Jahrelanger Drogenhandel: Angeklagter gesteht weitgehend

Jahrelanger Drogenhandel: Angeklagter gesteht weitgehend

Weil er über Jahre hinweg mit Drogen gehandelt haben soll, muss sich ein 37-Jähriger seit Dienstag vor dem Berliner Landgericht verantworten.

Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen

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Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen, die sich auf einem Tisch stapeln.

Laut Anklage soll der Mann in 131 Fällen Cannabis zum Ankaufswert von jeweils 1000 Euro erworben und dann aus seiner Wohnung im Stadtteil Pankow heraus in kleinen Dosen weiterverkauft haben. Der 37-Jährige gestand zu Prozessbeginn weitgehend. Von 2017 bis Juni 2020 habe er Drogen verkauft. Weil sein Lieferant Druck gemacht habe, sei es «immer mehr» geworden.
Die Polizei hatte bei einer Durchsuchung der Wohnung des Mannes fast ein Kilogramm Cannabis beschlagnahmt. Zur Verteidigung seiner Drogengeschäfte habe der 37-Jährige in der Küche eine Machete bereitgehalten, heißt es in der Anklage. Laut Ermittlungen habe der mutmaßliche Dealer pro Gramm einen Gewinn von 75 Cent kassiert.
Der Angeklagte sagte, er habe zunächst kleinere Mengen verkauft, um seinen damaligen Cannabis-Konsum zu finanzieren. Sein Lieferant habe ihm dann angeboten, Drogen auf Kommission zu verkaufen. «Er holte dann regelmäßig das eingenommene Geld ab und brachte neue Drogen», so der 37-Jährige. Es seien allerdings weniger Fälle gewesen als in der Anklage aufgelistet. Für sich habe er «höchstens mal 50 oder 100 Euro für die Familienkasse» abzweigen können. Der Prozess wird am 29. April fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 20. April 2021 15:10 Uhr

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