Anschlag auf Stadtautobahn: Angeklagter schweigt zunächst

Anschlag auf Stadtautobahn: Angeklagter schweigt zunächst

Acht Monate nach einem mutmaßlichen Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn hat der Beschuldigte vor dem Landgericht der Hauptstadt zunächst geschwiegen.

Anschlag auf Berliner Autobahn

© dpa

Von der Polizei markierte Bremsspuren sind auf der A 100 in Höhe der Ausfahrt Alboinstraße zu sehen.

Dem 30-Jährigen, der mit seinem Auto gezielt mehrere Fahrzeuge gerammt und dann drei Motorradfahrer schwer verletzt haben soll, wird unter anderem versuchter Mord in drei Fällen zur Last gelegt. Die Generalstaatsanwaltschaft strebt eine Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Verteidiger: «Es gab keinen Plan für eine Amokfahrt»

Einer der beiden Verteidiger erklärte zu Prozessbeginn am Donnerstag (15. April 2021), bei dem Mandanten habe keinerlei terroristische Absicht vorgelegen. «Es gab keinen Plan für eine Amokfahrt», so der Verteidiger. Es sei ein spontanes Handeln gewesen. Was geschah, tue dem 30-Jährigen leid. Der Iraker soll sich laut Generalstaatsanwaltschaft vor der Tat am 18. August 2020 entschlossen haben, aus «wahnhaft religiösen und islamistisch geprägten Motiven» zufällig ausgewählte Menschen zu töten. Der Beschuldigte habe mit seinem Auto auf der BAB 100 andere Verkehrsteilnehmer durch Kollisionen mit überhöhter Geschwindigkeit verletzen und töten wollen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 15. April 2021 14:06 Uhr

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