Weniger Privatinsolvenzen in Brandenburg

Weniger Privatinsolvenzen in Brandenburg

In Brandenburg haben im vergangenen Jahr deutlich weniger Privatleute Insolvenz angemeldet - einige dürften aber mit dem Antrag aufgrund gesetzlicher Regelungen bis zu diesem Jahr gewartet haben. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 1690 Verbraucher-Insolvenzverfahren eröffnet, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Dienstag mitteilte. Das seien knapp 32 Prozent weniger als noch im Jahr davor. Insgesamt verzeichneten die Statistiker unter der Kategorie «Übrige Schuldner», unter die neben den Verbrauchern etwa auch Gesellschafter und ehemalige Selbstständige fallen, 2175 Insolvenzverfahren und damit rund ein Viertel weniger als 2019.

Die ausstehenden Forderungen beliefen sich dabei insgesamt auf rund 146,5 Millionen Euro. Im Jahr 2019 lagen sie noch um rund 700 000 Euro höher.
Allerdings weisen die Statistiker darauf hin, dass viele insolvente Verbraucher mit dem Antrag noch bis zu diesem Jahr gewartet haben dürften. Zum Januar trat rückwirkend ein Gesetz in Kraft, das den Verbrauchern nach der Insolvenz einen schnelleren Neustart ermöglicht als bisher. Anders als bei Unternehmen gilt für Verbraucher keine unmittelbare Insolvenzantragspflicht.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 20. April 2021 15:18 Uhr

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