Birkenpollen-Allergiker: Auf Belastung einstellen

Birkenpollen-Allergiker: Auf Belastung einstellen

Bis zu 27 Grad am Sonntag? Mit dem erwarteten sommerlichen Wetter müssen sich Pollenallergiker auf zunehmenden Pollenflug einstellen. «Wir bekommen voraussichtlich zum letzten Mal in diesem Jahr eine starke Belastung durch Birkenpollen in Berlin und Brandenburg», sagte Matthias Werchan von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst der Deutschen Presse-Agentur. Es sei sozusagen das «letzte Gefecht» der Birke - erwartet vor allem für Sonntag und Montag.

Symbolbilder - Birkenpollen-Allergiker

© dpa

Ein junger Mann schnäuzt sich hinter Birkenblüten.

In Berlin sei die Birke schon weitestgehend verblüht, allerdings sorgten Restbestände in Brandenburg noch für eine spürbare Belastung in der Hauptstadt. «Brandenburg nimmt unheimlich Einfluss auf Berlin», erklärte Werchan. Im Nachbarbundesland sei die Birke mit ihren hoch allergenen Pollen wegen der lang anhaltenden Kälte dieses Jahr relativ spät durchgestartet. «In Berlin haben wir eher einen Wärmeinsel-Effekt, der zu einem früheren Blühstart führte.»
Spitzenbelastungen erwartet Pollenanalyst Werchan außerdem bei Platanen, auf die manche Menschen in Städten allergisch reagierten. Bei Eichen und Buchen beginne nun die Saison, auch bei Gräsern erwartet der Polleninformationsdienst zunächst einmal nur schwache Belastung. Die Blüte der Eschen hingegen sei mehrheitlich vorbei, sagte Werchan. Insgesamt habe es in diesem Frühjahr nur wenige Tage mit Spitzenbelastungen beim Pollenflug gegeben. «Bei Birke und Esche war es bisher keine besonders starke Saison. Es mangelte an guten Pollenflugbedingungen.»
Blütenstaub ist eigentlich harmlos. Das sensibilisierte Immunsystem von Allergikern schaltet beim Kontakt von Pollen mit den Schleimhäuten jedoch auf Abwehr: Tränende, juckende Augen, Niesanfälle und starker Schnupfen sind mögliche Folgen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 8. Mai 2021 08:37 Uhr

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