Weniger gemeldete Corona-Infektionen in Brandenburg

Weniger gemeldete Corona-Infektionen in Brandenburg

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert der Corona-Neuinfektionen in Brandenburg ist am Sonntag im Vergleich zur Vorwoche leicht zurückgegangen. Gemeldet wurde ein aktueller Wert von 641,9, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Vor sieben Tagen lag er bei 646,9 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen je 100 000 Einwohner.

Corona-Test

© dpa

Ein medizinischer Mitarbeiter führt einen Corona-Schnelltest durch.

An diesem Sonntag wurden 1597 Neuinfektionen gemeldet, am vergangenen Sonntag waren es 1706. An den Wochenenden kann es aber dazu kommen, dass Zahlen verspätet an die Gesundheitsämter weitergemeldet werden. Dann können in den Folgetagen die Werte wieder steigen. Am Freitag wurde ein neuer Höchststand mit 5033 neuen Fällen registriert.
In Brandenburg wird davon ausgegangen, dass am Wochenende die Impfstoffe für Kinder an den Großhandel ausgeliefert werden. Von Montag bis Mittwoch sollen sie dann weiter an Apotheken und dann an die Praxen gehen.
Für Fünf- bis Elfjährige wird ein niedriger dosiertes und anders abgefülltes Präparat im Vergleich zum herkömmlichen Biontech/Pfizer-Impfstoff verwendet. Von dem mRNA-Vakzin sollen laut Stiko zwei Dosen im Abstand von drei bis sechs Wochen gegeben werden. Für jüngere Kinder gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff.
«Ich danke allen, die überall im Land derzeit Impfungen möglich machen», sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) bei einer Impfaktion des Landkreises Oberhavel an der Grundschule Nord in Hennigsdorf am Samstag. Innerhalb der vergangenen Woche seien mehr als 179 000 Brandenburger gegen Corona geimpft worden. Das sei ein tolles Ergebnis im Kampf gegen die Pandemie, sagte sie. Zwei mobile Impfteams boten am Samstag in Hennigsdorf Erst-, Zweit- und Drittimpfungen ohne Terminvergabe an.
1,66 Millionen Menschen sind in Brandenburg mindestens einmal geimpft (Impfquote: 65,9 Prozent). Knapp 1,6 Millionen gelten als vollständig geimpft (Impfquote: 62,9 Prozent). Darüber hinaus haben knapp 467 000 Personen eine Auffrischungsimpfung erhalten (Impfquote: 18,4 Prozent).
In den Arztpraxen gab es nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung bis Samstagabend 133 793 Impfungen. Der Rekord der vergangenen Woche sei gebrochen worden, sagte Sprecher Christian Wehry. Auf dem Brandenburger Impfgipfel waren 100 000 Impfungen pro Woche in den Praxen vereinbart worden. Die Praxen sind die mit großem Abstand stärkste Säule der Impfkampagne. Impfaktionen auf Marktplätzen produzierten zwar gute Pressebilder, für die Kampagne seien sie aber weniger entscheidend. Der vorhandene Impfstoff sollte daher bevorzugt den Praxen zur Verfügung gestellt werden, betonte er.
Die Zahl der gemeldeten Infizierten und Erkrankten liegt nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Land bei etwa 52 000, nach 52 500 am Samstag. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich innerhalb von 24 Stunden um 4 Sterbefälle auf 4324.
Der Anteil der Covid-Patienten auf den Intensivstationen der Brandenburger Krankenhäuser liegt wie seit Freitag bei 26 Prozent. 817 Corona-Fälle liegen in Krankenhäusern. 151 davon werden beatmet.
Die Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Menschen je 100 000 Einwohner nach einer Corona-Infektion innerhalb von einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen wurden, wird ebenfalls wie am Freitag mit 6,28 angegeben. Die Warnampel zeigt auf Rot wenn der Wert von 20 überschritten wird.
Hotspots mit Inzidenzwerten über 1000 sind weiter die Stadt Cottbus (1166,2) und die südlichen Landkreise Elbe-Elster (1100) und Oberspreewald-Lausitz (1052).

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 12. Dezember 2021 15:13 Uhr

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