Senat würde Ausnahmegenehmigung für Geisterspiele erteilen

Senat würde Ausnahmegenehmigung für Geisterspiele erteilen

Auch Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin dürfen auf ein mögliches Ende der Bundesliga-Zwangspause in der Corona-Krise hoffen. Sollte das deutsche Fußball-Oberhaus in den kommenden Wochen den Spielbetrieb wieder aufnehmen und die Saison mit Partien hinter verschlossenen Toren zu Ende bringen wollen, würde auch der Berliner Senat mitspielen - unter bestimmten Voraussetzungen.

Leere Reihen im Berliner Olympiastadion

© dpa

Blick in das leere Berliner Olympiastadion.

«Wir können uns Geisterspiele grundsätzlich vorstellen, wenn alle Hygiene- und Abstandsregelungen (für Stab, Betreuer, Technik etc. im Stadion) eingehalten werden», erklärte Martin Pallgen am Dienstag als Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres und Sport schriftlich der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. «Nach der jetzigen Rechtslage müssten beide Vereine bei uns eine Ausnahmegenehmigung für Spiele im Olympiastadion bzw. der Alten Försterei stellen. Diese würden wir dann positiv bescheiden», schrieb Pallgen weiter.
Union hatte der Stopp durch die Coronavirus-Pandemie vor dem ersten Heimspiel als Bundesligist gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München getroffen. Die Partie war für den 14. März geplant gewesen. Hertha hätte am selben Tag bei der TSG 1899 Hoffenheim antreten müssen, ehe eine Woche später am 21. März das Derby gestiegen wäre. Wie es nun konkret weitergehen, ist allerdings noch offen.
Die beiden Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU/Nordrhein-Westfalen) und Markus Söder (CSU/Bayern) hatten am Montag den 9. Mai als Datum für eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Bundesliga ins Gespräch gebracht. Am kommenden Donnerstag will die Deutsche Fußball Liga über das weitere Vorgehen entscheiden. Nach derzeitigem Stand ist der Spielbetrieb bis mindestens 30. April ausgesetzt.
Das Bundesinnenministerium ist allerdings strikt dagegen, jetzt schon einen Termin für die Wiederaufnahme von Bundesliga-Spielen zu nennen. Das geht aus einem Schreiben des parlamentarischen Staatssekretärs Stephan Mayer (CSU) an die Vorsitzende der Sportministerkonferenz, die Bremer Senatorin Anja Stahmann (Grüne), hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Hertha und auch Union wollten sich auf Anfrage zu einem möglichen Neustart an dem von Laschet und Söder ins Gespräch gebrachten Datum nicht äußern. «Wir möchten jedoch erst einmal die DFL Mitgliederversammlung am Donnerstag abwarten und uns erst dann äußern, wenn es auch wirklich Fakten gibt», erklärte Hertha-Sprecher Marcus Jung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 21. April 2020 13:47 Uhr

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