Senatorin Cansel Kiziltepe zum Ende der Kältehilfe-Saison: „Die Kältehilfe steht für Solidarität und Menschlichkeit“
Pressemitteilung vom 20.04.2026
Zum bevorstehenden Ende der Berliner Kältehilfesaison 2025/2026 am 30. April 2026 zieht die Senatssozialverwaltung Bilanz. Am Montag, 20. April, findet die alljährliche Abschlussveranstaltung der Berliner Kältehilfe in der Philipp- Melanchthon-Kirche in Neukölln mit Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe statt.
Die aktuelle Kältehilfesaison war geprägt von einer dauerhaft hohen Auslastung der Notübernachtungsplätze sowie einer besonders intensiven Kälteperiode zu Jahresbeginn 2026. Insbesondere im Januar und Februar 2026 waren die Angebote der Berliner Kältehilfe stark beansprucht. In mehreren Wochen lag die Auslastung bei über 90 Prozent, in der Spitze sogar bei rund 96 Prozent. Parallel dazu wurde das Platzangebot im Verlauf der Kältehilfesaison kontinuierlich ausgebaut: Gab es im Oktober 2025 etwa 670 Plätze, stieg die Zahl in den weiteren Wintermonaten auf mehr als 1.200 Plätze.
Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe: „Die Berliner Kältehilfe steht für Solidarität und Menschlichkeit. Sie zeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ist. Der vergangene Winter hat deutlich gemacht, wie wichtig ein verlässliches und leistungsfähiges Hilfesystem für die obdachlosen Menschen in unserer Stadt ist. Gerade während der extremen Kälteperiode im Januar 2026 mussten wir schnell und entschlossen handeln; und das haben wir auch getan. Wir haben kurzfristig zusätzliche und sichere Übernachtungsplätze im Warmen geschaffen. Wir haben unser Versprechen gehalten: Wer ein Bett braucht, bekommt auch eins. Das verdanken wir dem großen Engagement der Kältehilfekoordination, der Träger, der Bezirke und aller Beteiligten. Mein großer Dank gilt den vielen haupt- und ehrenamtlich Engagierten, die mit enormem Einsatz dafür sorgen, dass Menschen, die unsere Hilfe brauchen, nicht allein gelassen werden.“
Jens Aldag, Koordinierungsstelle Kältehilfe: „Das war wieder ein Winter mit vielen Herausforderungen. Die Kälteeinbrüche haben einmal mehr gezeigt, dass Kältehilfe keine reine Dienstleistung ist, sondern auf der Überzeugung aller Beteiligten basiert, sich aus Mitmenschlichkeit und Solidarität mit den Ärmsten und am meisten Ausgegrenzten unter uns zu engagieren. Dieses Engagement aller Beteiligten ist unverzichtbar! Auch wenn wieder einige Baustellen sichtbar geworden sind, so sind wir doch wieder gemeinsam gut durch diesen schwierigen Winter gekommen.“
Eine große Herausforderung war die Kältewelle Anfang Januar 2026. Es gab strengen Frost mit Temperaturen von bis zu minus 15 Grad und Schneeverwehungen. Für obdachlose Menschen können diese Temperaturen lebensbedrohlich sein. Die Senatssozialverwaltung sorgte dafür, dass es in dieser Kälteperiode kurzfristig mehr als100 weitere Übernachtungsplätze gab. Damit stieg die Gesamtzahl auf 1.280 Plätze.
Zudem traf Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe in Absprache mit Behörden und Senatskolleg*innen weitergehende Regelungen und bat um einen besonders sensiblen Umgang, um obdachlose Menschen vor der Kälte zu schützen. Auch Feuerwehr, Polizei, BVG und Gesundheitsverwaltung wurden einbezogen, um schnell und koordiniert reagieren zu können. Senatorin Kiziltepe besuchte in mehreren Nächten Kältehilfeeinrichtungen, etwa in Steglitz-Zehlendorf und am Bahnhof Zoo. Die Senatorin unterstützte auch das Team eines Kältebusses der Berliner Stadtmission auf einer Nachttour.
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Zum Hintergrund:
Die Berliner Kältehilfe wird jährlich vom 1. Oktober bis zum 30. April organisiert und richtet sich an obdachlose Menschen, die in den Wintermonaten besonderen Gefahren durch Kälte ausgesetzt sind. Die Angebote umfassen Notübernachtungen, Nachtcafés sowie ergänzende Unterstützungsangebote und werden in enger Kooperation mit freien Trägern und den Bezirken umgesetzt.
Die Senatssozialverwaltung hat die jüngste Kältehilfesaison (Oktober 2025 bis April 2026) mit 4.9 Millionen Euro finanziert.
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