Ministerium: Müllaufkommen in Brandenburg gestiegen

Ministerium: Müllaufkommen in Brandenburg gestiegen

Jeder Brandenburger hat im vergangenen Jahr nach Angaben des Umweltministeriums im Schnitt 478 Kilogramm Abfall erzeugt. Das seien 21 Kilogramm mehr als 2019, teilte das Ministerium am Dienstag mit. Insgesamt sei die Abfallmenge aus privaten Haushalten auf 1,2 Millionen Tonnen gestiegen: rund 55.000 Tonnen mehr als 2019.

«Wir müssen wegkommen von einer Abfallwirtschaft und hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft», sagte Umweltminister Axel Vogel (Grüne). Die Steigerung der Wertstoffmengen heiße nicht, dass auch anteilig mehr Abfälle getrennt und der Kreislaufwirtschaft als Wertstoff zurückgegeben worden seien. Weitere Anstrengungen der Verbraucher zur Verringerung des Abfalls seien notwendig.
Das Hausmüllaufkommen erhöhte sich den Angaben zufolge um 15.000 Tonnen auf 355.000 Tonnen, das von Sperrmüll um 8000 Tonnen auf 103.000 Tonnen. Auch mehr Pappe und Papier, Metalle, Elektroaltgeräte, Alttextilien und Bioabfälle fielen an. Knapp 400.000 Tonnen Wertstoffe wurden den Angaben zufolge getrennt erfasst. Außer-Haus-Verzehr oder die Nutzung von Lieferdiensten und Bestellangeboten führten zu mehr Verpackungsabfällen.
Zumindest das Ziel in der Bioabfallstrategie des Landes sei teilweise übertroffen worden. Bis 2020 sollten pro Einwohner mindestens 70 Kilogramm Bioabfälle, davon mindestens 30 Kilogramm über die Biotonne getrennt erfasst werden. Die Sammelmenge betrug den Angaben zufolge 88 Kilogramm Bioabfälle pro Einwohner.
7000 Tonnen illegal abgelegter Müll mussten durch öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger entsorgt werden. Es handelte sich um gemischte Siedlungsabfälle, Sperrmüll, Altreifen oder Bau- und Abbruchschutt. Die Entsorgung kostete 1,7 Millionen Euro - 2019 waren es 1,4 Millionen Euro für 6000 Tonnen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. Dezember 2021 15:51 Uhr

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