Altes Museum

Altes Museum

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    Blau leuchtet die Granitschale vor dem Alten Museum. beim Festival of Lights.
Das Alte Museum in Berlin-Mitte ist Teil des Gebäudeensembles auf der Museumsinsel. Es gilt als Schinkels Meisterwerk und beherbergt die Antikensammlung und das Münzkabinett.
Auf der Nordspitze der Cöllner Spreeinsel, die wegen ihres sumpfigen Untergrunds im Mittelalter unbebaut geblieben war, ließ der Große Kurfürst einen Schlosspark mit botanischem Garten anlegen, der den Namen Lustgarten erhielt. Beim Bau der Befestigungsanlagen im 17. Jahrhundert wurde das Gebiet geteilt, der Lustgarten wurde vom Soldatenkönig zu einem Exerzierplatz umfunktioniert.

Das Alte Museum als erstes eigenständiges Museum in Berlin

Als nun 1815 der Wunsch nach einem öffentlichen Museum laut wurde, hervorgerufen durch die Ausstellung der von den Franzosen geraubten und nun zurückgebrachten Kunstwerke, schlug Schinkel den Ort nördlich des (nach Schinkel’schen Plänen rekonstruierten und im September 1999 wiedereröffneten) Lustgartens als repräsentativen Bauplatz vor.
Man schüttete einen zur alten Festungsanlage gehörenden Graben zu und errichtete 1825–30 auf Holzpfählen den ersten eigenständigen Museumsbau Berlins. Der rechteckige Baukomplex umfängt zwei Innenhöfe und einen zentralen, beide Geschosse umfassenden Kuppelraum, die Rotunde, deren blockhafte Außenhülle den Gesamtbau überragt.

Lustgarten vor dem Alten Museum

Zum Lustgarten hin öffnet sich die zur Beleuchtung der Gemälde ohnehin ungeeignete Südseite in ganzer Breite zu einer ionischen Säulenhalle. Hinter der breiten Freitreppe erweitert sie sich fünfachsig in die Tiefe, wo zwei Treppen beiderseits des Eingangs ins Obergeschoss führen.

Architektur des Alten Museums

Die geniale Idee, Außen- und Innenraum zu verschmelzen, wurde leider in den 1990er Jahren durch eine große, die Treppenhalle abtrennende Glasfront zunichte gemacht. Zwei Bronzegruppen, eine Amazone und ein Löwenkämpfer von August Kiß bzw. Albert Wolff, schmücken die Freitreppe. Der Kuppelsaal im Innern, den Rotunden der vatikanischen Museen nachempfunden, beherbergt in seinen Wandnischen Skulpturen antiker Götter.

Zerstörung und Wiederaufbau

Das bereits beschädigte Museum brannte völlig aus, als wenige Tage vor Kriegsende in unmittelbarer Nähe ein Tankwagen explodierte. 1966 war der Bau wiederhergestellt, im Innern wurde allerdings nur die Rotunde in alter Form rekonstruiert.

Granitschale vor dem Alten Museum

Die große Granitschale vor dem Museum sollte einst in der Rotunde aufgestellt werden, doch ging Steinschleifer G.C. Cantian bis an die Grenzen des technisch Möglichen und erweiterte ihren Durchmesser auf sieben Meter, so dass sie für die Rotunde zu groß wurde. Der Stein stammt aus einem Findling bei Fürstenwalde, wurde vor Ort von 100 Mann gewendet und anschließend durch den Wald und per Kahn über die Spree nach Berlin transportiert. Beim Festfrühstück zur Einweihung dieses "Weltwunders" 1834 saßen 42 Personen auf dem Schalenrand. 1935 wurde die Schale an eine Stelle nördlich des Doms versetzt, beim Rücktransport 1981 brach sie auseinander. Sie wurde zwar wieder zusammengefügt, aber der Riss ist deutlich sichtbar.

Informationen

Karte

 Adresse
Am Lustgarten 1
10178 Berlin
Telefon
030 266424242
Öffnungszeiten
10:00 bis 18:00 Uhr
Dienstag bis Sonntag
Barrierefrei
Rollstuhlgeeignet, ein barrierefreier Zugang befindet sich rechts vom Haupteingang (Diensteingang Am Lustgarten), bitte beim Pförtner melden. Gebärdenführungen werden nach Anmeldung angeboten. Für Menschen mit Sehbehinderungen, Lernbehinderungen, hörgeschädigte Menschen und gehörlose Menschen sind Orientierungshilfen vorhanden.
Architekt und Stil
Karl Friedrich Schinkel, Klassizismus
Internetadresse
www.smb.museum

Nahverkehr

S-Bahn
U-Bahn
Bus
Tram

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Die Museumsinsel
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| Aktualisierung: 23. Februar 2022