Berliner Unterwelten-Museum

Berliner Unterwelten-Museum

Unter den Straßen Berlins wartet eine andere Welt darauf, entdeckt zu werden. Auf vier unterirdischen Etagen widmet sich das Unterwelten-Museum dem Untergrund der Hauptstadt.

Berliner Unterwelten

© Berliner Unterwelten e.V.

Der unterirdische Teil Berlins verrät einiges über die Geschichte der Hauptstadt. Dabei werden nicht nur die Dunklen Kapitel der Stadt beleuchtet - Besucher stoße im Unterwelten-Museum auf die eine oder andere spannende und spaßige Anekdote. So wissen beispielsweise nicht viele, dass lange vor dem U-Bahnnetz ein Rohrpost-Kommunikationsnetzwerk unterhalb der Stadt für 111 Jahre in Betrieb war.

Hinweis: Das Museum kann nur in Kombination mit einer Führung - der Tour 1 «Dunkle Welten» - besucht werden.

Von Kriegen, Brauereien und U-Bahnen

Abwassersystem, U-Bahn und Untergrundleitungen: Auch heutzutage ist das reibungslose Funktionieren einer Stadt von den Abläufen unter der Erde abhängig. Das galt in Kriegsjahren umso mehr, als die Bevölkerung in unterirdischen Bunker Schutz vor Bomben suchen konnte. Das Unterwelten-Museum ermöglich einen Einblick in die meist unsichtbare Welt unter unseren Füßen. Auf vier Etagen werden sechs Schwerpunkte behandelt: Ziviler Luftschutz des Zweiten Weltkriegs, Zwangsarbeit in Berlin, Rohrpost, GN Bahn, Brauereien und Moderne Archäologie.
Berliner Unterwelten
© Berlin.de/Benjamin P. Lange

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Dauerausstellung: Mythos Germania

Die multimediale Dauerausstellung befasst sich mit den Plänen Hitlers, aus Berlin die «Welthauptstadt Germania» zu machen. Dass es sich dabei keinesfalls um Träume oder wage Ideen handelte, zeigen die detaillierten Pläne Albert Speers. Das Unterwelten-Museum setzt die geplanten Bauvorhaben in Zusammenhang mit den Verbrechen, die zur Umsetzung notwendig gewesen wären: Zwangsarbeit, Deportation und Vertreibung.

Highlights im Unterwelten-Museum

Einige besondere Exponate zeugen von markanten Ereignissen in Berlin. Die Zwangsarbeiterkartei der C. Lorenz AG erinnert beispielsweise an die über 500 000 Zwangsarbeiter, die in Berlin während der NS-Zeit arbeiten mussten. Fundstücke und Fotografien aus dem «Fahrerbunker», einer erst 1990 entdecken Bunkeranlage sind ein ein weiteres Highlight. Bahn-Enthusiasten werden an der original erhaltenen Front des BII-Triebwagens 132, einer U-Bahn die in den 1970er Jahren im Einsatz war, ihre Freude haben.

Adresse, Öffnungszeiten und Kontakt

Karte

Adresse
Brunnenstraße 105
13355 Berlin
Telefon
(030) 499 105 18
Internetadresse
www.berliner-unterwelten.de
Öffnungszeiten
Ganzjährig je nach Tour
Eintrittspreise
Variiert je nach Tour, ab 12 Euro
Tickets
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Nahverkehr

S-Bahn
U-Bahn
Bus
Regional­bahn

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© Tobias Droz/BerlinOnline

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Aktualisierung: 5. Juli 2019