Mehrere Schüsse in Prenzlau: Ermittlungen gegen 21-Jährigen

Mehrere Schüsse in Prenzlau: Ermittlungen gegen 21-Jährigen

Gegen einen 21-Jährigen wird nach mehrfachen Schüssen in Prenzlau (Landkreis Uckermark) ermittelt. Es gehe um Verstöße gegen das Waffengesetz, Bedrohung, Sachbeschädigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, teilte die Polizeiinspektion Uckermark mit. Am Freitagabend wurde die Polizei über mehrere Schüsse informiert. Ein bereits einschlägig polizeibekannter 21-Jähriger konnte festgenommen werden. Er hatte auch rechte Parolen gerufen. In der Wohnung wurde eine Schreckschusswaffe gefunden, mit der vermutlich die Schüsse abgegeben wurden. Der leicht alkoholisiere Mann hatte eine Fensterscheibe in seiner Wohnung beschädigt und sich dabei verletzt. Die Waffe wurde sichergestellt und der Mann in Gewahrsam genommen.

Ein Blaulicht der Polizei leuchtet auf

© dpa

Ein Blaulicht der Polizei leuchtet auf.

Sorge bereite die Verbreitung antisemitischer Verschwörungsmythen im Zusammenhang mit der Corona-Krise, sagte Peter Schüler, Leiter der Fachstelle Antisemitismus. 19 antisemitische Vorfälle wiesen 2020 einen Bezug zur Corona-Krise auf, 13 davon im Rahmen von Versammlungen. Beobachtet werde eine Zunahme von antisemitischen Stereotypen und Symbolen sowie Vergleichen und Verharmlosungen des Nationalsozialismus als Reaktionen auf die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, sagte Dorina Feldmann, Mitarbeiterin von RIAS Brandenburg und der Fachstelle Antisemitismus.
Mehrere Vorfälle bezogen sich im Januar auf den 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Dem modernen Antisemitismus werden knapp 18 Prozent zugerechnet. Auch beim israelbezogenen Antisemitismus gab es nach den Angaben einen starken Anstieg mit elf Vorfällen gegenüber einem Vorfall 2019. Knapp ein Drittel hat nach dem Bericht einen rechtsextremen beziehungsweise rechtspopulistischen Hintergrund.
RIAS Brandenburg ist ein Projekt der Fachstelle Antisemitismus Brandenburg, die beim Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien angesiedelt ist.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 13. Juni 2021 13:28 Uhr

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