Wichtige Informationen zur Aktuellen Situation: COVID-19 (Coronavirus)

Sehr geehrte Bürger:innen, der Pandemiestab des Bezirksamtes Lichtenberg diskutiert regelmäßig in seinen Sitzungen über die Maßnahmen zur Eindämmung des COVID-19 (Coronavirus). Im Ergebnis gelten vorerst folgende Regelungen:
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Land Berlin | Impf-Informationen des Berliner Senats

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Museum Lichtenberg im Stadthaus

Museum Lichtenberg im Stadthaus Türrschmidtstraße 24 • 10317 Berlin • Telefon 030 57797388 11
Bild: Peter Thieme

Im historischen Stadthaus in der Victoriastadt mit seiner verklinkerten und verglasten Fassade hat das Museum Lichtenberg einen modernen Standort für seine Dauerausstellung, für thematische Sonderausstellungen und Geschichtsprojekte. Zentrale Themen sind die gesellschaftspolitischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts sowie die neuere Zeitgeschichte. Im Rahmen der Ausstellungen werden Vorträge, Stadtrundgänge, Filmaufführungen und museumspädagogische Veranstaltungen angeboten. Das Museum verfügt über ein umfangreiches Archiv und eine Präsenzbibliothek.

Dauerausstellung | Publikationen | Erinnerungskultur / Projekte | Geschichte | Förderkreis | Links

Aktuell

Aufgrund des Senatsbeschlusses vom 04.03.2021 bleiben die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus bis auf Weiteres bestehen. Entsprechend gelten folgende Maßnahmen:

Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg*
An der Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg finden derzeit keine Lehrangebote in Präsenz statt. Daher bietet die Musikschule alternative Lern- und Unterrichtsangebote. So kann der Musikschulunterricht auch online und per Video fortgesetzt werden.

Margarete-Steffin-Volkshochschule Berlin-Lichtenberg
An der Volkshochschule finden derzeit keine Lehrangebote in Präsenz statt. Die online-Kurse sind über die Lernplattform vhs.cloud mit vielen Angeboten weiterhin zugänglich.

Die in den Einrichtungen geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen sind unbedingt einzuhalten. Die Regelungen finden Sie in den Einrichtungen jeweils ausgehängt.

Stadtbibliothek Lichtenberg
Die vier Standorte der Stadtbibliothek Lichtenberg sind für den Leihbetrieb geöffnet. Es gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske. Informationen zu Öffnungszeiten, der telefonischen Erreichbarkeit und den Digitalen Angeboten finden Sie auf der Webseite der Stadtbibliothek.

Kunst- Kultur
Folgende kommunale Kultureinrichtungen bleiben für den Publikumsverkehr geschlossen:
Museum Lichtenberg im Stadthaus
Mies van der Rohe Haus
Kulturhaus Karlshorst
Studio im Hochhaus
rk- Galerie für zeitgenössische Kunst
Galerie 100
Keramikatelier

Sonderausstellungen zum Jubiläum 100 Jahre Groß-Berlin

Oskar Ziethen
Bild: Museum Lichtenberg

Die Schaffung von Groß-Berlin am 1. Oktober 1920 ist eines der bedeutsamsten Ereignisse in der Geschichte der Stadt. Mit zwei Sonderausstellungen erinnert das Museum Lichtenberg im Jubiläumsjahr an dieses Ereignis, das die politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt bis in die Gegenwart prägt. Die beiden Ausstellungen: „Oskar Ziethen und das Projekt Groß-Berlin“ und „Künstlerische Zeitspuren – 100 Jahre Lichtenberg in Groß-Berlin“ werden im Museum Lichtenberg bis 18. Juli 2021 zu sehen sein.

Veranstaltungen

Weitere Veranstaltungen sowie Sonderausstellungen auf der Website des Fördervereins des Museums Lichtenberg: www.museum-lichtenberg.de

Museumspädagogik

Museumspädagogik
Bild: Museum Lichtenberg

Museumspädagogisches Angebot für Schulen

Das Museum bietet museumspädagogische Projekte für Schulen an, begleitet Projekte von Schülergruppen und berät Jugendliche, Lehrerinnen und Lehrer sowie geschichtsinteressierte Bürger.

Dauerausstellung

In den Zeiten - 700 Jahre Stadtgeschichte Lichtenberg

Dauerausstellung
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

In Lichtenberg ist deutsche und Weltgeschichte geschrieben worden. Prägnant symbolisieren die gegensätzlichen gesellschaftspolitischen Systeme des 20. Jahrhunderts die Bezirksgeschichte. Ihr Aufstieg, Verlauf und Untergang lässt sich hier an vielen historischen Hinterlassenschaften dokumentieren. Das reicht vom Ende der Novemberrevolution 1919 an der Frankfurter Allee über die Zerstörung des Revolutionsmonuments von Ludwig Mies van der Rohe in Friedrichsfelde im Nationalsozialismus und das 1945 in Karlshorst besiegelte Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR infolge der Bürgerproteste im Jahre 1990.

"In den Zeiten" - Dauerausstellung im Museum Lichtenberg
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Die historischen Wurzeln des Bezirk im Berliner Osten lassen sich bis auf die im 13. Jahrhundert geformten Dörfer Lichtenberg und Rosenfelde (Friedrichsfelde) zurückführen. Beide entwickelten sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu Vorstädten und Karlshorst wurde neue Wohnstadt. 1908 bildete Lichtenberg einen eigenen Stadtkreis, in dem 1912 auch Boxhagen-Rummelsburg aufging. Auf diesem Fundament entstand 1920 der Bezirk Lichtenberg mit mehreren Stadtteilen. Seine Gebietsgrenzen änderten sich 1938 mit dem Wegfall von Boxhagen und 1979 mit dem Bezirksstatus von Marzahn.

"In den Zeiten" - Dauerausstellung im Museum Lichtenberg
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Seit der Fusion der Berliner Bezirke am 1. Januar 2001 umfasst Lichtenberg auch den 1985 aus Weißensee hervorgegangenen Bezirk Hohenschönhausen. Seine Geschichte nimmt in der Dauerausstellung gleichermaßen einen festen Platz ein. Die Ortsteile Malchow, Wartenberg und Falkenberg haben bis heute Reste ihrer ländlichen Vergangenheit bewahrt. Zu den Zeugnissen aus dieser Zeit zählen landwirtschaftliche Maschinen und Ackergeräte, die sich gegenwärtig als Leihgaben in der Freilandausstellung des Tierhofes Alt-Marzahn unterhalb der Marzahner Mühle befinden.

Publikationen - Neuerscheinungen

Lichtenberg entdecken

3 Hefte - Lichtenberg entdecken
Bild: Bezirksamt Lichtenberg
Drei Hefte beschreiben – illustriert von historischen Fotos – Rad- und Fußtouren durch den Bezirk.
  • Heft 1 Hohenschönhausen
  • Heft 2 Alt-Lichtenberg
  • Heft 3 Karlshorst

Die Hefte wurden vom Museum herausgegeben und sind dort kostenfrei erhältlich.

»Die moderne Stadt Berlin-Lichtenberg – ein Architekturführer«

Bildvergrößerung: Buchcover "die moderne Stadt berlin-lichtenberg - ein architekturführer", erschienen im Berlin Story Verlag
Bild: Berlin Story Verlag

Pionierleistungen des Neuen Bauens finden sich in Lichtenberg: der „Sonnenhof“ an der Marie-Curie-Allee, die ersten Häuser in Großtafelbauweise in der Splanemann-Siedlung oder die Max-Taut-Schule, die alle in den 1920er Jahren entstanden. Ebenso die ersten P2-Wohngebäude mit ihren sechs Meter überspannenden Deckenplatten am Fennpfuhl, wo ab 1971 die erste Großsiedlung für 50.000 Menschen entstand. Die Publikation ist Architekturführer und Lesebuch für Laien wie Experten. Sie erläutert die verschiedenen Arten von Gebäuden und beschreibt ausgewählte Objekte. Eine Karte mit Empfehlungen für Spaziergänge, ein Literatur- und Personenverzeichnis vervollständigen den Band. Herausgegeben von Steffen Maria Striezel, Thomas Thiele, Dirk Moldt und dem Museum Lichtenberg 2016, Broschur, 192 Seiten, Abbildungen von Giovanni Lo Curto, 16,95 Euro (ISBN: 978-3-95723-107-9)

Aufs Angenehmste enttäuscht - Aus der Geschichte des Waisenhauses Rummelsburg

Bildvergrößerung: Waisenhaus Rummelsburg, zeitgenoessische Abbildungvon ca 1870
Bild: Museum Lichtenberg (Repro)

1847 fiel die Entscheidung, das chronisch überbelegte Friedrichs-Waisenhaus in der Stralauer Straße vor die Tore der Stadt zu verlegen. 1859 erfolgte schließlich der Umzug auf ein parkähnliches Gelände am Rummelsburger See. Inzwischen erinnern nur noch zwei Gebäude, die Knabenhäuser, an die ehemalige Nutzung des Terrains. Bevor der Friedhof des Waisenhauses an der Lichtenberger Hauptstraße im Jahr 2013 für eine Neubebauung freigegeben wurde, konnten die Gräber archäologisch untersucht werden. Die Funde gewähren neue Einblicke in das Leben städtischer Armut an der Schwelle zum 20. Jahrhundert.
Die Anthropologin Jeanette Wnuk hat dazu eine Publikation verfasst, die das Museum herausgegeben hat. Sie kann dort erworben werden.

"Oskar Ziethen – Stationen eines preußischen Kommunalbeamten"

Bildvergrößerung: Jürgen Hofmann "Oskar Ziethen...", Buchcover
Bild: Museum Lichtenberg

… heißt das Buch des Historikers Jürgen Hofmann. Er hat ein detailliertes Bild des “Stadtvaters” von Lichtenberg gezeichnet. Oskar Ziethen (1858-1932) hatte als Amtsvorsteher und Bürgermeister entscheidenden Anteil an der Entwicklung Lichtenbergs zur Stadt und zum Großstadtbezirk Berlins. Vor 120 Jahren, am 9. September 1896, trat er sein Amt als Gemeindevorsteher Lichtenbergs an.
Herausgegeben vom Museum Lichtenberg 2016, Broschur, 69 Seiten, 5 Euro (ISBN 978-3-00-053843-8)

Erinnern und Gedenken

Bildvergrößerung: Logo Erinnerungskultur in Lichtenberg
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Erinnerungskultur in Lichtenberg

Das Amt für Weiterbildung und Kultur des Bezirksamtes Lichtenberg initiiert mit seinen Fachbereichen Kunst und Kultur, Volkshochschule, Musikschule und Bibliotheken eine fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit, um gemeinsam an den unterschiedlichsten Orten „Erinnerung“ erfahrbar werden zu lassen. In Kooperation mit freien Trägern entwickeln die Fachbereiche spezielle Formate zu historisch relevanten Themen, damit Geschichte auf eindrückliche Art und Weise erlebt werden kann. An unterschiedlichen Orten wird damit „Erinnerungskultur“ erfahrbar und das gemeinsame, vernetzte Handeln aller Akteure gestärkt. Thematische Schwerpunkte in 2021 sind u. a. die Reihe “Berühmte Frauen aus/in und für Lichtenberg”, die Jubiläen 650 Jahre Falkenberg und 750 Jahre Wartenberg sowie das nachgeholte Jubiläum 125 Jahre Karlshorst.

Stolpersteine in Lichtenberg

Die kleinen, in das Pflaster vor den ehemaligen Wohnhäusern der Opfer des Nationalsozialismus eingelassenen Denkmale erinnern an die Menschen, die verfolgt, in Konzentrationslager deportiert und ermordet wurden, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Lichtenberger Stolpersteine

Fonds für Erinnerungskultur

Der Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur, entstanden auf der Grundlage eines Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung, finanziert mit einer jährlichen Summe von 10.000 Euro ein langfristig angelegtes Gedenktafelprogramm. Eine durch den Kulturausschuss eingesetzte Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Forschung, politischer Bildung, Berliner Gedenkstätten und der Bezirksverwaltung sowie sachkundigen Einwohnern erarbeitet die Planung und organisiert die Realisierung. 15 Gedenktafeln wurden seit 2008 der Öffentlichkeit übergeben.

Die durch den Fonds finanzierten Gedenktafeln erweitern das im Bezirk Lichtenberg tradierte Erinnerungsbild, zu dem viele Tafeln aus dem Zeitraum vor 1989 zählen. Diese werden als Bestandteil und Zeugnis des Geschichtsbewusstseins bewahrt und bei Verlust oder Beschädigung durch Repliken ersetzt.
Gegenwärtig existieren in Lichtenberg weit über 100 bekannte Gedenktafeln

Geschichte des Museums

Museum Lichtenberg
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Die Einrichtung wurde 1978 als Chronik gegründet und nachfolgend sukzessive zum Museum entwickelt. Der mehrfache Standortwechsel, der Abriss eines für die Museumsnutzung vorgesehenen Gutshauses 1984 und das Scheitern der Übernahme einer Karlshorster Villa 1992 (Restitutionsansprüche) begleiteten den Museumsaufbau. 1993/94 wurde als Übergangslösung eine Etage in einem Mietshaus der dreißiger Jahre in der Parkaue 4 saniert und umgebaut. Nach der fusionsbedingten Schließung des Heimatmuseums Hohenschönhausen ging das regionale Kulturgut von Hohenschönhausen in den Fundus des Lichtenberger Museums über. Seit Oktober 2006 ist das Museum im sanierten Stadthaus in der Türrschmidtstraße beheimatet und befindet sich damit am historischen Ort des früheren Rathauses von Rummelsburg und außerdem im Gründerzeitkiez und ehemaligen Arbeiterviertel “Victoriastadt”.
Durch Schenkungen, Leihgaben, Ankäufe und Übernahme von privaten Nachlässen sowie durch eigene Forschungen kann das Museum auf umfangreiche Sammlungen und Bestände zur Bezirks- und Ortsteilgeschichte zurückgreifen, die hier gesichert, bewahrt, verwaltet und in Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Förderkreis Museum Lichtenberg im Stadthaus e.V.

Der Förderkreis Museum Lichtenberg im Stadthaus e.V. hat seinen Sitz im Stadthaus und unterstützt seit 1993 die Arbeit des Museums durch ein reges ehrenamtliches Engagement.