Die Bezirksstadträtin für Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr, Barbara Loth, teilt mit: “Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei den Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die das Bezirksamt angerufen haben und über die Aktivitäten der KVPM als Teil der Sekte Scientology informiert haben.”.
Hintergrund war die Ausstellung “Psychiatrie – Tod statt Hilfe” (vom 09.03.2009 bis 22.03.2009) in der Schloßstraße 95, 12163 Berlin, für welche die sogenannte KVPM (Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen die Menschenrechte) geworben hatte. Die KVPM gibt vor, sich gegen Verstöße der Psychiatrie gegen die Menschenrechte einzusetzen. Ziel ihrer Strategie ist es, zunächst die Arbeit der Psychiatrie zu diffamieren, um auf diese Art und Weise Patienten zum Therapieabbruch zu bewegen und sich als heilende Alternative anzubieten.
Die KVPM ist ein Ableger der “Citizen Commission on Human Rights” und gilt als “Frontgruppe” der Scientology. Sie wurde 1972 von der Scientology Kirche in Deutschland gegründet und hat ihren Sitz in München. Ihr Präsident ist Bernd Trepping. Die Aktivitäten des Begründers der Scientology-Bewegung, Science-Fiction-Autor L. Ron Hubbard, stehen in der Bundesrepublik Deutschland und in Berlin seit langem im Blickpunkt der Behörden, sowohl unter dem Gesichtspunkt der Aufklärung über Sekten als auch unter dem Gesichtspunkt der wehrhaften Demokratie gegenüber Bestrebungen, die mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung nicht vereinbar sind.
So ist die in den Schriften Hubbards enthaltene Unterscheidung zwischen höherwertigen Menschen, die Scientologen sind, und minderwertigen Menschen, die als “nutzlos” und “wertlos” bezeichnet werden, mit dem im Grundgesetz verankerten Menschenbild von Gleichheit und der Unantastbarkeit der Würde eines jeden Menschen nicht vereinbar. Aus diesem Grund ist es immer wieder erforderlich, die Bevölkerung über Ideologie, Arbeitsweise und Struktur von Scientology aufzuklären.
Die Aufklärung und Information über Sekten und ähnliche Organisationen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb gibt es zu diesem Thema Informationen bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, bei der Fachstelle für Suchtprävention Berlin, aber insbesondere bei der Leitstelle für Fragen zu Sekten – Berlin bei der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Beuthstraße 6/8, 10117 Berlin, Tel. (030) 9026-5574, E-Mail: briefkasten@senbwf.berlin.de.
Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist in der Abteilung Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr, die Dienststelle Gesundheit 21, Königin-Luise-Straße 96, 14195 Berlin, Tel. (030) 90299-4703, Fax: -1220,E-Mail der Ansprechpartner für Sektenfragen.