Tänzerin und Staatsballett Berlin einigen sich auf Vergleich

Tänzerin und Staatsballett Berlin einigen sich auf Vergleich

Nach Rassismusvorwürfen und einem nicht verlängerten Vertrag haben sich eine Tänzerin und das Berliner Staatsballett vor dem Bezirks-Bühnenschiedsgericht Berlin auf einen Vergleich geeinigt.

Vor einem Gerichtsgebäude steht u.a. eine Statue der Justitia

© dpa

Eine entsprechende Mitteilung des Gerichts bestätigte der Anwalt der Tänzerin Chloé Lopes Gomes am 21. April 2021 in Berlin.
Danach wird der Vertrag der Tänzerin um ein Jahr verlängert, zudem erhält sie 16 000 Euro. Das Staatsballett hatte wegen der Rassismus-Vorwürfe bereits Konsequenzen angekündigt, jegliche Form von Diskriminierung und Rassismus seien in der Compagnie nicht tragbar.
Lopes Gomes hatte eine Rückkehr in die Compagnie gefordert. Sie habe sich wiederholt rassistische Kommentare der Trainingsleiterin anhören müssen, hatte sie dem Staatsballett vorgeworfen. So habe die Mitarbeiterin gesagt, das Staatsballett hätte sie nicht engagieren sollen, weil sie eine Schwarze sei. Eine Schwarze in einem «Corps de ballet» sei nicht ästhetisch, nicht homogen. Für eine «Schwanensee»-Vorstellung sei sie aufgefordert worden, sich weiß zu schminken.
In der vergangenen Spielzeit hatten die beiden Ko-Intendanten Sasha Waltz und Johannes Öhman das Staatsballett überraschend verlassen. Seitdem sei die Compagnie auf der Suche nach einer neuen Leitung. Dies sei auch eine Möglichkeit, das Staatsballett neu auszurichten und eine geschützte Atmosphäre in Ensemble, Produktion und Verwaltung zu schaffen, hatte das Staatsballett erklärt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 22. April 2021 08:17 Uhr

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