studio im HOCHHAUS

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Mit den Ausstellungen des Studios im Hochhaus wird ein künstlerischer Blick auf die Utopie und auf das heutige Leben in einer Großsiedlung geworfen. Das Haus ist ein Ort der Begegnung – mit der Kunst, mit Künstlern und Kunstbegeisterten.

Freie Kunst | Architektur | Video | Filmreihe | Veranstaltungen

Aktuelle Ausstellung

Construction Time Again

Skulpturen von Kai Richter und Tommy Støckel
31.01. bis 05.04.2016

Die Arbeiten entstehen extra für den Ort im Neubaugebiet Hohenschönhausen und werden direkt vor Ort installiert.

  • Vernissage am Dienstag, 31. Januar 2017, 19 Uhr mit Tommy Støckel und Kai Richter
Bildvergrößerung: Follow the Law of Gravity, Arbeit von Kai Richter, 2008
Bild: Kai Richter

Kai Richter …“gestaltet wie ein Architekt oder besser wie ein Bauingenieur… Richter greift das konstruktive Bauen auf, … in kompositorischer Hinsicht beinahe der impulsiven Malerei des Abstrakten Expressionismus und partiell sogar der des rayonnistischen Kubofuturismus nahe. Es ist gleichsam so, als wolle Richter durch seine gestalterische Beherrschung des Spontanen die Schönheit des Konstruktiven bewusster machen.” (Gerhard Kolberg)
Kai Richter, geboren 1969 in München, studierte Freie Kunst an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf. Seine ortspezifischen Skulpturen wurden in zahlreichen Museen und Galerien gezeigt. Richter lebt in Düsseldorf.

Bildvergrößerung: Ten Transports that Shaped the Work, Arbeit von Tommy Stöckel
Bild: Tommy Støckel

Tommy Støckel entwickelt Skulpturen in gegebenen Ausstellungsräumen und -situationen. Seine künstlerischen Strategien manifestieren sich dabei nicht nur als Skulptur, sondern sogar als Modell, als Fotografie und in digitaler Form.
Tommy Støckel, 1972 in Kopenhagen geboren, studierte an der Königlichen Dänischen Kunstakademie. Er lebt und arbeitet in Berlin. Einzelausstellungen waren u. a. im Frankfurter Kunstverein, in Bristol, Amsterdam und in der Kunsthalle São Paulo zu sehen. 2016 nahm er an der Gwangju Biennale in Südkorea teil. Sein Buch STUDIO FONT erschien bei infinite greyscale Verlag.

Video

In der Gegenwartskunst gibt es ein breites Spektrum an Videoarbeiten, von dokumentarisch bis experimentell. Das Medium Video erlaubt es, tiefer in den Kosmos der bildenden Kunst einzudringen, da es sich um immaterielle Werke handelt, die kopiert, bewegt und gelöscht werden können. So ist es möglich, Videos von Künstlern zu zeigen, deren Werke aufgrund der Transport- und Versicherungskosten nicht ausstellbar wären. Auch der internationale Austausch wird so grenzenlos.
Das Studio im Hochhaus nutzt einen Raum für die Präsentation von Videos.

Der Raum für Architektur widmet sich zeitgleich zur Ausstellung “Wohnen II” einer Münchner Initiative die im Stadtzentrum eine Flüchtlingsunterkunft mit Beratungs-, Freizeit- und Kulturaktivitäten plant und als Sozialgenossenschaft durchführt.
Es werden Videos von Frederik Foert und Lätitia Norkeit gezeigt.

Exploring Hohenschönhausen

Bildvergrößerung: Exploring Hohenschönhausen - Karte zur Erkundung des Stadtteils
Bild: ISSSresearch&architecture

Wir erleben Stadt jeden Tag in unserem Alltag. Wir nutzen bekannte Wege und so bleibt uns Vieles verborgen, weil wir eine vermeintlich bekannte Umgebung immer schneller durchschreiten als eine unbekannte. In der Stadt als soziokulturell produziertem Raum überlagern sich jedoch viele solcher Alltagsrealitäten miteinander und mit Schichten aus Geschichte, Bedeutungen und Räumen.
Wenn die Realität heute oft auf objektive Begebenheiten abstrahiert wird, versuchen wir sie mit subjektiven Narrativen, mit Erzählungen zu ergänzen. Persönliche Geschichten von Bewohner*innen und deren Erinnerungen sind ebenso Teil des kollektiven Wissens über Stadt wie flüchtige Eindrücke Einzelner.

Das Projekt Exploring Hohenschönhausen macht für die Besucher*innen des Studios im Hochhaus das kollektive Gedächtnis und Wissen um den Stadtteil Hohenschönhausen spielerisch und explorativ zugänglich. Mit einer Karte ausgestattet kann man den Stadtteil selbst erkunden und sich dabei von Geschichten und Erzählungen von Bewohner*innen begleiten und führen lassen. Die Hörspiele kann man im Studio im Hochhaus ausleihen, um sich auf den Weg der eigenen Erkundung zu machen. Diese sind auch kostenlos im Internet zu finden.

Das Studio im Hochhaus wird so zu einem Netzwerkknoten in der Stadt und zur Plattform des Austausches rund um die eigenen Erfahrungen. Die Hörspiele bilden den Rahmen, in dem jeder Einzelne zum Akteur seiner eigenen Tour wird. Gemäß der eigenen Geschwindigkeit und ohne feste Route kann das Hörspiel jederzeit gestoppt und an beliebiger Stelle weiter gestartet werden.

Ein Projekt von ISSSresearch&architecture, in Kooperation mit dem Studio im HOCHHAUS, gefördert durch den Bezirkskulturfonds Lichtenberg

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Ausstellungen 2017

  • 01.02. – 05.04.2017

    Kai Richter, Tommy Støckel
    Vernissage am 31. Januar, um 19 Uhr

  • 12.04. – 07.06.2017

    Sonja Alhäuser, Kati Heike Barath
    Vernissage: 11. April, 19 Uhr

  • 14.06. – 23.08.2017

    Bankleer, Dellbrügge & de Moll
    Vernissage: 13. Juni, 19 Uhr

  • 30.08. – 01.11.2017

    Thorsten Goldberg, Martin Kaltwasser
    Vernissage: 29. August, 19 Uhr

  • 08.11. – 09.01.2018

    Seraphina Lenz, Sonya Schönberger
    Vernissage: 7. November, 19 Uhr
    bis 9. Januar 2018

Geschichte des Studios

  • 1990

    Gründung des – studio im hochhaus -, kunst- und literaturwerkstatt.
    Besonderen Stellenwert hatte die Zusammenarbeit zwischen jungen internationalen Künstlerinnen und Künstlern, KulturarbeiternInnen und dem an den damaligen gesellschaftlichen Prozessen interessierten Publikum aus dem Bezirk und weit darüber hinaus.

  • ab 1991

    Ausstellungsprojekte mit national und international namhaften Künstlerinnen und Künstlern aus Lateinamerika, Afrika, Asien, Europas und Osteuropas, aber auch mit jungen noch nicht etablierten Künstlern dieser Kulturregionen entstanden zu unterschiedlichen Themen der Gegenwartskunst, vor allem in den Bereichen Malerei, Grafik, Zeichnungen, Plastik, aber auch Fotografie, Fotoobjekte und Installationen.
    Veranstaltungsreihen zu gesellschaftlich relevanten Themen mit Persönlichkeiten aus Kunst, Wissenschaft und Politik.

  • ab 1993

    Zeitgenössische experimentelle Projekte, unter anderem zur visuellen und experimentellen Poesie.
    Experimentelle und internationale Literaturreihen
    Die Edition – interWall – entstand.

Fakten

Die Galerie verfügt über eine Ausstellungs-, Veranstaltungsfläche von etwa 150 Quadratmetern. Insgesamt ermöglichen zwei Ausstellungsräume mit zirka 50 Quadratmetern, ein Raum mit etwa 15 Quadratmetern und zwei kleine Räume mit zirka 10 Quadratmetern eine variable Ausstellungskonzeption/ Veranstaltungskonzeption. Im großen Veranstaltungsraum können für etwa 60 Personen Sitzplätze (außer Stehplätze) gestellt werden. Der Eingang zur Einrichtung befindet sich zu ebener Erde und ermöglicht einen behindertengerechten Zugang. (WC – ist nicht behindertengerecht). Ein Parkplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe.
Besucher im Schnitt pro Jahr: 4000
Veranstaltungen im Schnitt pro Jahr: 50