Gemälde-Prozess geht im Juni weiter: Gutachten erwartet

Gemälde-Prozess geht im Juni weiter: Gutachten erwartet

Im Streit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg mit einem russischen Kunsthändler um ein äußerst wertvolles Gemälde des Malers Peter-Paul Rubens (1577-1640) soll ein Gutachten die Rechtslage klären. Am Dienstag erließ das Gericht in Potsdam einen Beweisbeschluss, wie eine Sprecherin sagte.

Eine Gutachterin, die sich im russischen Recht auskennt, soll nun klären, ob der Mäzen das Bild rechtmäßig habe erwerben können, wie er selbst behauptet. Mit dem Ergebnis will das Gericht am 2. Juni 2022 weiter verhandeln.
Der Streit um das Gemälde «Tarquinius und Lucretia», das nach dem Zweiten Weltkrieg nach Russland gelangt war, zieht sich seit Jahren hin. Nach Darstellung der Stiftung wurde das Bild bei Plünderungen nach Russland gebracht und habe damit nicht rechtmäßig durch den russischen Mäzen erworben werden können. Diese Frage soll die Gutachterin nun klären. Der Wert des Bildes beläuft sich laut Gericht auf rund 72 Millionen Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 7. Dezember 2021 18:10 Uhr

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