Neue Corona-Teststrategie mit Stichproben

Neue Corona-Teststrategie mit Stichproben

Der Senat hat am Dienstag, den 19. Mai 2020 eine Corona-Teststrategie mit einem Schwerpunkt auf Stichproben beschlossen. Flächendeckende Tests werde es nicht geben, sagte Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Corona-Test

© dpa

Eine Patientin mit Teströhrchen für einen Abstrichtest und einer Blutprobe.

Test-Stichproben solle es nach einem Konzept von Wissenschaftlern der Charité und Vivantes zum Beispiel in Schulen, Kitas, Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie bei Polizei und Feuerwehr geben. Medizinisches Personal in Kliniken solle dagegen als Ausnahme mindestens einmal in der Woche getestet werden. Arbeitsgruppen für die verschiedenen Lebensbereiche sollen in den nächsten 14 Tagen konkret ausarbeiten, wie dort punktuell getestet werden soll, erläuterte Müller.

Testen nach dem Zufallsprinzip

Pro Woche stehen für Berlin rund 58 200 Tests zur Verfügung. Im Moment werde nach den strengen medizinischen Vorgaben nur ein gutes Drittel genutzt, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). «Die Strategie ist nun, dass wir mehr Menschen ohne Symptome testen», sagte sie. Favorisiert werde dabei im Moment eher das Zufallsprinzip. Die Methode hänge aber auch von einer Rechtsverordnung ab, die der Bund vorbereite. Das gelte auch für die Frage der Finanzierung.

Berliner Corona-Ampel gibt grünes Licht

Im Moment steht die Berliner Corona-Ampel, die die Infektionslage auf Basis mehrerer Werte einschätzt, nach Angaben des Senats auf Grün: Die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen ein infizierter Mensch ansteckt, liegt bei 1,07. Die Neuinfektionsrate pro 100 000 Einwohner und Woche liegt bei 5,04. Der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen liegt bei 5,4 Prozent. Sollte die Ampel mit neuen Werten auf Gelb oder Rot springen, werde es weitere Lockerungen nicht so schnell geben wie angedacht, sagte Müller.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 19. Mai 2020 16:44 Uhr

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