Saisonale Influenza - akute Virusgrippe

Einer Frau wird eine Spritze in den Arm verabreicht
Bild: Adam Gregor / Fotolia.com

Februar 2015

Die saisonale Influenza ist eine akute, weltweit verbreitete Erkrankung, die durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen wird. Besonders in den Wintermonaten kann es zu einer epidemieartigen Ausbreitung kommen.

In Deutschland gab es in der Influenza-Saison 2013/2014 geschätzte 780.000 erkrankte Menschen.

Die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor einer Influenza ist nach wie vor eine Schutzimpfung. Die Impfung gegen die saisonale Influenza sollte bereits im Herbst (Oktober und November) erfolgen. Bereits 10-14 Tage nach einer Impfung sind ca. 90% aller gesunden geimpften Erwachsenen vor einer Infektion geschützt. Sollte es trotz einer Impfung zu einer Erkrankung kommen, verläuft diese meist wesentlich milder. Bei der saisonalen Grippeschutzimpfung handelt es sich um Tot-Impfstoffe, die selbst keine Infektion hervorrufen können und jedes Jahr an die aktuelle epidemiologische Situation angepasst werden.

Um möglichst schnell auf die neuen ‘um die Welt gehenden’ Varianten reagieren zu können, sammelt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das ganze Jahr über die Daten zu den Grippevirusvarianten und empfiehlt dann die Zusammensetzung des Influenza-Impfstoffes für die folgende Grippesaison.

Für die Saison 2014/2015 wurden die Impfstoffe trivalent entsprechend der WHO-Empfehlung mit einer Komponente gegen die ehemals Neue Influenza A (H1N1) sowie gegen Influenza A (H3N2) und einer Influenza-B-Komponente produziert und entsprechen in der Zusammensetzung unverändert den Impfstoffen der Vorsaison. Eine erneute Impfung ist trotzdem empfehlenswert, da die Schutzwirkung vermutlich nur eine Saison anhält.

In dieser Saison steht für Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis einschließlich 17 Jahren ein abgeschwächter Lebendimpfstoff zur Verfügung, der als Nasenspray verabreicht wird.

Für Menschen über 65 Jahre gibt es Impfstoffe mit Wirkverstärker.

Wie bereits im vergangenen Jahr können sich auch Menschen mit einer Hühnereiweißallergie gegen Grippe impfen lassen. Für sie steht ein Impfstoff zur Verfügung, der in Zellkulturen und nicht in Bruteiern hergestellt wurde.

Wer sollte sich impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt die Grippeschutzimpfung folgenden Personen:

  • Alle Personen über 60 Jahre
  • Alle Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel (d.h. ab 4. Schwangerschaftsmonat)
  • Schwangeren bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (s. nächster Punkt) im 1. Schwangerschaftsdrittel
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens wie z.B. chronischer Krankheiten der Atmungsorgane (inklusive Asthma und COPD), chronischer Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und anderer Stoffwechselkrankheiten, chronischer neurologischer Krankheiten, z.B. Multipler Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben, Personen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion, HIV-Infektion
  • Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen
  • Personen mit erhöhter Gefährdung: z.B. medizinisches Personal, Personen an Arbeitsplätzen mit umfangreichem Publikumsverkehr
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können
  • Personen mit erhöhter Gefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln (Die saisonale Grippeschutzimpfung schützt nicht vor Vogelgrippevirusinfektion, kann jedoch eine problematische Doppelinfektion verhindern.)

Weitere Informationen zur Impfung finden Sie hier:

Inkubationszeit - Ansteckungsfähigkeit - Symptomatik

Influenzaviren treten meist im Winterhalbjahr auf. Die Inkubationszeit beträgt ca. 1 bis 2 Tage. Die Ansteckungsfähigkeit beginnt kurz vor dem Auftreten der klinischen Symptome und dauert ca. 3 bis 7 Tage. Die Symptomatik zeichnet sich durch plötzlichen Krankheitsbeginn mit Fieber (≥ 38,5 Grad Celsius), trockenem Reizhusten, Halsschmerzen, Muskel-, Glieder-, Rücken- oder Kopfschmerzen aus. Weitere Symptome können Schwäche, Schweißausbrüche, Schnupfen, Übelkeit/Erbrechen und Durchfall sein. Die Erkrankung verläuft sehr unterschiedlich: möglich sind leichte bis tödliche Krankheitsverläufe, bei etwa einem Drittel der Infizierten ist der Verlauf asymptomatisch.

Welche allgemeinen Hygieneregeln sollten beachtet werden:

Sieben HYGIENETIPPS für Ihre Gesundheitsvorsorge:

  • Hände waschen
  • Hygienisch husten (d.h. in die Armbeuge husten)
  • Zuhause bleiben
  • Krankheit erkennen
  • Gesund werden
  • Familienmitglieder schützen
  • Regelmäßig lüften

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