten Advents-Samstag nichts geändert.

In Berlin läuft gegen die 2G-Regel - Zutritt nur für Geimpfte und Genesene - bereits eine Klage des Handels. Das Verwaltungsgericht bestätigte das Eilverfahren am Wochenende und kündigte für kommende Woche eine Entscheidung an. In Brandenburg will der Handel nach Angaben des Verbands nächste Woche vor Gericht ziehen.
In Brandenburg ist die Weihnachtsbilanz vieler Händler nach Päts' Angaben besonders düster, weil Weihnachtsmärkte abgesagt und deshalb auch Sonntagsöffnungen im Advent unterbunden wurden. Weihnachtsmärkte seien «Frequenzbringer» - sie lockten mit ihrer Weihnachtsstimmung Kunden für die Läden an. «Weihnachtseinkauf ist kein Bedarfseinkauf, das ist Gefühlseinkauf», sagte Päts.
An Masken hätten sich die Kunden gewöhnt, aber die Kontrollen der Impfpässe stifteten Frust. «Das nervt», sagte der Verbandsvertreter. Die von Händlern vereinbarten Bändchen für einmal Kontrollierte hätten geholfen, aber nur in begrenztem Maß.
Wer doch am vierten Adventswochenende in die Läden kam, vertraute laut Päts oft auf die Klassiker wie Parfüm oder teure Spirituosen. Wichtig in diesem Jahr seien Gutscheine, weil es bei einigen Technik- oder Textilwaren Lieferengpässe gebe. Die Furcht, dass es nichts zu Weihnachten gebe, sei aber Quatsch. «Es gibt immer Alternativen», sagte Päts.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 19. Dezember 2021 12:20 Uhr

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