08/2026 – Bezirksstadträtin besucht Sommerfest zum 30. Geburtstag der Chabad-Gemeinde

30. August 2026: Bezirksstadträtin Malgorzata Sijbrandij mit Rabbiner Jehuda Teichtal beim 30. Geburtstag der Chabad-Gemeinde

30. August 2026: Bezirksstadträtin Malgorzata Sijbrandij mit Rabbiner Jehuda Teichtal beim 30. Geburtstag der Chabad-Gemeinde

August 2026

Für junge Erwachsene ist der 30. Geburtstag meistens ein einschneidendes Erlebnis, weil man sich ein Stück weit von den Jahrzehnten der Adoleszenz verabschiedet. Ein Grund zum Feiern ist dieser Jahrestag allemal. Auf 30 runde Jahre blickt auch die jüdische Chabad-Gemeinde zurück.

Ausgiebig gefeiert wurde beim Sommerfest am 30. August 2026. Zu den Geburtstagsgästen in den Wilmersdorfer Räumlichkeiten der Gemeinde zählte Malgorzata Sijbrandij, Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport. Auf Facebook bekannte sie sich in einer Nachbetrachtung zu vielen weiteren Jahren eines „starken, selbstbewussten und sichtbaren jüdischen Lebens in unserer Stadt“. Ausdrücklich dankte sie Rabbiner Jehuda Teichtal für seinen „unermüdlichen Einsatz für den interreligiösen Dialog“ und seinen Beitrag für den Aufbau der Gemeinde.

Bereits am 12. Juni 2026 traf sich Malgorzata Sijbrandij mit den Rabbinern Segal und Teichtal. Shmuel Segal steht seit 2025 einer kleinen Synagoge in Steglitz vor (wir berichteten).

30. August 2026: Ron Prosor, Botschafter des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland, beglückwünscht die Chabad-Gemeinde zum 30-jährigen Bestehen

30. August 2026: Ron Prosor, Botschafter des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland, beglückwünscht die Chabad-Gemeinde zum 30-jährigen Bestehen

Begegnungen mit dem Judentum sind unerlässlich, um der Gefahr des zunehmenden Antisemitismus und Antizionismus in Steglitz-Zehlendorf und ganz Berlin entgegenzuwirken.

Auch der aktuelle Wahlkampf für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen am 20. September 2026 in Berlin ist von Vorkommnissen geprägt, die man als antisemitisch bzw. antizionistisch motiviert einordnen kann. Laut einer Meldung der Berliner Polizei vom 1. September 2026 wurde ein in Steglitz-Zehlendorf kandidierender Politiker am 31. August bei einem Wahlkampfauftritt antisemitisch beleidigt und angefeindet. Weiter soll ein Mann versucht haben, dem 28-jährigen Politiker ins Gesicht zu schlagen. Die Behörden ermitteln wegen des Verdachts der Körperverletzung, Volksverhetzung und Beleidigung.

Dass der aktuelle Wahlkampf sehr rau geführt wird und dabei auch antisemitische bzw. antizionistische Narrative bedient werden, zeigt der Rapper-Auftritt bei einer Wahlkampfveranstaltung am Abend des 29. August in Neukölln, von dem Zeitungen berichten.

30 Jahre Chabad-Gemeinde Wilmersdorf

In ihrem Facebook-Eintrag bringt Bezirksstadträtin Sijbrandij ihre Haltung unmissverständlich zum Ausdruck: „Jüdisches Leben gehört zu Berlin. Antisemitismus – ganz gleich, aus welcher Richtung er kommt und wie er sich zu rechtfertigen versucht – hat in unserer Gesellschaft keinen Platz“.

Antisemitismusprävention

Beauftragter gegen Antisemitismus

Christian Urlaub