Corona-Pandemie: Berlin geht in den Teil-Lockdown

Corona-Pandemie: Berlin geht in den Teil-Lockdown

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird das öffentliche Leben in Berlin heute für vier Wochen teilweise heruntergefahren. Weitreichende Beschränkungen für die Bürger, für Gastronomie, Kultur und Sport treten in Kraft.

Geschlossene Bar

© dpa

An einer Bar in Berlin sind die Rolläden geschlossen.

Gastronomiebetriebe, Theater, Opern, Museen, Konzerthäuser, Fitnessstudios, Kosmetiksalons, Freizeit- und Sportstätten müssen schließen. Der Amateursportbetrieb wird eingestellt, Vereine dürfen also nicht mehr trainieren. Für Kinder bis 12 Jahren gilt das allerdings nicht - für sie ist weiter Training an der frischen Luft möglich.
Die Bürger müssen sich an strenge Kontaktbeschränkungen halten, die ebenfalls an die Anfangsphase der Pandemie erinnern. In der Öffentlichkeit ebenso wie in Innenräumen ist der Aufenthalt nur noch mit Personen des eigenen Haushalts und zwei weiteren Personen aus verschiedenen Haushalten oder Angehörigen zweier Haushalte mit maximal zehn Personen gestattet. Kinder bis zwölf Jahre sind von dieser Regel ausgenommen.
Gewerbliche Veranstaltungen im Freien mit mehr als 100 Anwesenden sind ebenso verboten wie Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 50 Anwesenden. Schulen und Kitas sollen indes offen bleiben, ebenso Geschäfte.
Wirtschaftsverbände und die Kulturbranche blicken mit großen Sorgen auf die kommenden Wochen. Sie befürchten eine Pleitewelle und fordern unbürokratische staatliche Hilfen. Der Bund hat angekündigt, besonders betroffenen Firmen große Teile ihres Umsatzausfalls zu ersetzen. Auch der Senat will weitere Hilfen prüfen. Die Politik hofft, mit dem Teil-Lockdown die rasant gestiegenen Infektionszahlen und den wachsenden Druck auf das Gesundheitswesen wieder in den Griff zu bekommen. Ob das klappt, ist offen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 2. November 2020 08:50 Uhr

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