Schausteller demonstrieren gegen Corona-Einschränkungen

Schausteller demonstrieren gegen Corona-Einschränkungen

Mit einer Kundgebung und einem Fahrzeugkorso haben Schausteller aus ganz Deutschland in Berlin am Donnerstag (02. Juli 2020) für die Aufhebung von Corona-Beschränkungen demonstriert.

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    Teilnehmer an der Kundgebung des deutschen Schaustellerbundes stehen mit Plakaten am Brandenburger Tor. Auf Plakaten, Transparenten und mit Redebeiträgen protestierten sie gegen das Verbot der Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober.
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    Teilnehmer an der Kundgebung des deutschen Schaustellerbundes stehen mit Plakaten "1,50 M vor dem Abgrund" am Brandenburger Tor.
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    Fahnen deutscher Schausteller-Verbände sind bei der Kundgebung des deutschen Schaustellerbundes am Brandenburger Tor zu sehen.
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    Vertreter des Schaustellerverbandes Ostbayern e.V. nehmen mit ihrem Maskottchen an der Kundgebung des deutschen Schaustellerbundes am Brandenburger Tor teil.
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    Teilnehmer an der Kundgebung des deutschen Schaustellerbundes stehen mit einem Plakat "Circus Morelli - unser Leben" am Brandenburger Tor.
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    Teilnehmer an der Kundgebung des deutschen Schaustellerbundes stehen mit einem Plakat "Keine Volksfeste kein Überleben! Keine Zukunft!" am Brandenburger Tor.
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    Teilnehmer an der Kundgebung des deutschen Schaustellerbundes stehen mit Plakaten "Wir wollen unser Leben zurück"!!!" und "Jahrhundertealte Familienbetriebe steheen vor dem Aus" am Brandenburger Tor.
Vor dem Brandenburger Tor wurden rund 300 Wagen und 1200 Schausteller aus dem ganzen Bundesgebiet erwartet, wie der Deutsche Schaustellerbund mitteilte. Zur Kundgebung kamen laut Polizei 1600 Teilnehmer, die auch um die 1000 Fahrzeuge dabei hatten. Zuvor fuhren viele von ihnen in einem Korso durch die Innenstadt. Vor dem Wahrzeichen stellten Demonstranten Autoscooter-Fahrzeuge auf, an einem Kran schwebte die Gondel eines Riesenrades.

Schausteller beklagen Verbot von Großveranstaltungen

Das Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober komme faktisch einem Berufsausübungsverbot gleich, argumentieren die Schausteller. Wenn etwa Cafés, Biergärten und Restaurants wieder öffnen dürften, sollte auch das Kirmesgeschäft unter freiem Himmel und an frischer Luft wieder erlaubt sein. «Wenn unsere Kinder im Freibad gemeinsam im Planschbecken sitzen dürfen, muss es auch möglich sein, dass sie gemeinsam Karussell fahren können», erklärte Verbandspräsident Albert Ritter. «Wenn es wieder erlaubt ist, dicht gedrängt im Flugzeug nach Mallorca zu fliegen, muss es erst recht gestattet sein, im Autoscooter nebeneinander zu sitzen.»

Rund 5000 Familienunternehmen massiv in ihrer Existenz bedroht

Ihre letzten Einnahmen hätten sie auf den Herbstkirmessen oder Weihnachtsmärkten im Jahr 2019 erzielt. nun seien mehr als 5000 Familienunternehmen massiv in ihrer Existenz bedroht, erklärte der Verband.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 2. Juli 2020 16:47 Uhr

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