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Schatten und Licht - Leben mit und Hilfen aus der Depression

„Schatten und Licht- Leben mit und Hilfen aus der Depression“

war das Thema der diesjährigen Gesundheitskonferenz der Abteilung Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf und der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft.
Sie fand im Rahmen der 3. Berliner Woche der seelischen Gesundheit statt.

„Da Depressionen immer mehr zunehmen und jeden treffen können – unabhängig von Alter, Beruf, Geschlecht und sozialem Status – sollen Betroffene und Angehörige, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger in diesem Bezirk umfassend Gelegenheit erhalten, mehr über depressive Erkrankungen zu erfahren. (…) Nur bei der Hälfte der Betroffenen wird derzeit die richtige Diagnose gestellt und lediglich jeder Zehnte davon wird auch wirksam behandelt. In Berlin übersteigt die jährliche Zahl der Selbsttötungen von Depressiven die der Verkehrstoten. Depressionen sind außerdem der häufigste Grund für Frühberentungen“, begründete die Bezirksstadträtin für Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr, Frau Barbara Loth, ihre Wahl.

Zu Beginn berichtete die Leiterin des Berliner Bündnisses gegen Depressionen, Frau Dr. Meryam Schouler-Ocak, über die vielen Gesichter der Depression.
Zusammen mit weiteren Gesundheitsexpertinnen und -experten verschiedenster Fachrichtungen standen den Bürgerinnen und Bürgern in der anschließenden Podiumsdiskussion Rede und Antwort. Zum Abschluss der Gesundheitskonferenz ließ das Playback Theater Berlin die während der Konferenz eingefangene Atmosphäre szenisch Revue passieren.

An den bereits ab 14.00 Uhr geöffneten Informationsständen der beteiligten Partner, darunter Selbsthilfenetzwerk gegen Angst und Depressionen, Berliner Krisendienst, Reha-Steglitz, Perspektive Zehlendorf, sozialpsychiatrischer Dienst, AWO sowie den Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk, konnten Interessierte nähere Auskünfte über Fragen zur Früherkennung der Erkrankung, Behandlung und Hilfen im Bezirk erhalten.

Einen vorläufigen Bericht finden Sie hier

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Bewegtes Steglitz-Zehlendorf - 3000 Schritte extra 2009

Mit uns im Südwesten gehen Sie am besten!!!

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Bewegungsfreudige, Gesundheitsbewusste und Kulturinteressierte!

Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Bewegung und Gesundheit – Deutschland wird fit. Gehen Sie mit. Jeden Tag 3000 Schritte extra“ lade ich Sie ein zu einem von mir geführten Spaziergang .„Auf Kaisers Spuren zu Berlins ältestem (Spuk-)Schloss durch den Grunewald“ am Freitag, dem 11. September 2009, um 15.00 Uhr, Treffpunkt ist bei Gesundheit 21 in der Königin-Luise-Str. 96.

Die Route führt uns über die Clayallee auf Waldpfaden zum Grunewaldsee. Zu Beginn des Spaziergangs wird ein Sportwissenschaftler mit Aufwärmübungen zum Mitmachen animieren. Einen Teil des Weges wird uns der Oberförster des Reviers begleiten und einen kurzen Naturkundeunterricht vor Ort abhalten.
Im Jagdschloss Grunewald angekommen, wird uns der Kastellan begrüßen und etwas zu diesem historischen Ort berichten.
Unser Ausflug in die Natur – verbunden mit Geschichte und Kultur – wird dann am nahe gelegenen Forsthaus Paulsborn mit einer kleinen Erfrischung für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen enden.

Dieser Spaziergang soll zeigen, wie einfach es ist, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen. 3000 Schritte extra am Tag sind ein guter Anfang, eine gesündere Lebensweise zu fördern und können durchaus, wie bei diesem Spaziergang, mit interessanten Eindrücken verbunden werden.

Ich hoffe auf sonniges Wetter, Ihre Unterstützung dieser gesunden Aktion durch rege Teilnahme und freue mich auf ein unterhaltsames, bewegendes Ereignis. Nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“ sind 3000 Schritte bei jedem Wetter ein Gewinn für die Gesundheit.

Mit freundlichen Grüßen
Barbara Loth

Maßnahmenkatalog und Ziele der Alkoholprävention im Bezirk Steglitz-Zehlendorf für die Jahre 2008 - 2011

Das gesamte Programm ordnet sich ein in das Rahmenkonzept des WHO-Programms „Gesundheit 21, Europäisches Ziel 12“. Mit dem Ziel 12 soll folgendes erreicht werden: „Verringerung der durch Alkohol, Drogen und Tabak verursachten Schäden“.
Bis zum Jahre 2015 sollen in allen Mitgliedsstaaten die auf den Konsum von suchterzeugenden Substanzen wie Tabak, Alkohol und psychotropen Substanzen zurückzuführenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen signifikant reduziert werden.
Der vorliegende Maßnahmenkatalog basiert auf der fachlichen Grundlage der sieben Leitsätze zur Suchtprävention des Bezirks Steglitz-Zehlendorf.
Aufgrund eines eklatanten Anstiegs der Alkoholintoxikationen in Berlin und auch im Bezirk Steglitz-Zehlendorf in den letzten Jahren stellt der Bezirk bei seinen Bemühungen im Rahmen der Suchtprävention zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Alkoholprävention in den Mittelpunkt. Die Zielgruppen dieses Programms sind insbesondere junge Menschen und Erwachsene aber auch Gewerbetreibende sollen erreicht werden.

Für die Gruppe der Kinder und Jugendlichen gelten folgende Ziele:

  • Probierkonsum wird zeitlich hinausgezögert bzw. Erhöhung des Einstiegsalters generell auf 18 Jahre
  • Alkoholkonsum wird deutlich reduziert
  • Abnahme des Rauschtrinkens
  • Kritisches Nachdenken über den eigenen Alkoholkonsum
  • Umfassendes Wissen zum Thema Alkohol herstellen
  • Die Altersgrenzen des Jugendschutzes werden von Kindern und Jugendlichen akzeptiert

Für die Gruppe der Erwachsenen gelten folgende Ziele:

  • Positives Vorbildverhalten gegenüber Kindern und Jugendlichen
  • Konsequentes erzieherisches Verhalten im Hinblick auf Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen
  • Alkohol wird risikoarm und verantwortungsvoll konsumiert
  • Bei Alkoholproblemen finden Früherkennung und Frühintervention statt.
  • Bei Alkoholintoxikationen wird das Hilfeangebot „HALT“ in Anspruch genommen
  • Gewerbetreibende halten Jugendschutz- und Gaststättengesetz ein
  • Im Rahmen der Maßnahmen findet eine koordinierte und eng abgestimmte Zusammenarbeit aller an dem Programm Beteiligten statt.

Um diese Ziele zu erreichen, wurde ein Maßnahmenkatalog zur Alkoholprävention im Bezirk Steglitz-Zehlendorf erstellt. Im Auftrag des Bezirksamtes nimmt Herr Henke (Leiter von Gesundheit 21- Planungs- und Koordinierungsstelle Gesundheit) die Koordination zur Umsetzung des Maßnahmenkatalogs wahr.
Dazu sollen Maßnahmen der Verhältnis-. und der Verhaltensprävention in Kombination zur Anwendung kommen.

Die Bezirksstadträtin für Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr, Frau Loth, die Bezirksstadträtin für Jugend, Schule und Umwelt, Frau Otto sowie die Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Bürgerdienste Frau Richter Kotowski haben sich darauf verständigt, gemeinsam an der Umsetzung folgender Maßnahmen mitzuwirken:

  • Jugendschutzkontrollen und Aufklärung
    • Kontrollen der Gewerbetreibenden im Hinblick auf die Einhaltung des Jugendschutz- und Gaststättengesetzes durch das Bezirksamt in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Polizeibehörden
    • Kontrolle der Einhaltung des Verbots von Flat-rate-Parties nach § 4 Abs. 1 Nr. 1 des Gaststättengesetzes
    • Kontrolle der Einhaltung des § 6 des Gaststättengesetzes (Apfelsaftgesetz) durch Jugendliche und Behörden
    • Kontrolle der Einhaltung der Abgabebeschränkung nach § 9 des Jugendschutzgesetzes
    • Verteilung von Flyern der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Jugendschutzgesetz an Gewerbetreibende
    • Erteilung eines Gütesiegels an kooperative Gewerbetreibende
  • Der Punkt „Einhaltung des Jugendschutzgesetzes unter Berücksichtigung des Themas Alkohol“ wird regelmäßiger Tagesordnungspunkt auf den Sitzungen der „Runden Tische“ in den Stadtteilen. Im Präventiosbeirat wird regelmäßig über diesen Punkt im berichtet.
  • Fortbildung von Multiplikatoren zum Thema „Alkoholprävention“ für Erzieher und Sozialarbeiter, Lehrer und Ausbilder, Jugendwarte (Sport), Mediziner
  • Kulturpädagogische Angebote mit interaktivem Charakter:
    • Medienwettbewerbe: Plakat-Musik-Video- Suchtpräventions – Theater
    • Schreibwettbewerbe an Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen
    • Interaktive Dauerausstellung zum Thema „ Suchtprävention/Alkoholprävention für Steglitz-Zehlendorf “
  • Elternbriefe und Elternschulungen zum Thema „Alkohol und Jugend“
  • Betroffene berichten in Zusammenarbeit mit der Anonymen Alkoholkrankenhilfe Berlin in Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen des Bezirks.
  • Einmal im Jahr führen JFE, Schulen und Schulstationen in ihrer Region gemeinsam einen Aktionswochr zum Thema „Alkohol und Jugend“ durch.
  • Entwicklung eines Konzeptes der Frühintervention:
    • insbesondere bezogen auf das Setting Schule, wie zum Beispiel Peer-Education und Eltern-Infoabende.
    • Schutz des ungeborenen Kindes vor Alkoholkonsum der Mutter: FASD-Prävention (Fetale-Alkohol-Spektrum-Störung)
    • Planung suchtpräventiver Veranstaltungen mit Sportvereinen.
  • Keine Alkoholwerbung auf kommunalen Werbeflächen, sowie die Kontrolle der Einhaltung der Verhaltensregeln des Deutschen Werberates bei Alkoholwerbung. Im Umkreis von Schulen, Kitas und Jugendfreizeiteinrichtungen sollen Bannmeilen für Alkoholwerbung eingerichtet werden. Für Kinder und Jugendliche werden Plakatwerbungs-Projekte durchgeführt.
  • Installierung des Bundesmodellprojektes „HALT – Hart am Limit“ im Bezirk, das dass derzeit wirksamste Konzept gegen den riskanten Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen darstellt.
  • Fortführung der Kampagne „Nüchtern betrachtet“, die im Rahmen eines Wettbewerbs von den Teilnehmern erwartet, dass sie die 30 Tage im November keinen Alkohol zu sich nehmen.

Leitsätze der Suchtprävention in Steglitz-Zehlendorf

1. Grundlage unserer Arbeit bilden die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Methoden auf dem Gebiet der Suchtforschung und Prävention.

2. Zentrales Ziel der Suchtprävention ist es, den schädlichen Konsum von Suchtmitteln wie z.B. Nikotin, Alkohol, Medikamenten und illegalen Drogen, aber auch exzessive Verhaltensweisen wie z.B. Komatrinken zu verhindern oder mindestens deutlich zu reduzieren, um psychosozialen Problemen und Abhängigkeiten vorzubeugen.

3. Suchtprävention als Gemeinschaftsaufgabe erfordert die Entwicklung von Rahmenbedingungen in Form einer gesetzlichen Verankerung und eine entsprechende finanzielle Ausstattung durch Politik und Verwaltung. Damit wird die Grundlage für ein Engagement und die Beteiligung der Bevölkerung geschaffen.

4. Suchtprävention sensibilisiert die Öffentlichkeit, beeinflusst die öffentliche Meinung und die Medien und schafft ein suchtpräventives Klima insbesondere durch Mehr-Ebenen-Kampagnen. Dabei handelt es sich um systematisch geplante Kombination von Maßnahmen und Einzelprojekten, die auf unterschiedlichen Ebenen miteinander kombiniert sind und dadurch Synergieeffekte ermöglichen.

5. Vorhaben der Suchtprävention sind sowohl auf das Verhalten von Individuen (Verhaltensprävention) gerichtet als auch auf dauerhafte strukturelle Veränderungen (Verhältnisprävention). Suchtprävention wirkt an der Entwicklung gesetzlicher Bestimmungen und entsprechender Regelungen zur Förderung gesunder Lebensbedingungen mit. (Gemeint sind Gesetze oder Vereinbarungen, die den Konsum von Suchtmitteln in öffentlichen Einrichtungen oder den Verkauf von und die Werbung für Suchtmittel regeln.)

6. Suchtprävention initiiert Aktivitäten und Projekte, die alle handlungsrelevanten Ebenen einbezieht, indem sie sowohl den kognitiven als auch den affektiven Bereich anspricht und interaktives Handeln ermöglicht ( z.B. interaktives Theater zur Suchtprävention oder interaktives Internet). Wirksame Suchtprävention setzt dort an, wo die Menschen arbeiten, lernen und ihre Freizeit gestalten und wo sie zusammenkommen.

7. Relevante Personengruppen sind im Rahmen einer erfolgreichen Suchtprävention nur durch differenzierte zielgruppenspezifische Angebote erreichbar.

Aktionswoche "Alkohol, kenn dein Limit" ab 13.06.2009

Riskante Konsummuster, wie z. B. das Rauschtrinken bei Jugendlichen, nehmen zu. Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklung haben sich alle 12 Berliner Bezirke und die Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin zusammengetan, um für das Jahr 2009 erstmals eine gemeinsame berlinweite Kampagne zur Alkoholprävention ins Leben zu rufen.

Die Aktionswoche unter dem Motto “Alkohol, kenn dein Limit” fand vom 13.06. bis 21.06.2009 statt. In Steglitz- Zehlendorf beteiligten sich 21 Einrichtungen der Jugendhilfe sowie der Runde Tisch Zehlendorf-Mitte. Mit über 80 Aktionen und Projekten in 9 Tagen ist der Bezirk Steglitz-Zehlendorf führend in Berlin. Die zentrale Auftaktveranstaltung für den Bezirk fand am Montag, den 15.06.2009, von 15.00 bis 20.00 Uhr, im Haus der Jugend Albert Schweitzer, Am Eichgarten 14, 12167 Berlin, statt. Anke Otto, Bezirksstadträtin für Jugend, Schule und Umwelt, eröffnete die Steglitz-Zehlendorfer Aktionswoche. Neben alkoholfreien Cocktails gab es Info-Stände und Mitmachaktionen zum Thema sowie einen Rauschbrillen-Parcours der Polizei. Die zentrale Aktion war das Human-Kicker-Turnier des Jugendamtes, zu dem sich 16 Teams aller Altersgruppen angemeldet hatten.

Dank an aufmerksame Bürger zur Aufklärung über Aktivitäten von Scientology im Bezirk

Die Bezirksstadträtin für Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr, Barbara Loth, teilt mit: “Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei den Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die das Bezirksamt angerufen haben und über die Aktivitäten der KVPM als Teil der Sekte Scientology informiert haben.”.

Hintergrund war die Ausstellung “Psychiatrie – Tod statt Hilfe” (vom 09.03.2009 bis 22.03.2009) in der Schloßstraße 95, 12163 Berlin, für welche die sogenannte KVPM (Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen die Menschenrechte) geworben hatte. Die KVPM gibt vor, sich gegen Verstöße der Psychiatrie gegen die Menschenrechte einzusetzen. Ziel ihrer Strategie ist es, zunächst die Arbeit der Psychiatrie zu diffamieren, um auf diese Art und Weise Patienten zum Therapieabbruch zu bewegen und sich als heilende Alternative anzubieten.

Die KVPM ist ein Ableger der “Citizen Commission on Human Rights” und gilt als “Frontgruppe” der Scientology. Sie wurde 1972 von der Scientology Kirche in Deutschland gegründet und hat ihren Sitz in München. Ihr Präsident ist Bernd Trepping. Die Aktivitäten des Begründers der Scientology-Bewegung, Science-Fiction-Autor L. Ron Hubbard, stehen in der Bundesrepublik Deutschland und in Berlin seit langem im Blickpunkt der Behörden, sowohl unter dem Gesichtspunkt der Aufklärung über Sekten als auch unter dem Gesichtspunkt der wehrhaften Demokratie gegenüber Bestrebungen, die mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung nicht vereinbar sind.

So ist die in den Schriften Hubbards enthaltene Unterscheidung zwischen höherwertigen Menschen, die Scientologen sind, und minderwertigen Menschen, die als “nutzlos” und “wertlos” bezeichnet werden, mit dem im Grundgesetz verankerten Menschenbild von Gleichheit und der Unantastbarkeit der Würde eines jeden Menschen nicht vereinbar. Aus diesem Grund ist es immer wieder erforderlich, die Bevölkerung über Ideologie, Arbeitsweise und Struktur von Scientology aufzuklären.

Die Aufklärung und Information über Sekten und ähnliche Organisationen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb gibt es zu diesem Thema Informationen bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, bei der Fachstelle für Suchtprävention Berlin, aber insbesondere bei der Leitstelle für Fragen zu Sekten – Berlin bei der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Beuthstraße 6/8, 10117 Berlin, Tel. (030) 9026-5574, E-Mail: briefkasten@senbwf.berlin.de.

Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist in der Abteilung Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr, die Dienststelle Gesundheit 21, Königin-Luise-Straße 96, 14195 Berlin, Tel. (030) 90299-4703, Fax: -1220,E-Mail der Ansprechpartner für Sektenfragen.

Scheckübergabe Sparda

Bezirksstadträtin Barbara Loth froh über das Engagement der Bank

Sparda-Bank unterstützt soziale Einrichtung

Die Bewohner der Therapeutischen Wohngemeinschaft des Orientierungshauses stehen mit Freude in ihrer neuen farbenfrohen Küche und bereiten gemeinsam ein Mahl zu. Im Orientierungshaus, ein Kooperationsprojekt der beiden Träger Perspektive Zehlendorf e.V. und Reha-Steglitz gGmbH, werden Menschen mit psychischen Erkrankungen wie schweren Depressionen, Psychosen oder Persönlichkeitsstörungen betreut. Neben den Symptomen der jeweiligen Erkrankung leiden die Betroffenen auch an deren Folgen, wie beispielsweise Arbeits- und Wohnungslosigkeit, Verschuldung und soziale Isolation.

Das Betreute Wohnen unterstützt die Menschen dabei, wieder Fuß zu fassen, gerade auch im Alltagsleben.

Ein zentraler und beliebter Baustein ist dabei das gemeinsame Kochen und Essen- ein wesentliches Stück Normalität in einer oftmals „verrückten“ Lebenswelt.

Die Einrichtung, in der zur Zeit 23 Menschen betreut werden, wird gerade räumlich erweitert und umgebaut. Die Sparda-Bank hat mit ihrer großzügigen Spende von 3.500 Euro den Erwerb einer neuen dringend benötigten Küche möglich gemacht.

Die Bezirksstadträtin der Abteilung Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr, Frau Barbara Loth (SPD), hat den Spendenscheck am 19. Februar 2009 durch den Vertreter der Sparda-Bank, Herrn Völker, im Beisein der Geschäftsführer, Herrn Lange-Stede (Perspektive Zehlendorf e.V.) und Herrn Kannegießer (Reha-Steglitz gGmbH), den MitarbeiterInnen und KlientInnen der Einrichtung mit Freude entgegengenommen.

Frau Loth drückte ihre Dankbarkeit über die Unterstützung und das soziale Engagement der Sparda-Bank aus.

Frau Loth im Gespräch

Frau Loth im Gespräch

Wenn Politik ankommt

Die kleine Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen am Mexikoplatz platzte aus allen Nähten und konnte trotzdem nicht alle Besucher fassen, die gekommen waren, um sich bei der Bezirksstadträtin für Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr, Frau Barbara Loth persönlich dafür zu bedanken, dass in 2009 das Angebot wieder erhöht werden konnte. Gemeinsam hatten die Besucher/innen einen Brief verfasst, namentlich unterschrieben und dazu als kleines Geschenk ein stimmungsvolles Bild des Mexikoplatzes bei Nacht überreicht.

Sichtlich bewegt bedankte sich Frau Loth ihrerseits dafür,dass das zähe politische Ringen um eine angemessene Versorgung von den Betroffenen so unmittelbar wertgeschätzt wird und nutzte die Gelegenheit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Die Mehrzahl der Besucher hat jahrelange Krankenhausaufenthalte hinter sich und schätzt sich glücklich, dass sie mit der Hilfe dieses so genannten “Treffpunktes” dies heute kaum noch brauchen. Das Land Berlin finanziert diese Einrichtungen, sieht jedoch nur einen geringen Bedarf in “besser gestellten” Bezirken.

Tatsächlich sind seelische Erkrankungen keine Schichtfrage und die Nachfrage nach Hilfen ist in Steglitz-Zehlendorf konstant hoch. Deshalb hatte die Bezirks-verordnetenversammlung für 2009 die Landesmittel aus dem Bezirkshaushalt aufgestockt. Bezirksstadträtin Loth fordert von der Landespolitik seit Jahren eine bedarfsgerechte Ausstattung auch für Steglitz-Zehlendorf – eine schwierige Position gegenüber anderen Bezirken. Aus ihrer Kenntnis vor Ort ist sie sich jedoch sicher: “Es geht hier nicht um Luxusprobleme, sondern um eine Basisversorgung, die menschlich ist und letztlich sogar viel Geld spart, weil Krankenhausaufenthalte, Einglie-derungshilfe oder Pflege vermieden werden.”

"Alkoholprävention mal anders" - Offizielle Endausscheidung des Wettbewerbs am 13.03.2009

In Zeiten steigenden und unkontrollierten Alkoholkonsums bei Kindern und Jugendlichen startete in Steglitz-Zehlendorf das Pilotprojekt “No Sprits for Kids – Alkoholprävention mal anders”.

Initiiert vom Runden Tisch Lankwitz – Südende in Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch Zehlendorf Mitte und Hermann Henke von Gesundheit 21 des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf werden die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks über das Thema Alkoholprävention bei Kindern und Jugendlichen informiert und sensibilisiert. Das Projekt gliedert sich in mehrere Teile. Im ersten Teil gestalten Jugendliche aus Steglitz-Zehlendorf in einem Wettbewerb einen Aufkleber zum Thema “Kein Alkoholverkauf an Kinder und Jugendliche”.

Am Freitag, dem 13.03.2009, fand im Rathaus Steglitz, Schloßstraße 37, 12163 Berlin, die offizielle Endausscheidung des Wettbewerbs statt. Eingeladen waren alle, die sich über das Projekt informieren wollten oder am Wettbewerb teilnahmen. Die Projektverantwortlichen, einige Wettbewerbsteilnehmer und die unterstützenden Bezirksstadträtinnen standen für Diskussionen und Anregungen zum Thema zur Verfügung. Zur kleinen Stärkung gab es Kaffee und Kuchen.

Als Schwerpunkt des Projektes werden dann 18 speziell geschulte Mitarbeiter von Mai bis November in Steglitz-Zehlendorf unterwegs sein, um den besten Aufkleber in Geschäften und an Orten zu verteilen, in denen Alkohol verkauft wird. Geschäftsinhaber zeigen dann ganz klar nach außen, dass bei ihnen der Jugendschutz garantiert eingehalten und kein Alkohol an Kinder und Jugendliche verkauft wird. Zusätzlich informieren die Mitarbeiter über das Jugendschutzgesetz sowie den Sinn und die Dringlichkeit der Einhaltung desselben.

Unterstützt wird das Projekt von den drei Bezirksstadträtinnen aus Steglitz-Zehlendorf, Barbara Loth für die Abteilung Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr, Anke Otto für die Abteilung Jugend, Schule und Umwelt sowie Cerstin Richter-Kotowski für die Abteilung Bildung, Kultur und Bürgerdienste.

Aktion "Nüchtern betrachtet"

Aktion "Nüchtern betrachtet"

Auftakt der Kampagne "Nüchtern betrachtet - bewusst erlebt 2009" am 25.02.2009

Am Mittwoch, dem 25.02.2009, startete vor dem Brandenburger Tor die bezirksübergreifende Kampagne zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Die bereits 2006 und 2007 erfolgreich durchgeführte Aktion “Nüchtern betrachtet” wird somit auch in diesem Jahr von den fünf Berliner Bezirken Steglitz-Zehlendorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Marzahn-Hellersdorf, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg, fortgeführt.Die Kampagne wird vom 25.02.2009 bis 15.04.2009 von der Steglitz-Zehlendorfer Bezirksstadträtin für Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr, Barbara Loth, und ihren Amtskollegen aus den beteiligten Bezirken sowie von neun freien Trägern und drei Selbsthilfeverbänden durchgeführt.

Ziel der Aktion ist es, das Problembewusstsein junger Menschen durch Reflektierten und maßvollen Alkoholkonsum zu entwickeln und somit das Rauschtrinken in dieser Altersgruppe zu verringern. Auch der verantwortungsvolle Alkoholkonsum bei Erwachsenen soll gefördert werden.

Der Prozess um den Tod des Schülers Lukas, der vor zwei Jahren an den Folgen einer Alkoholvergiftung gestorben war, verdeutlicht, dass auf die gefährliche Entwicklung des Alkoholmissbrauchs unter Jugendlichen reagiert werden muss. Immer mehr von ihnen werden mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. So mussten im Jahr 2007 42 Mädchen und 42 Jungen in der Altersgruppe der 10 bis 15-Jährigen stationär behandelt werden. Das entspricht einer Zunahme von 23 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders bei den weiblichen Jugendlichen ist ein starker Anstieg zu verzeichnen. Von den 251 Patienten im Alter von 15 bis 20 Jahren waren 119 weiblich und 132 männlich. Während die Rate bei den männlichen Jugendlichen gegenüber dem Vorjahr um 2 % sank, stieg sie bei den Mädchen um 46 % an. Unter den Berliner Bezirken führen Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf dabei diese Statistik an.

Die Aktion “Nüchtern betrachtet – bewusst erlebt 2009” wird in diesem Jahr unter dem Motto der landesweiten Alkoholpräventionskampagne “Na klar” durchgeführt und soll die Bürger der Stadt über die Gefahren des verantwortungslosen Alkoholkonsums informieren und aufklären.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Herrn Henke unter der Telefonnummer (030) 90299-4703

FASD oder Alkoholvergiftung des Ungeborenen im Mutterleib

Zur Zeit hören wir fast täglich von Kindern die bereits im Alter von 12 Jahren mit einer Alkoholvergiftung in die Klinik eingeliefert werden. Und wir erfahren auch über die Medien, dass es vielerlei Bestrebungen und erfolgreiche Handlungskonzepte gibt, um Kinder und Jugendliche vor den Gefahren des Alkoholkonsums zu schützen. An erster Stelle soll hier auf das Bundes- und Europaweit anerkannte „HalT-Konzept“ von Frau Kuttler aus Lörrach hingewiesen werden. Aber es gibt auch in Berlin und in Steglitz-Zehlendorf erfolgreiche Bemühungen , wie z.B. die Kampagne „Nüchtern betrachtet“ und einen Maßnahmenkatalog im Bezirk im Rahmen des Jugendschutzkonzeptes „Jugend und Alkohol“, welches von drei Stadträtinnen im Bezirk unterstützt wird und unter der Federführung von Frau Loth, der Stadträtin für Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr, umgesetzt wird.
Im Zuge der Entwicklung einer wirkungsvollen und nachhaltig wirkenden Präventionsstrategie, stießen wir auf das Problem der Alkoholvergiftung bei ungeborenen Kindern , d.h. bei Kindern, die sich noch im Mutterleib befinden.
Dieses Problem stellt sich gerade in dem reichen Bezirk wie Steglitz – Zehlendorf um so mehr, als in einer neueren Studie des Robert-Koch Institutes bestätigt wurde, dass nicht nur allgemein die Zugehörigkeit zu einer Personengruppe mit einem höheren sozioökonomischen Status mit einem höheren Alkoholkonsum einher geht ( Bundes – Gesundheitssurvey : Alkohol, 2003). Sondern dass der Unterschied zwischen Frauen (die täglich mehr als 10 g Alkohol aufnehmen) mit geringem sozioökonomischen Status ( 9%), und den Frauen mit hohem sozioökonomischen Status (30%), eklatant ist. D.h. in der Personengruppe der Frauen mit hohem sozioökonomischen Status liegt der Anteil der Frauen, die täglich mehr als 10 g Alkohol aufhehmen, bei 30 % und damit um das 3 Fache mehr, als bei den Frauen mit geringem sozioökonomischen Status.
Zieht man weiterhin die Tatsache in Betracht, dass obiges Verhältnis auch für Frauen zutrifft, die schwanger sind, so ist hier von einer erhöhten Gefahr für die Kinder dieser Mütter auszugehen.
Aber warum stelle ich diese Tatsachen so heraus?
Nun, wenn man weiß, dass bereits eine geringe Menge Alkohol (ein Glas ist in diesem Zusammenhang schon eine größere Menge !) zu körperlichen Missbildungen und Schädigungen des zentralen Nervensystems beim ungeborenen Kind führt, dann wird die Tragweite dieser Fakten offensichtlich: die oben genannte Personengruppe der Frauen stellt in Bezug auf das Eintreten einer massiven Schädigung ihres ungeborenen Kindes durch eine Alkoholvergiftung, eine Hochrisikogruppe dar.
Das Problem des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft ist schon so alt wie die Menschheit, denn erste Hinweise dazu finden sich bereits in der Bibel: “Gewiss, du bist unfruchtbar und hast keine Kinder aber du sollst schwanger werden und einen Sohn gebären. Nimm dich jedoch in Acht und trink weder Wein noch Bier und iss nichts Unreines“ ( Buch der Richter 13,3-4)
Konkrete Anhaltspunkte in der modernen Zeit, dass Alkohol den Säugling schädigen kann, ergaben sich im Zuge der Gin-Epidemie in den Jahren 1720-1750 in England. Urkundlich erwähnt ist 1736 der Bericht eines Komitees in Middlesex, welches feststellt, dass „ Kinder schwach und kränklich geboren wurden und häufig eingefallen und alt aussahen“ (Löser, 1995,zitiert bei Becker-Klinger, Sonnenhof Spandau ) .
Wissenschaftlich begründet und bekannt gemacht haben dieses Phänomen 1973 die Wissenschaftler Jones und Smith unter dem Namen „Fetales Alkoholsyndrom“(FASD).
Die Weltweite Auftretungsrate liegt heute bei etwa 1% aller Geburten und damit stellen Fetale Alkoholspektrum-Störungen ( FASD ), zusammen mit dem Down-Syndrom, die häufigsten angeborenen Behinderungen dar .
Spätestens hier wird die Tragweite der dem Alkohol in allen Darstellungen beigemessenen Wirkung als toxisches Zellgift deutlich:
da der Alkohol direkt auf die Zellteilung Einfluß nimmt, beeinträchtigt er bereits in sehr kleinen Mengen das körperliche Wachstum, die Organbildung und ruft insbesondere im zentralen Nervensystem immense Schäden hervor, die irreparabel sind.
Wirksame Prävention kann darin bestehen, auf die verheerenden Wirkungen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft aufmerksam zu machen. Zum Beispiel durch gut sichtbare Warnhinweise auf jeder Flasche Alkohol und durch eine umfassende Aufklärung auf allen Ebenen und in allen Teilen der Bevölkerung insbesondere aber die in Bezug auf die oben genannte Personengruppe.

Frau Loth beim Spaziergang

Bewegtes Steglitz-Zehlendorf - 3000 Schritte extra

Mit uns im Südwesten gehen Sie am besten!!!

Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Bewegung und Gesundheit- Deutschland wird fit. Gehen Sie mit. Jeden Tag 3000 Schritte extra.“ hatte Frau Loth zu einem Spaziergang durch Dahlems historische Mitte am Freitag, dem 26. September 2008, um 15.00 Uhr, Treffpunkt ist bei Gesundheit 21 in der Königin-Luise-Str. 96 eingeladen.
Die Route führte an geschichtsträchtigen Orten in diesem Teil des Bezirkes vorbei zu Berlins einzigem Landgut mit U-Bahn-Anschluss, der Domäne Dahlem. Dieser Spaziergang zeigte, wie einfach es ist, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen. 3000 Schritte extra am Tag sind ein guter Anfang, eine gesündere Lebensweise zu fördern und können durchaus, wie bei diesem Spaziergang, mit interessanten Eindrücken verbunden werden. Als Abschluss gabt es auf der Domäne Dahlem in der „Kochkiste – die Erlebnisküche“ eine kleine Kostprobe gesunder Appetithäppchen für die fleißigen Mitläuferinnen und Mitläufer.

Hier finden Sie den offiziellen Flyer mit einem Grußwort und einer kleinen Wegbeschreibung.

Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination im öffentlichen Gesundheitsdienst

Postanschrift:
Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf
14160 Berlin