Münch legt Museen mit ostdeutscher Kunst zusammen

Münch legt Museen mit ostdeutscher Kunst zusammen

Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) will die Sammlungen ostdeutscher Kunst im Lande stärken. Dafür werden das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus und das Museum für junge Kunst in Frankfurt (Oder) Mitte kommenden Jahres zu einem Landeskunstmuseum mit zwei Standorten zusammengelegt.

Martina Münch

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Martina Münch (SPD) spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Das kündigte Münch am Dienstag, den 23. August 2016, nach der Kabinettsitzung in Potsdam an. «Damit wollen wir beide Museen stärken, auch im Hinblick auf den bundesweiten Wettbewerb», sagte die Ministerin.

Neues Landeskunstmuseum in Brandenburg

Die derzeit vom Land mit insgesamt 860 000 Euro jährlich geförderten Museen, die große Sammlungen von Kunstwerken aus der DDR-Zeit und zeitgenössischer Kunst beherbergen, sollen in den kommenden beiden Jahren jeweils 450 000 Euro mehr für zusätzliches Personal und neue Ankäufe bekommen. In die Konzeption des neuen Landeskunstmuseums soll auch das Kunstarchiv Beeskow mit seiner Sammlung von DDR-Kunst einbezogen werden.

Cottbus und Frankfurt als kulturelle Zentren

Die Stärkung der Museen durch das Land sei auch vor dem Hintergrund zu verstehen, dass die hoch verschuldeten kreisfreien Städte nicht mehr die Mittel zu einer ausreichenden Förderung der Kultureinrichtungen hätten, sagte Münch. Im Zuge der geplanten Kreisreform sollen Cottbus und Frankfurt (Oder) ihre Kreisfreiheit verlieren, aber als kulturelle Oberzentren gestärkt werden.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 24. August 2016