Berliner verbrauchen weniger Strom

Berliner verbrauchen weniger Strom

Dank sparsamer Haushaltsgeräte und eines milden Winters ist der Stromverbrauch Berlins im vergangenen Jahr gesunken. Er ging im Vergleich zu 2013 um 3,5 Prozent zurück auf 13 433 Gigawattstunden, wie die Vattenfall-Tochtergesellschaft Stromnetz Berlin am Mittwoch mitteilte.

Wechselstromzähler in einem Stromkasten

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Insgesamt ist der Stromverbrauch in Berlin gesunken. Foto: Arno Burgi/Archiv

Damit habe sich ein Trend der vergangenen fünf bis sechs Jahre fortgesetzt, der auch in anderen Großstädten wie München oder Hamburg zu beobachten sei. «Die Größenordnung des Rückgangs hat uns jedoch überrascht», sagte der Geschäftsführer Helmar Rendez in Berlin. Die Berliner Privathaushalte verbrauchten im vergangenen Jahr im Durchschnitt etwa 2200 Kilowattstunden, 100 weniger als im Jahr zuvor.
Der Netzbetreiber beginnt in diesem Jahr damit, das große Umspannwerk in Berlin-Charlottenburg zu modernisieren. Das Projekt für den «größten Netzumbau seit 130 Jahren» werde 72 Millionen Euro kosten und bis Ende 2019 dauern, sagte Rendez. Dabei werden auf einer Länge von 15 Kilometern 20 neue Versorgungskabel gelegt.
In diesem Jahr sollen im Westteil Berlins die letzten Hochspannungsmasten fallen, kündigte der Stromnetz-Chef an. Das werte das Stadtbild auf. Der Ersatz sei aber auch nötig, weil durch die neuen Erdkabel mehr Strom fließen könne. Derzeit gebe es, vor allem im Osten der Stadt, noch 8200 Holzmasten für Freileitungen. 1600 davon würden in diesem Jahr abgebaut. In 15 Jahren werde ganz Berlin keine Freileitung mehr haben, alle Stromkabel würden dann unter der Erde liegen, sagte Rendez.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 28. Januar 2015 15:23 Uhr

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