Schäfer-Gümbel: Kein Rückenwind von SPD-Bundesspitze

Schäfer-Gümbel: Kein Rückenwind von SPD-Bundesspitze

Der kommissarische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel räumt eine Mitverantwortung der SPD-Bundesspitze an den Stimmenverlusten der Traditionspartei in Brandenburg und Sachsen ein. «Es gibt nur eine SPD. Und deswegen ist am Ende klar, dass alle ihre Mitverantwortung haben. Dass wir aus der Bundesspitze keinen Rückenwind gegeben haben und geben konnten, das wissen alle Beteiligten», sagte er am Sonntagabend im ZDF.

Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD)

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Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD). Foto: Boris Roessler/Archivbild

Er sei froh, dass in Brandenburg die SPD von Regierungschef Dietmar Woidke in den vergangenen Wochen deutlich aufgeholt habe. «Das ist etwas, was uns erleichtert - auch, weil es verhindert, dass die AfD stärkste Kraft im Parlament ist. Gleichzeitig sind natürlich die Verluste dennoch schmerzhaft.» Noch «durchwachsener» sei die Situation in Sachsen, wo Spitzenkandidat Martin Dulig mit der SPD einen «lebensfrohen, hochgradig engagierten Wahlkampf» geführt habe. Der Landesverband, der laut Hochrechnungen auf um die 8 Prozent absackte, habe aber unter der Polarisierung zwischen CDU und AfD gelitten, sagte Schäfer-Gümbel. Insgesamt wolle er in aller Klarheit sagen: «Wir haben viel Luft nach oben.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 1. September 2019 19:40 Uhr

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