Wichtige Informationen zur Aktuellen Situation: COVID-19 (Coronavirus)

Sehr geehrte Bürger:innen, der Pandemiestab des Bezirksamtes Lichtenberg diskutiert regelmäßig in seinen Sitzungen über die Maßnahmen zur Eindämmung des COVID-19 (Coronavirus). Im Ergebnis gelten vorerst folgende Regelungen:
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Diversitybeauftragte

Lichtenberger Rathaus mit Regenbogenflagge
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Willkommen auf den Seiten der Diversity- und Queer-Beauftragten

Der Bezirk Lichtenberg ist seit je her ein bunter und vielfältiger Bezirk – genauso wie die Menschen, die hier leben, arbeiten und lieben. Dies noch stärker sichtbar zu machen, ist eine Aufgabe, der sich der Bezirk stellen will. Dabei bekennt sich das Bezirksamt Lichtenberg zur Vielfältigkeit im Bezirk, akzeptiert und respektiert die unterschiedlichsten Lebensentwürfe und setzt somit ein deutliches Zeichen für Vielfalt und gegen Diskriminierung.

Zu den Aufgaben der Diversity- und Queer-Beauftragten zählt u. a. die Stärkung der Akzeptanz und Sichtbarkeit von Diversity (Vielfalt) und LSBTTIQ*-Personen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Bezirksverwaltung, die Unterstützung freier Träger und Netzwerke und das Erstellen von Berichten und Konzepten zu den Themenfeldern Diversity und Queer.

Diversity

Das Diversity-Managements in Lichtenberg basiert auf der Charta der Vielfalt. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt im Jahre 2008 verpflichtete sich das Bezirksamt, eine größere Vielfalt seiner Belegschaft nach ethischer Herkunft, Geschlecht, Alter oder auch Bildungsabschluss anzustreben, auf die Bedürfnisse der verschiedenen Gruppen einzugehen und deren Potentiale zu nutzen.

Aufgaben der Diversity-Beauftragten

  • die Sicherstellung eines übergreifenden Diversity-Managements zur Förderung und Steuerung der Vielfalt in der Bezirksverwaltung Lichtenberg.
  • die Entwicklung und kontinuierliche Anpassung einer Diversity-Strategie unter Einbindung von aktuellen gesellschaftlichen Trends und gesetzlichen Entwicklungen.
  • die Initiierung von Veranstaltungen, Projekten und Maßnahmen zur Umsetzung der Diversity-Strategie, die Steuerung verschiedener Maßnahmen zur Diversität in Zusammenarbeit mit vorhandenen Stellen, z. B. der Gleichstellungsbeauftragten, der Beauftragten für Integration und der beauftragten für Menschen mit Behinderung.
  • die Organisation von Seminaren für Führungskräfte und Beschäftigte mit den Schwerpunkten Diversität und Antidiskriminierung.
  • die Mitwirkung in verschiedenen Netzwerken.
  • die Aufnahme und Fortschreibung des Ist-Zustands in Bezug auf das Thema Diversität, sowohl für das Bezirksamt als Arbeitgeberin als auch perspektivisch in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft und Recht als Kommune (Erstellung einer Diversitäts-Landkarte).
  • Beratung und Hilfe.
  • das Erfassen und Dokumentieren von Vorfällen und Austausch mit anderen Behörden.
Die Diversity-Beauftragte:
  • wirkt nach außen in die Lichtenberger Bürgerschaft,
  • ist Ansprechpartnerin für alle Mitarbeiter:innen zum Themenfeld Diversity,
  • ist Anlaufpunkt für Menschen, die Opfer jeglicher Form von Diskriminierung geworden sind.

Grundlagen wir die Arbeit der Beauftragten sind das Berliner Leitbild Weltoffenes Berlin-chancenreiche Verwaltung sowie das Diversity-Landesprogramm.

Was bedeutet personelle Vielfalt in der Organisation?

Mitarbeiter:innen in einer Organisation sind durch eine hohe Heterogenität gekennzeichnet. Sie findet Ausdruck in den Diversity-Dimensionen, die sich auf der individuellen und organisationalen Ebene zeigen. Merkmale wie (Lebens)Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion/Weltanschauung und sexuelle Identität gehören genauso dazu wie Ausbildung, Beschäftigungsstatus, Werte und Verhalten der Mitarbeiter:innen. Diese werden auf Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz zu geschützten Merkmalen. Ziel ist es, durch Implementierung verschiedener Maßnahmen Vielfalt in der Organisation zu berücksichtigen. Dazu gehören Maßnahmen in der Personalführung und -entwicklung, die Vermeidung von diversitätsbedingten Konflikten zwischen Mitarbeiter:innen, Kunden:innen und zwischen Organisationseinheiten.

Queer

Bunte Luftballons
Bild: S.Pöhl

Noch immer werden Menschen aus der LSBTIQ*-Community Opfer von Gewalttaten, Hass, Ausgrenzung und Hetze. Auch wenn in den letzten Jahren viel für die Gleichstellung von Gleichgeschlechtlichen Lebensweisen gegenüber dem herkömmlichen Familienbild in Deutschland getan wurde, so besteht immer noch gesetzgeberischer und gesellschaftspolitischer Handlungsbedarf. Das betrifft z. B. die Änderung des Artikel 3 des Grundgesetzes durch die Übernahme der gesetzlichen Regelung aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) Das AGG benennt die Benachteiligung auf Grund der sexuellen Identität als eine Form der Diskriminierung. Aber auch die Gleichstellung von Lebenspartnerschaften bei der Adoption von Kindern oder die Beschränkung der Anwendung des § 45b Personenstandsgesetz auf Inter* Personen sind aktuelle Themen. Dies gilt ebenso für das Ringen der gesellschaftlichen Anerkennung der LSBTIQ*-Community. Für einen respektvollen Umgang am Arbeitsplatz und gegen Diskriminierung und Anfeindungen im Alltag. Ziel ist es in Lichtenberg, mit einer direkten Ansprache und Einbindung der LSBTIQ*-Community auch das bezirkliche Gemeinwesen zu stärken. Mit der Ansiedlung einer Anlaufstelle für Regenbogenfamilien des Trägers LesbenLebenFamilien e. V. (LesLeFam) ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung gelungen. Andere Angebote sollen in Zusammenarbeit mit Interessierten und Partner*innen der LSBTIQ*-Community entstehen.

Queer-was heißt das?

Der Begriff “queer” stammt aus dem Englischen und bezeichnet Menschen, Dinge und Handlungen, die in irgendeiner Form von der Norm abweichen, schräg oder seltsam sind. Früher als Schimpfwort gebraucht, hat “queer” heute auch im englischen Sprachraum, eine positive Bedeutung erlangt, im Sinne einer von der Heteronormativität abweichenden Lebenseinstellung. “Queer” wird daher auch in zunehmenden Maße als Sammelbegriff für ´die Abkürzung LSBTIQ* (lesbisch, schwul, bisexuell, trans- oder intergeschlechtlich und queer) verwendet. Queer ist auch das Q in LGBTQ* und hat damit eine verallgemeinernde und eine spezielle Bedeutung für die Queerbewegung.

LSBTIQ*- wofür steht diese Buchstabenkombination?

Die Abkürzung steht für lesbisch, schwul, bisexuell, trans- oder intergeschlechtlich und queer. Das * steht für die Vielfalt in den Zugehörigkeitsgruppen und ist der Versuch, niemanden darin auszuschließen.

Im Jahr 2020 wurde die Bezeichnung “Queer” auch in den Duden aufgenommen!

Mit dem Beschluss der Initiative für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt (IgsV) durch das Berliner Abgeordnetenhaus wurden 2019 die Grundlagen für das Aufgabengebiet einer/eines Beauftragten für Chancengleichheit von Menschen mit vielfältiger sexueller und geschlechtlicher Orientierung (Queer) geschaffen.

IGSV - Handlungsfelder:

  • Diskriminierung, Gewalt und vorurteilsmotivierte Kriminalität bekämpfen
  • Erkenntnisgrundlagen verbessern
  • LSBTI-Geflüchtete schützen
  • Geschichtsdokumentation und -bildung stärken
  • Vielfalt in der Vielfalt – Pflege, Alter, Leben mit Behinderung und psychischen Beeinträchtigungen
  • Bildung, Aufklärung und Jugend- und Familienarbeit stärken
  • Wandel der Verwaltungen vorantreiben
  • Dialog fördern, Sichtbarkeit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt erhöhen
  • Gleiche Rechte für LSBTI – die rechtliche Gleichstellung bundesweit.

Übersicht aller Hilfs- und Beratungsangebote

Eine Frau hält ein Schild mit der Aufschrift 'Hilfe und Beratung'
Bild: contrastwerkstatt / Fotolia.com