Bericht: Mehr Frauen berufstätig - Geringerer Verdienst

Bericht: Mehr Frauen berufstätig - Geringerer Verdienst

Frauen in Brandenburg sind gegenüber Männern in vielen Bereichen des Lebens nach wie vor benachteiligt. Das geht aus dem aktuellen Gleichstellungsreport hervor, den Sozialministerin Ursula Nonnemacher am Freitag in Potsdam vorstellte.

Manuela Dörnenburg

© dpa

Manuela Dörnenburg, Brandenburgs Landesgleichstellungsbeauftragte.

Demnach verdienen Frauen weniger als Männer, sie sind unterrepräsentiert in leitenden und politischen Positionen, haben überdurchschnittlich oft mit dauerhaften gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen und werden viermal häufiger Opfer von häuslicher Gewalt als Männer. Gleichstellung sei auch in Brandenburg noch nicht selbstverständlich, erklärte die Ministerin. «Für uns sind das wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung einer geschlechtergerechten Politik».
Der Report zeigt, dass immer mehr Brandenburgerinnen berufstätig sind. Der geschlechterbezogene Verdienstabstand beträgt nach wie vor 4,5 Prozent. Zudem arbeiten Frauen dreimal häufiger in Teilzeit als Männer. Fast jeder zweite Alleinerziehenden-Haushalt ist laut dem Bericht armutsgefährdet. Die Rentenlücke beträgt nach Angaben der Landesgleichstellungsbeauftragten Manuela Dörnenburg 21 Prozent zuungunsten der Frauen. «Das heißt Altersarmut ist weiblich.»
Die Auswertung ergab außerdem, dass Frauen seltener in politischen Gremien vertreten sind. So geht nach Angaben des Ministeriums auch im Landtag der Frauenanteil seit 2004 kontinuierlich zurück; aktuell sind nur noch 32 Prozent der Abgeordneten Frauen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. Februar 2021 13:15 Uhr

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