Mehr als 12000 Kontrollen von Hafträumen im Gefängnis Tegel

Mehr als 12000 Kontrollen von Hafträumen im Gefängnis Tegel

Im Berliner Männer-Gefängnis Tegel sind im Vorjahr genau 12 047 Mal Hafträume kontrolliert worden.

Leuchten und Überwachungskamera vor Gefängnis

© dpa

Das ist ein deutlicher Anstieg - 2017 kontrollierten Justizbedienstete Räume in 10 075 Fällen, wie aus der Antwort der Justizverwaltung auf eine Anfrage der AfD hervorgeht. Bei den unregelmäßigen und nicht angekündigten Kontrollen wird nach verbotenen Handys, Drogen und Waffen gesucht.
Anfang Februar 2018 gelang einem Gefangenen ein spektakulärer Ausbruch aus Tegel. Er war in einen Lieferwagen geklettert und unbemerkt nach draußen gekommen. Bei der Ausfahrt-Kontrolle wurde der Ausbrecher nicht erfasst. Zuvor hatte er mit einer selbstgebastelten Attrappe aus Stoffresten und Toilettenpapier samt Mütze in seiner Zelle Anwesenheit vorgetäuscht. Später wurde er in Belgien gefasst.
Nach der Flucht wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Jetzt wird in der Haftanstalt mit rund 930 Plätzen auch mit hochsensibler Technik kontrolliert. Ein Herzschlagdetektor ist im Einsatz. Das 150 000 Euro teure Gerät erfasst laut Justizverwaltung in Sekundenschnelle menschliche Geräusche. Damit soll erkannt werden, wenn sich ein Gefangener herausschmuggelt. Laut Antwort solle ein zweites Gerät für eine weitere Ausfahrt angeschafft werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 20. Juni 2019 13:34 Uhr

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