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Equal Pay Day am 18. März 2019

Logo Equal Pay Day
Bild: BPW Germany e.V.
Pressemitteilung vom 18.03.2019

Wiederholung!!!! Am 18. März 2019 ist Equal Pay Day, genauso wie am 18. März 2018

Wiederholungen können ganz nützlich sein, aber im Falle von Ungerechtigkeiten nicht!
Ganz besonders nicht bei dem Prinzip der Lohngerechtigkeit. In Deutschland beträgt die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern weiterhin 21 Prozent und ist ein Indiz dafür, dass das Geschlecht im Berufsleben im 21. Jahrhundert immer noch eine Rolle spielt. Das Lebenseinkommen und die Renteneinkünfte von Frauen liegen weit unter denen der Männer.
Deshalb fordern die Frauen in Deutschland am 18. März 2019 mit dem Motto „Wertsache Arbeit“ weiterhin gleichen Lohn für gleiche Arbeit ein.

Der EPD markiert symbolisch den Tag, bis zu welchen Frauen umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

Der sogenannte Gender Pay Gap ist auf vielfältige und sich gegenseitig bedingende Ursachen zurückzuführen. Frauen und Männer unterscheiden sich in ihren Erwerbsbiografien und der Wahl von Berufsfeldern. Dies führt häufig zu unterschiedlichen Karriereverläufen und Verdienstunterschieden.
Ein kurzer Faktencheck:
„Frauen arbeiten mehr als 45 Stunden pro Woche – 64 Minuten länger als Männer. Dennoch bringen Männer mehr Geld nach Hause. Während sie 25 Stunden bezahlt bekommen, sind es bei Frauen nur 16 Stunden. Den weitaus größten Teil ihrer Arbeitszeit, nämlich 29 Stunden, wenden Frauen für unentgeltliche Tätigkeiten auf. Während bei Männern die Erwerbsarbeit überwiegt (57%), ist es bei Frauen die unbezahlte Arbeit (65%). Männer erhalten somit erheblich mehr Entlohnung für die Summe der geleisteten Arbeit als Frauen, die nur jede dritte Arbeitsstunde bezahlt bekommen.“ (Quelle: Initiative Klischeefrei, Klischeefrei –Faktenblatt Arbeitsteilung)

Die Lohnungerechtigkeit zu beklagen ist das eine, diese abzubauen das andere. Die Lohnungerechtigkeit gegenüber Frauen muss gemeinsam beseitigt werden. Eine konstruktive Kommunikation schafft zuallererst Einsicht und Akzeptanz. Es handelt sich nicht um eine Verschwörung der Frauen gegen die Männer, wenn die Lohnungerechtigkeit beklagt wird. Parteien und Gewerkschaften haben ebenfalls erkannt, dass Ungerechtigkeiten bei Entlohnung und Arbeit allen schadet – Frauen wie Männer.

In ganz Deutschland wird am 18. März mit öffentlichen Aktionen die Lohnlücke sichtbar gemacht. Zum Beispiel in Dresden mit einem Kinoabend, in Frankfurt mit einer Straßenaktion mit fliegender roter Tasche und Talks, in Regensburg mit einer Equal Pay Day Lounge oder in München mit einer Straßenaktion mit Geldbeutelwaschen auf dem Marienplatz.

In Berlin findet am 18. März 2019 von 10:00 bis 11:45 Uhr am Pariser Platz eine Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes, des Sozialverbandes Deutschland e.V und des Deutschen Frauenrates statt. Als Impulsrednerin wird die Bundesfrauenministerin, Dr. Franziska Giffey erwartet und im Anschluss werden Vertreterinnen und Vertreter der Bundestagsfraktionen über die bestehende Lohnungerechtigkeit und deren Abbau diskutieren.