Bahnhof Gesundbrunnen: Mann rechtfertigt Messerangriff mit Notwehr

Bahnhof Gesundbrunnen: Mann rechtfertigt Messerangriff mit Notwehr

Nach einer Messerstecherei auf dem Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen, bei der ein Mann schwer verletzt wurde, hat sich ein 31-Jähriger vor dem Landgericht auf Notwehr berufen.

Ein Angeklagter

© dpa

Ein Angeklagter steht vor Gericht.

Er sei massiv attackiert und mit einem Messer bedroht worden, erklärte der 31-Jährige zu Prozessbeginn am Donnerstag. In dem Gerangel im August 2016 auf dem S-Bahnsteig habe er dem Gegner das Messer abnehmen können. Er habe aber nicht bemerkt, dass der damals 23-Jährige dabei verletzt wurde. Die Anklage lautet auf gefährliche Körperverletzung.

Täter behauptet, versehentlich mit Messer gestochen zu haben

Der 31-Jährige war mit einem Bekannten unterwegs, als es zu einem Streit mit einer Gruppe von drei Männern kam. Der Angeklagte soll zunächst versucht haben, dem damals stark angetrunkenen Geschädigten das Handy aus der Hosentasche zu stehlen. Ein Begleiter des jungen Mannes habe dem mutmaßlichen Dieb das Mobiltelefon entrissen, heißt es in der Anklage. Anschließend sei es zwischen den fünf Männern zu einer Auseinandersetzung gekommen. Der 31-Jährige habe schließlich «im Vorbeigehen» in die Leistengegend des 23-Jährigen gestochen.

Angeklagter bestreitet Diebstahl

Der Angeklagte erklärte, er habe den ihm fremden Mann nicht bestehlen wollen. «Er war betrunken, ich wollte ihm helfen.» Der 23-Jährige und dessen Begleiter aber hätten mit Fäusten und Flaschen angegriffen. «Alles, was ich machte, geschah aus Angst um mein Leben.» Der Prozess wird am 12. Februar fortgesetzt.
Das Blaulicht
© dpa

Kriminalität

Von Dieben, Brandstiftern & Co.: Aktuelle Polizeimeldungen und Nachrichten über Verbrechen und Prozesse in Berlin. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 1. Februar 2018 14:16 Uhr

Weitere Meldungen