Antisemitismus-Beauftragter will Debatte über Straßennamen

Antisemitismus-Beauftragter will Debatte über Straßennamen

Der Berliner Beauftragte gegen Antisemitismus, Samuel Salzborn, will eine breite gesellschaftliche Debatte über Straßennamen mit judenfeindlichen Bezügen und deren mögliche Umbenennung anstoßen.

Samuel Salzborn

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Samuel Salzborn

Er legte dazu am Montag ein Dossier vor, das rund 290 entsprechende Straßen und Plätze in der Hauptstadt auflistet. Sie sind nach historischen Persönlichkeiten benannt, die heute als Antisemiten gelten, sich antisemitisch geäußert oder judenfeindliche Ressentiments vertreten haben sollen.
In etwa 100 Fällen empfiehlt der Autor des Dossiers, der Leipziger Politikwissenschaftler und Autor Felix Sassmannshausen, eine Umbenennung als nächsten oder etwa nach vertiefenden Forschungen weiteren Schritt. In anderen Fällen schlägt er nach einem abgestuften Verfahren weitere Recherchen oder eine «Kontextualisierung» vor. Damit sind zusätzliche Informationen über den Namensgeber etwa in digitalen Straßenverzeichnissen oder auf einer Tafel vor Ort gemeint.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 13. Dezember 2021 15:55 Uhr

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