Ernst: Schulen mit Präsenzunterricht im Regelbetrieb halten

Ernst: Schulen mit Präsenzunterricht im Regelbetrieb halten

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) will die Schulen trotz der angespannten Corona-Lage im Präsenzunterricht geöffnet lassen. Zwar seien die Corona-Infektionszahlen und damit die 7-Tage-Inzidenzen gerade bei Kindern und Jugendlichen sehr hoch, sagte Ernst am Dienstagabend. Entscheidender sei aber die Tatsache, dass nur sehr wenige Schülerinnen und Schüler in dieser Altersgruppe in Krankenhäusern behandelt werden müssten.

Britta Ernst (SPD)

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Britta Ernst (SPD), Bildungsministerin von Brandenburg.

Die Ministerin zeigte sich zuversichtlich, dass die Schulen bis zu den Weihnachtsferien im Regelbetrieb bleiben können. Wechselunterricht wäre weniger effektiv als Präsenzunterricht und auch für Schulen sowie Lehrkräfte eine große Belastung, meinte sie. Denn diese seien schon durch die zahlreichen Lerngruppen in Quarantäne stark gefordert. Sprecher der rot-schwarz-grünen Koalitionsfraktionen im Landtag hatten dagegen am Dienstag angesichts der hohen Infektionszahlen Wechselunterricht als sinnvolle Maßnahme ins Gespräch gebracht.
Ernst verwies darauf, dass die Schulen künftig durch tägliche Corona-Tests noch sicherer gemacht werden sollen. Dazu sei aber eine europaweite Ausschreibung zur Beschaffung weiterer Tests notwendig. Für die derzeit drei Tests pro Woche seien eine gute Million Test notwendig und vorhanden. Für fünf Corona-Tests pro Woche seien dagegen rund 1,7 Millionen Tests notwendig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 1. Dezember 2021 10:16 Uhr

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