studio im HOCHHAUS

Logo Studio im Hochhaus Lichtenberg

Mit den Ausstellungen des Studios im Hochhaus wird ein künstlerischer Blick auf die Utopie und auf das heutige Leben in einer Großsiedlung geworfen. Das Haus ist ein Ort der Begegnung – mit der Kunst, mit Künstlern und Kunstbegeisterten.

Freie Kunst | Architektur | Video | Filmreihe | Veranstaltungen

Aktuelle Ausstellungen

Freie Kunst: Timm Ulrichs

Bildvergrößerung: Arbeiten von Timm Ulrichs
Bild: Timm Ulrichs

27.08. bis 09.11.2016

Vernissage: Freitag, 26.08.2016, 19 Uhr

Timm Ulrichs, der Wegbereiter der Konzeptkunst in Deutschland, zeigt beispielhafte Werke aus über 50 jähriger Schaffenszeit. „Selbst wenn er sich lange vor der Tätowierungsfuror junger Künstler eine Zielscheibe auf die Brust tätowieren lässt oder die Worte „The End“ aufs rechte Augenlid, setzt er stellvertretend ins Bild, was uns alle betrifft. Unser Leben ist fragil und endlich wie das seine, auch wenn es nicht auf unserer Brust und unseren Lidern steht. So gilt: Was immer der Künstler als Selbstrepräsentation realisiert, es geht uns wie ihn an. Stets gelten seine Kunstaktionen und Ich-Manifestationen der Beschreibung der condition humaine im allgemeinen. Das heißt: Bescheidener als Timm Ulrichs hat sich kein Künstler je dem Genre des Selbstporträts und der Selbstdarstellung verschrieben.“ (Michael Stoeber über Timm Ulrichs)
Timm Ulrichs wurde 1940 in Berlin geboren, studierte Architektur, brach das Studium ab und gründete 1961 eine “Werbezentrale für Totalkunst & Banalismus” mit “Zimmer-Galerie & Zimmer-Theater”. Er erklärte sich zum „ersten lebenden Kunstwerk“ und organisierte 1966 eine öffentliche „Selbstausstellung“ in Frankfurt am Main. Ulrichs war von 1972 bis 2005 Professor für Bildhauerei und Totalkunst am Institut für Kunsterzieher Münster (seit 1987 Staatliche Kunstakademie Münster). 1977 war er Teilnehmer der Documenta 6 in Kassel.

Architektur

Bildvergrößerung: Der Raum für Architektur widmet sich dem Leben auf kleinem Raum und der Rolle der Gemeinschaftsnutzung in der neuen japanischen Architektur. Als Beispiele werden unter Anderem das Yokohama apartement (von Osama Nishida) und SHARE yaraicho (von Satoko Shinohara und Ayano Uchimura) vorgestellt.
Bild: Studio im Hochhaus

31.05. bis 09.09.2016

Leben auf kleinem Raum

Die Rolle der Gemeinschaftsnutzung in der neuen japanischen Architektur

Der Raum für Architektur widmet sich dem Leben auf kleinem Raum und der Rolle der Gemeinschaftsnutzung in der neuen japanischen Architektur. Als Beispiele werden unter Anderem das Yokohama apartement (von Osama Nishida) und SHARE yaraicho (von Satoko Shinohara und Ayano Uchimura) vorgestellt.

Video

In der Gegenwartskunst gibt es ein breites Spektrum an Videoarbeiten, von dokumentarisch bis experimentell. Das medium Video erlaubt es, tiefer in den Kosmos der bildenden Kunst einzudringen, das es sich um immaterielle Werke handelt, die kopiert, bewegt und gelöscht werden können. so ist es möglich, Videos von Künstlern zu zeigen, deren Werke aufgrund der Transport- und Versicherungskosten nicht ausstellbar wären. Auch der internationale Austausch wird so grenzenlos.
Das Studio im Hochhaus nutzt einen Raum für die Präsentation von Videos. Den Anfang machte eine Zusammenstellung von Künstlervideos, die von 2002 bis 2007 in der Berliner Gropiusstadt im Rahmen des Pilotprojektes Gropiusstadt (Wolfgang Aichner, Martin Brand, Andreas Bunte, Nicoline van Harskamp, Rolf Kirsch, Daniel Silver, ststs, Albert Weis u.a.) entstanden sind.
Video im März/April: Roman Pfeffer “Braintwister” (2015)
Video im Mai/Juni/Juli: Sonya Schönberger, Berlin, 2015
Video im August: Timm Ulrichs

Filmreihe "Wie wurde was ist?"

Sowjetisches und post-sowjetisches Kino

Großsiedlungen, die 90er Jahre und Animation

Filmprogramm und Vorträge | kuratiert von Nele Saß | 17 Uhr Vorprogramm mit russischen Animationsfilmen (vom Krokodil Gena bis zum Igel) | 19 Uhr Hauptprogramm | Eintritt frei

Donnerstag, 14. Juli: Platte konkret / Perestroika-Kino
„Superjednostka“/„Superunit“ (Regie/Buch: Teresa Czepiec, 20 min, Polen 2014) OmE
„Assa“ (Regie: Sergej Solovev, 153min, UdSSR 1988) OmE

Donnerstag, 28. Juli: Platte im sowjetischen Kino
„Posleslovie“/„Das Nachwort“ (Regie: Marlen Chuciev, 98 min, UdSSR 1983) OmU
„Ironija sudby ili s ljogkim parom!“/„Die Ironie des Schicksals oder Genieße das Bad!“ (Regie: Eldar Rjazanov, 184 min, UdSSR 1975) OmU

Donnerstag, 11. August: Platte heute
„Durak“/„The Fool“ (Regie: Jurij Bykov, 116 min, Russland 2014) OmE

Donnerstag, 25. August: Platte im Perestroika-Kino
„Taxi-Blues“ (Regie: Pavel Lungin, 110 Minuten, F/UdSSR 1990) OmU
„Liebe Elena Sergeevna“ (Regie: Eldar Rjazanov, 89 Minuten, UdSSR 1988) D

Freitag, 16. September: Die 90’er Jahre
KGB-Kunstherbst und Lange Nacht der Bilder (18 bis 24 Uhr)
Aus der Praxis, für die Praxis: „V druzhbe uznaj drug druga!“/„In Freundschaft erkennet einander“ (Regie: Christiane Büchner, 72 min, Deutschland 1996) OmU Gespräch mit Christiane Büchner
„Den’ polnolunija“/„Tage des Vollmonds“ (Regie: Karen Schachnazarov, 90 min, Russland 1998) OmE
„Ameriga“ (Regie: Igor und Gleb Alejnikov, 55 min, Russland 1997) OmE
„Dzenboksing“ (Regie: Gleb Alejnikov, Aleksandr Dulerajn, 56 min, Russland 1998) OF
„Zeljonij zlonik“/„The Green Elephant“ (Regie: Svetlana Baskova, 140 min, Russland 1999) OmE

Donnerstag, 22. September: Die Chrushchovka
Neubausiedlungen und Wohnungspolitik unter Nikita Chrushchov und darüber hinaus
„Cheryomushki“ (Regie: Gerbert Rappaport, 81 min, UdSSR 1962) OmE

OmU = Original mit deutschen Untertiteln; OmE = Original mit englischen Untertiteln

Veranstaltungen

Kunstwoche der kommunalen Galerien Berlin

  • Sonntag, 11.09.2016
    15 Uhr

    Artist Walk
    Der Spaziergang von isss Research& architecture macht die Diversität und die Stadtrealitäten Hohenschönhausens mit Hilfe von Hörspielen auf spielerische Weise erlebbar.
    Treffpunkt: am Studio im HOCHHAUS

  • Sonntag, 18.09.2016
    15 Uhr

    Artist Walk
    Wie klingt Hohenschönhausen?” Die Teilnehmer spazieren mit den Klangkünstlern Kyan Bayani und Martin Lutz durch die Klanglandschaften des Bezirks.
    Treffpunkt: am Studio im HOCHHAUS

Geschichte des Studios

  • 1990

    Gründung des – studio im hochhaus -, kunst- und literaturwerkstatt.
    Besonderen Stellenwert hatte die Zusammenarbeit zwischen jungen internationalen Künstlerinnen und Künstlern, KulturarbeiternInnen und dem an den damaligen gesellschaftlichen Prozessen interessierten Publikum aus dem Bezirk und weit darüber hinaus.

  • ab 1991

    Ausstellungsprojekte mit national und international namhaften Künstlerinnen und Künstlern aus Lateinamerika, Afrika, Asien, Europas und Osteuropas, aber auch mit jungen noch nicht etablierten Künstlern dieser Kulturregionen entstanden zu unterschiedlichen Themen der Gegenwartskunst, vor allem in den Bereichen Malerei, Grafik, Zeichnungen, Plastik, aber auch Fotografie, Fotoobjekte und Installationen.
    Veranstaltungsreihen zu gesellschaftlich relevanten Themen mit Persönlichkeiten aus Kunst, Wissenschaft und Politik.

  • ab 1993

    Zeitgenössische experimentelle Projekte, unter anderem zur visuellen und experimentellen Poesie.
    Experimentelle und internationale Literaturreihen
    Die Edition – interWall – entstand.

Fakten

Die Galerie verfügt über eine Ausstellungs-, Veranstaltungsfläche von etwa 150 Quadratmetern. Insgesamt ermöglichen zwei Ausstellungsräume mit zirka 50 Quadratmetern, ein Raum mit etwa 15 Quadratmetern und zwei kleine Räume mit zirka 10 Quadratmetern eine variable Ausstellungskonzeption/ Veranstaltungskonzeption. Im großen Veranstaltungsraum können für etwa 60 Personen Sitzplätze (außer Stehplätze) gestellt werden. Der Eingang zur Einrichtung befindet sich zu ebener Erde und ermöglicht einen behindertengerechten Zugang. (WC – ist nicht behindertengerecht). Ein Parkplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe.
Besucher im Schnitt pro Jahr: 4000
Veranstaltungen im Schnitt pro Jahr: 50