Afrikanische Schweinepest bringt Betriebe in Bedrängnis

Afrikanische Schweinepest bringt Betriebe in Bedrängnis

Brandenburger Schweinemasthalter leiden zunehmend unter den Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest. Wenn man die Schäden in der Landwirtschaft und in den betroffenen Regionen begrenzen wolle, müsse dafür gesorgt werden, dass die Seuche möglichst schnell getilgt werde, sagte der Präsident des Landesbauernverbandes, Henrik Wendorff, am Montag in Letschin (Landkreis Märkisch-Oderland). Er äußerte sich auf dem Hof eines Landwirts, der seine letzten Mastschweine zum Schlachtbetrieb verladen ließ. Der Landwirt gibt damit die Schweinehaltung auf.

Schweinemasthaltung

© dpa

Mastschweine sind am frühen Morgen in einem Lkw für den Transport zum Schlachthof zu sehen.

Wendorff betonte, dass der Zaunbau endlich abgeschlossen werde müsse. Die Schwarzwildbestände in den Kernzonen - sie wurden rund um die Fundorte von verendeten infizierten Wildschweinen eingerichtet - müssten zeitnah auf null reduziert werden. Neben dem Grenzzaun nach Polen, der Wildschweine am Eindringen hindern soll, sei ein zweiter erforderlich. Die dabei entstehende Zone zwischen beiden Zäune müsse dann konsequent wildschweinfrei gehalten werden, sagte er. «So haben wir vielleicht die Chance, in eineinhalb Jahren den Status "Schweinepestfrei" wiederzuerlangen und freien Handel zu betreiben», sagte Wendorff.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 19. April 2021 13:13 Uhr

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