Brandenburg nun unter Top 5 der Gründer

Brandenburg nun unter Top 5 der Gründer

Es wagen wieder mehr Brandenburger den Schritt in die Selbstständigkeit. Die beste Nachricht: das Land ist unter die Top 5 der Länder vorgerückt.

KfW Bankengruppe

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Das Logo der KfW an der Zentrale der KfW Bankengruppe. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv

Potsdam (dpa/bb) - In Brandenburg machen sich wieder mehr Arbeitnehmer mit ihren Geschäftsideen selbstständig. Von 2016 bis 2018 gründeten von rund 10 000 Erwerbstätigen 134 ein eigenes Unternehmen, teilte die KfW Bankengruppe im neuesten Gründungsmonitor mit. Brandenburg steht damit auf Platz 3 im bundesweiten Ranking der Länder. Platz 1 nimmt Berlin mit 193 neuen Firmen ein, gefolgt von Hamburg mit 146. Die neuen Länder sind abgeschlagen und erreichen Werte von 106 in Sachsen, 84 in Mecklenburg-Vorpommern, 77 in Sachsen-Anhalt und 74 in Thüringen.
Der KfW-Monitor basiert auf Angaben von 50 000 zufällig ausgewählten, in Deutschland ansässigen Personen.
Brandenburg hatte sich nach den Angaben vom achten auf den dritten Platz nach vorn geschoben. Vermutet werde, dass die überdurchschnittliche Gründungstätigkeit in Berlin auch auf Brandenburg ausstrahle, hieß es. Bundesweit habe sich 2018 die Zahl der Existenzgründer mit 547 000 stabilisiert - nur 10 000 weniger als 2017.
Für 2019 wird nach den Angaben mit einem etwas schwächeren Sog der Binnenkonjunktur und damit weniger Gründungen gerechnet. Gleichzeitig sei aber die Zahl der Interessenten gestiegen, die ernsthaft über eine Existenzgründung nachdenken.
Gründer neuer Unternehmen haben laut Monitor im Vorjahr bundesweit Zehntausende neuer Jobs geschaffen. Umgerechnet in Vollzeitstellen entstanden 219 000 Arbeitsplätze. 2017 waren es 145 000, ein Jahr zuvor 215 000. Für Brandenburg lagen keine Angaben vor.
Generell sinke angesichts des boomenden Arbeitsmarkts jedoch das Interesse vieler Menschen an einer Selbstständigkeit, hieß es. Um 4 Prozent ist nach den Angaben die Zahl der Frauen gestiegen, die sich wirtschaftlich auf eigene Füße stellten. Der Frauen-Anteil habe sich auf 40 Prozent erhöht.
Die meisten Gründungen sind laut Monitor im Dienstleistungssektor aktiv: 2018 waren es ein Drittel bundesweit. Für die Gründer bedeutet die Kapitalbeschaffung nach wie vor ein großes Problem: 44 Prozent (2017: 39 Prozent) griffen ausschließlich auf eigene Mittel zurück, knapp ein Viertel mobilisierte externe Mittel. Drei Jahre nach dem Start sind noch 70 Prozent der Gründer aktiv.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 30. Mai 2019 09:50 Uhr

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