Boosterimpfung: Ministerin dringt auf einheitliche Vorgabe

Boosterimpfung: Ministerin dringt auf einheitliche Vorgabe

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hält eine bundesweit einheitliche Linie für den Abstand zwischen der zweiten und dritten Corona-Impfung für notwendig. «Nordrhein-Westfalen boostert jetzt nach vier Wochen, andere nach drei, andere nach fünf, andere nach sechs Monaten», sagte Nonnemacher am Dienstag vor der ersten Konferenz der Ressortchefs von Bund und Ländern mit dem neuen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Die Gesundheitsminister sollten sich auf ein einheitliches Zeitfenster verständigen.

Ursula Nonnemacher

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Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Brandenburgs Gesundheitsministerin.

Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hatte am Dienstag bestätigt, dass Boosterimpfungen in NRW grundsätzlich nach vier Wochen möglich sind, es gebe aber keine ausdrückliche Empfehlung. Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie sieht eine Auffrischung nach vier Wochen kritisch und hält das für zu früh.
Die Frage, ob Menschen mit Auffrischungsimpfung keinen Test für die 2G-plus-Regel brauchen, hält Nonnemacher nicht für entscheidend. «Diese groß aufgemachte Debatte, ob man jetzt Geboosterte von Testungen ausnimmt, halte ich ehrlich gesagt für einen Nebenkriegsschauplatz», sagte die Ministerin. «Wir haben ganz andere Probleme.» Bei einer riesigen vierten Welle, die noch nicht im Griff sei und einer drohenden fünften Welle könne man sich nicht bei dieser Diskussion aufhalten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. Dezember 2021 16:31 Uhr

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