CDU fordert Stopp beim Abbau der Tempohomes

CDU fordert Stopp beim Abbau der Tempohomes

Die CDU hat den Berliner Senat aufgefordert, den begonnenen Abbau von Containerunterkünften für Flüchtlinge - sogenannten Tempohomes - zu überdenken. Zunächst müsse geklärt werden, wo Flüchtlinge künftig untergebracht werden und wie die nicht nutzbaren Container sinnvoll verwendet werden können, forderte die integrationspolitische Sprecherin der CDU, Cornelia Seibeld, am Donnerstag. Aus ihrer Sicht könnten Tempohomes etwa schutzbedürftigen Menschen oder Studenten zur Verfügung gestellt werden.

Für die Unterbringung von Flüchtlingen hatte der Senat seit 2016 an 17 Standorten Tempohomes aufgebaut, von denen 15 noch in Betrieb sind und knapp 3200 Flüchtlinge beherbergen. Da die Unterkünfte nur für drei Jahre zugelassen sind, sollen sie nun schrittweise wieder abgebaut werden.
Die Kosten dafür hatte die Senatsverwaltung für Integration jüngst auf rund 47 Millionen Euro beziffert. Aufbau und Ausbau zu Gemeinschaftsunterkünften hatten 91,2 Millionen Euro gekostet, so dass insgesamt rund 140 Millionen Euro für die Provisorien zu Buche schlagen.
Inzwischen setzt der Senat zur Unterbringung von geflüchteten Menschen auf modulare Unterkünfte (MUF). Diese sehen wie normale Mehrfamilienhäuser aus und umfassen Wohnungen, sind jahrzehntelang nutzbar und könnten auch Studenten oder Familien beherbergen. Gleichzeitig bringen Bezirke weiterhin minderjährige Flüchtlinge in Hostels und Pensionen unter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. November 2019 12:03 Uhr

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