Chronik Zehlendorf

Archäologische Funde aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit
ca. 1170-1220 Existenz von “Ur-Zehlendorf” auf dem Gebiet des heutigen Museumsdorfes Düppel, danach Umsiedlung in den heutigen Ortskern
1242 Erste urkundliche Erwähnung Cedelendorps, als das Dorf an das Kloster Lehnin verkauft wird.
1275 Erste urkundliche Erwähnung Dahlems
1299 Erste urkundliche Erwähnung Stolpes (seit 1898: Wannsee)
1542 Mit der Durchführung der Reformation geht Zehlendorf in brandenburgisch- kurfürstliche Verwaltung über.
1730 Friedrich Wilhelm I. lässt den Königsweg als Schnellweg nach Potsdam anlegen.
1792 Friedrich Wilhelm II. lässt die Straße von Berlin nach Potsdam zur ersten Chaussee in Preußen ausbauen.
1838 Die erste preußische Eisenbahnstrecke wird von Potsdam über Zehlendorf nach Berlin eröffnet.
1872 Die erste preußische Eisenbahnstrecke wird von Potsdam über Zehlendorf nach Berlin eröffnet.
1874 Die Wannseebahn von Zehlendorf über Schlachtensee und Wannsee nach Kohlhasenbrück wird eröffnet.
1878-1879 Bau der Stadtbahn durch den Grunewald
1898 Wannsee wird selbstständige preußische Landgemeinde
1901 Aufteilung der Domäne Dahlem, um dort einen “vornehmen Villenort” und ein “deutsches Oxford” mit zahlreichen wissenschaftlichen Einrichtungen entstehen zu lassen. Die Villen-Colonie Nikolassee wird gegründet und 1910 zu einer selbstständigen preußischen Landgemeinde.
1902 Der Doppelbahnhof Nikolassee wird am Kreuzungspunkt von Stadt- und Wannseebahn eingeweiht.
1904 Der Bahnhof Beerenstraße (heute Mexikoplatz) wird in Betrieb genommen.
1913 Bau der Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße (AVUS) durch den Grunewald. Die U-Bahnstrecke Wittenbergplatz bis Thielplatz wird eröffnet und 1929 bis Krumme Lanke verlängert.
1920 Die Landgemeinden Zehlendorf, Nikolassee, Wannsee und die Gutsbezirke Dahlem, Klein-Glienicke, Pfaueninsel und Potsdamer Forst (nördlicher Teil) bilden den neuen Verwaltungsbezirk “Zehlendorf” der neuen Stadtgemeinde Berlin.
1926-1932 Bau der Onkel-Tom-Siedlung.
1942 Im “Haus der Wannseekonferenz” wird die Ermordung von Millionen europäischer Juden vorbereitet.
1948 Gründung der Freien Universität (FU)
1961 Im Juli findet in Dahlem das erste Deutsch-Amerikanische Volksfest statt. Die 29,9 km lange Grenze zum Landkreis Potsdam wird mit dem Mauerbau unüberwindbar.
1972 Die Verbindungsstraße zur Exklave Steinstücken wird freigegeben.
1976 Das Völkerkundemuseum in Dahlem wird eröffnet.
1989 Nach dem Fall der Mauer am 9. November wird zunächst der Grenzübergang Glienicker Brücke geöffnet. In den nächsten Monaten folgen: Machnower Straße, Benschallee und Knesebeckbrücke.
1992 Zehlendorf feiert seinen 750. Geburtstag.
1994 Mit dem Abzug der Alliierten aus Berlin verlassen auch viele Amerikaner den Bezirk.
1998 Eröffnung der American Academy in Wannsee, des Alliierten Museums sowie des Japanisch-Deutschen Zentrums in Dahlem und des Forums Zehlendorf als neues Geschäftszentrum im Ortskern.
01.01.2001 Die Bezirke Zehlendorf und Steglitz fusionieren zu einem neuen Großbezirk: Steglitz-Zehlendorf (knapp 300.000 Einwohner)