Energie-Präsident Auth: Geben Saison noch lange nicht auf

Energie-Präsident Auth: Geben Saison noch lange nicht auf

Präsident Matthias Auth hat die Personalentscheidungen des FC Energie Cottbus verteidigt. «Bei uns gibt es aktuell nicht dieses vernichtende Urteil, dass wir eine Kaderfehlplanung vorgenommen hätten», sagte er vor der Mitgliederversammlung an diesem Freitag (Beginn 17.30 Uhr), die auf der Westtribüne des Stadions der Freundschaft durchgeführt werden soll, in einem Interview der «Lausitzer Rundschau» (Donnerstag).

Matthias Auth

© dpa

Matthias Auth, Präsident des 1. FC Energie Cottbus.

Der neue Trainer des ehemaligen Bundesligisten, Dirk Lottner, sehe das auch so, betonte Auth. «Die Begründung dafür, dass wir jetzt noch zwei Stürmer und einen Mittelfeldspieler verpflichtet haben, liegt unter anderem am veränderten Spielsystem.» Der Verein hatte mit Blick auf einen angestrebten Generationenwechsel die Verträge von Abwehrspieler Robert Müller (33) und Kapitän Dimitar Rangelow (37) nicht verlängert.
Ende August trennte sich der Club dann von Trainer Sebastian Abt, der den Posten erst Anfang des Jahres übernommen hatte. Nach drei Niederlagen zum Start in die Saison der Regionalliga Nordost sahen sich die Vereinsverantwortlichen erneut zum Handeln gezwungen.
Derzeit belegt Energie mit 13 Punkten aus neun Spielen den sechsten Platz. Auf Rang eins hat der FCE bereits 14 Zähler Rückstand. Der angestrebte Aufstieg scheint nur noch schwer realisierbar.
«Ich kann die Meinungen der Mitglieder nicht vorhersehen», sagte Auth vor der Versammlung. «Ich kann aber sagen, dass wir im Rechenschaftsbericht des Präsidiums durchaus eine selbstkritische Sicht darstellen werden. Obwohl es ja eigentlich um das Jahr 2019 gehen soll, werde ich darin auch zur aktuellen Situation Stellung nehmen und vor allem eine Einschätzung zum Saisonbeginn geben.»
Auth betonte auch noch mit Blick auf die Verpflichtung Lottners und der drei Neuzugänge Jonas Hofmann, Mario Crnicki und Yanik Frick: «Unser klares Signal an alle ist: Trotz des sehr, sehr schlechten Startes geben wir die Saison 2020/21 noch lange nicht auf.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 8. Oktober 2020 12:03 Uhr

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