Frohnau

Centre Bagatelle Frohnau
Bild: Bezirksamt Reinickendorf

Frohnau liegt nicht nur hoch im Norden von Reinickendorf, sondern auch hoch im Kurs. Anfang unseres Jahrhunderts durch Guido Graf Henckel Fürst von Donnersmarck als Gartenstadt konzipiert, ist Frohnau heute exklusiver Villen- und Landhausstandort mit unmittelbarer City- und Brandenburganbindung. Schnell und bequem ist man mit der S-Bahn in der Mitte Berlins.

Frohnau bietet auch sonst alles, was ein modernes und stilvolles Leben ausmacht. Gediegene Shoppingmöglichkeiten, insbesondere am Zeltinger und Ludolfinger Platz, ein Wochenmarkt sowie Schulen und Kitas, machen diesen Ortsteil für Familien attraktiv und liebenswert. Sportarten wie Polo, Reiten, Golf und Tennis ermöglichen eine exklusive Freizeitgestaltung unmittelbar vor Ort.

Schon immer zog Frohnau Intellektuelle und Künstler an. Zum Beispiel fanden Berliner Opernstars hier ihr Domizil. Der Sänger und Liedermacher Reinhard Mey wurde hier geboren und ist Frohnau bis heute treu geblieben. Besonders stolz sind die Frohnauer auf ihr Buddhistisches Haus. Indische Tempelarchitektur und eine Pagodenlandschaft entführen den Besucher in eine faszinierende Welt.
Doch Frohnau selbst ist eine kleine faszinierende Welt. So umschließt ein immergrüner Forst den ganzen Ortsteil. Mitten im Wald gelegen, ist der Hubertussee immer einen Spaziergang wert. Hier sind Ruhe und Entspannung zu Hause. Vielleicht auch bald für Sie.
Frohnau bildet den nördlichsten Teil des Bezirkes und ragt als Sporn in das Gebiet Brandenburgs und seine angrenzenden Orte Glienicke, Bergfelde und Hohen Neuendorf (Landkreis Oberhavel) hinein. Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 war der Begriff “Entenschnabel” allen Berlinern geläufig. Bis 1989 konnte man Frohnau mit dem Auto nur von Süden her über Hermsdorf bzw. über die Rote Chaussee von Heiligensee her erreichen. Heute sind alle Wege offen. Nach Frohnau fährt man jedoch am bequemsten nach wie vor mit der S-Bahn (Linie S 1 Wannsee-Oranienburg), die am Tage im Zehn-Minuten-Takt in Richtung Berliner Zentrum und nach Oranienburg verkehrt, wo man die Übergangsmöglichkeit zu den Regional-, Interregio- und Intercityzügen in Richtung Norden hat. Die Buslinie 120 führt von der Hainbuchenstraße direkt zum Hauptbahnhof, der Bus 125 verbindet die Invalidensiedlung und den S-Bahnhof Frohnau, über Tegel, mit der U-Bahnstation Osloer Straße in Wedding.
Mit dem Auto erreicht man Frohnau über die Bundesstraße 96, die Oranienburger Chaussee, vom Zentrum kommend in Richtung Oranienburg. Nördlich der Veltheimstraße verlässt man das Berliner Stadtgebiet für einige hundert Meter, da die Straße hier durch Brandenburg entlang dem ehemaligen “Todesstreifen” der Berliner Mauer führte.

Um in das Zentrum von Frohnau zu gelangen, muss man am Edelhofdamm nach links in westlicher Richtung abbiegen. Direkt an der Ecke erinnert ein “Mauerdenkmal” an den Verlauf der Stadtgrenze, die einst die Trennung verschiedener politischer Systeme und der Menschen gewesen war. Der Edelhofdamm (ehemals Kaiserpark) als Schmuckplatz in seiner rechteckigen Form war als repräsentative Grünanlage am Ortseingang Frohnaus geplant. Ein aus Steinen gebauter und mit Ziegeln gedeckter Unterstand diente als “Vorposten”. Blumenrabatten, Kübel mit geschnittenen Eiben in gleichmäßigen Abständen, dahinter ein naturbelassenes Waldstück mit Birken und Kiefern sollten einst dem Grundstückskäufer, der über den Schmuckplatz am Ortseingang, den Edelhofdamm und den Zeltinger Platz in das Zentrum Frohnaus eintrat, den Eindruck einer “Stadt im Grünen” vermitteln. Heute ist die Grünanlage an einigen Stellen auf dem parkartigen Mittelstreifen zugewachsen und trägt nicht mehr den einstigen Charakter der Haupt-Zufahrtsstraße in die Gartenstadt.

Die Geschichte der Gründung Frohnaus beginnt im Jahre 1907, als Guido Graf Henckel Fürst von Donnersmarck von Baron Werner von Veltheim/Schönfließ 3000 Morgen Wald der Stolper Heide kaufte und den Grundbesitz der ihm unterstehenden “Berliner Terrain-Centrale GmbH” überließ, in der Absicht, eine Gartenstadt zu errichten. Nach der Ausschreibung eines Wettbewerbs zur städtebaulichen Planung im Jahre 1908 wurde die Anlage der Gartenstadt Frohnau (“Frohe Aue”) von den Gewinnern, den Charlottenburger Architekten Joseph Brix und Felix Genzmer, verwirklicht. Die Gesamtanlage umfasste etwa 284 Blöcke unterschiedlicher Größe und Form, die in 6000 Parzellen von je 1000 Quadratmetern aufgeteilt werden sollte. Man wollte eine maximale Einwohnerzahl von 30000 Menschen unterbringen. Das gesamte Grünsystem, die Gestaltung der Plätze, des Friedhofes, des Poloplatzes und die Bepflanzung der Straßen und Alleen mit 10000 Bäumen wurde von Ludwig Lesser konzipiert, der 1908 zum Gartendirektor der “Berliner Terrain-Centrale” ernannt worden war. Die Einweihung Frohnaus fand am 7. Mai 1910 statt. Zu den ersten Bewohnern der Gartenstadt Frohnau, die sich zu einer Villen- und Landhauskolonie für Bessergestellte entwickelte, zählten nach einem Ansiedler-Verzeichnis von 1912 im wesentlichen Bankiers, Fabrikbesitzer, Wissenschaftler, Kaufleute, gehobene Beamte und Handwerksmeister.

Wegen des Ersten Weltkrieges stagnierte die Besiedlung. Weite Teile Frohnaus nördlich der Schönfließer Straße und östlich des Oraniendamms im Bereich der heutigen Besiedlungsgrenze bis zum Hubertussee, der 1910 ausgehoben und als Grundwasser- und Sammelbecken geschaffen wurde, wurden nie bebaut, obwohl die Straßen mit Pflasterung, Bordsteinen und Bürgersteigen bereits gebaut worden waren und heute noch inmitten des Waldes existieren.

Das Zentrum wird bis heute durch den Ludolfinger- und den Zeltinger Platz gebildet, die durch eine Brücke, unter der die S-Bahn (S1 Potsdam-Oranienburg) entlang fährt, verbunden sind. Die von den Architekten Hart & Lesser 1910 vollendeten Bauten um den Bahnhof herum mit dem 30 Meter hohen Casinoturm, dem heutigen Wahrzeichen Frohnaus, bilden die zentralen Gebäude im Zentrum.

Der westlich der Bahnlinie vor dem zur Einweihung im Jahre 1910 errichteten Casinoturm gelegene Ludolfinger Platz bildet ein Oval mit einem Durchmesser von 105 Metern. Die einseitige Erhöhung wird durch eine Treppen- und Terrassenanlage überbrückt. Von dem in eine kleinere und eine größere Anlage unterteilten Schmuckplatz führen fünf Straßen strahlenförmig in die Siedlung. Die mittlere, der in gerader Verlängerung zur Mittelachse des Platzes liegende Sigismundkorso, ist zu einer zweibahnigen Promenade mit einem breiten Grünstreifen in der Mitte ausgebaut. Ein rundes Wasserbecken mit einer Fontäne und vier große Buchsbaumkugeln dominieren die dem Bahnhof vorgelagerte kleinere Anlage, von der man über die Straße in den architektonisch gestalteten größeren Platz gelangt.

Der halbrunde Zeltinger Platz, der einen Durchmesser von 190 Metern verzeichnet, bildet das östliche Gegenstück zum Ludolfinger Platz. Eingefasst wird er durch eine Allee von weißblühenden Roßkastanien. Den Hauptanziehungspunkt bildet die mächtige, mit Wein berankte Pergola aus Kunststein, welche die Aussichtsterrasse auf der geraden Seite des Platzes umrahmt. Die Terrassenanlage, von der beidseitig Treppenanlagen in den tiefer gelegenen gärtnerisch gestalteten Bereich führen und die sich halbkreisförmig in die Form des Platze hineinschiebt, wurde von dem Architekten Paul Poser geplant. Im inneren Halbkreis der Pergola ist auf einer Rasenfläche ein ovales Brunnenbecken plaziert, dessen Mittelsockel seit 1980 eine Kopie der Bronzefigur “Die Kugelläuferin” (Original von Otto Märker) ziert.

Wie beim Ludolfinger Platz führen fünf Straßen strahlenförmig in die Siedlung, jedoch wurde hier nicht die mittlere Achsiale, sondern die nach Norden führende Wiltinger Straße (früher Kronprinzenstraße), die zum Ludwig-Lesser-Park führt, zu einer Promenade ausgebaut. Die Randbebauung erfolgte am Zeltinger Platz später als am Ludolfinger Platz. Zu den markantesten Bauten zählt die 1933-36 erbaute evangelische Johanneskirche.

Um beide Plätze herum gruppieren sich zahlreiche Geschäfte, Supermärkte und Läden, die hauptsächlich der Versorgung der Anwohner und der Menschen aus den benachbarten Orten dienen.

In den vom Zentrum abgehenden Straßen findet man eine große Zahl stattlicher Villen und Landhäuser, wie z. B. die von dem Architekten Heinrich Straumer (1876-1937) 1911 erbaute Villa im Ludolfingerweg 54, die ein wichtiges Zeugnis bürgerlicher Architektur aus der späten wilhelminischen Zeit darstellt. Weitere von Straumer errichtete Bauten sind die vier Landhäuser An der Buche 17-21 von 1911, von denen die drei auf dem ansteigenden Terrain, der südlichen Straßenseite befindlichen Häuser über eine von Feldsteinen und Findlingen zusammengefügte Mauer erschlossen werden. Die einzelnen Häuser besitzen steile Satteldächer und spitze Giebel mit Sprossenfenstern, die in einem erdfarbenen Ton verputzt sind, ohne Schmuckelemente oder Ornamente. Ein weiteres Zeugnis Straumers ist die Villa Janson in der Zeltinger Straße 43/Zerndorfer Weg 54. Sie zeigt, von einem flachgeneigten Walmdach abgeschlossen, mit ihrer Hauptfassade zum Konzer Platz. Ursprünglich besaß dieses 1910 errichtete Haus eine Kutschdurchfahrt, die durch den von Ludwig Lesser (1869-1957), der nach 1933 wegen seiner jüdischen Vorfahren verfolgt wurde und 1939 nach Schweden emigrierte, wo er bis zu seinem Tode lebte, gestalteten Vorgarten führte und die zwei Rasenflächen, eine mit einem Wasserbecken und die andere mit einer Skulptur, voneinander trennte.

Das Andenken an Ludwig Lesser wird heute durch den Ludwig-Lesser-Park am Ende der Wiltinger Straße südlich des Poloplatzes geehrt.Südlich des Ludwig-Lesser-Parks in der Wiltinger Straße befindet sich ein Kriegerdenkmal von Paul Poser (1876-1940), das die Einwohner Frohnaus in den ersten Jahren der Weimarer Republik zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichtet haben. Paul Poser gehört neben Straumer zu den wichtigsten Architekten Frohnaus. Er schuf unter anderem 1911 das Landhaus am Poloplatz (Casino), in dem sich heute ein italienisches Restaurant befindet, und 1926/27 u.a. die Siedlung des Vaterländischen Bauvereins an der Welfenallee mit 30 Mehrfamilienhäusern, die sich trotz späteren Baudatums in die Ortstypik Frohnaus einfügen. Insgesamt wurden um die 40 Häuser nach Plänen der Architekten Straumer und Poser in Frohnau errichtet.

Eine weitere, nicht unbedeutende Villa, die von den Architekten Poser und Bamm 1925 errichtet wurde, befindet sich heute in der Zeltinger Straße 6. Sie wurde einst für den Generaldirektor der Versicherungsgesellschaft “Deutscher Herold” Herbert Worch erbaut und war während des Dritten Reiches Sitz der Ortsgruppe der NSDAP von Frohnau. 1945 wurde die Villa zunächst der Sitz des sowjetischen Ortskommandanten, dann übernahmen ab dem 9. Juli 1945 die britischen Alliierten das Gebäude. Ab dem 12. August 1945 kam das Haus in den Besitz der Franzosen, die dort ein Offizierskasino einrichteten und der Villa ihren heutigen Namen “Centre Bagatelle” gaben. Ab 1950 stand das Haus auch Deutschen offen. Hier fanden Empfänge, kulturelle Veranstaltungen oder z. B. auch französische Sprach- und Literaturkurse statt. Im Jahre 1993 wurden Grundstück und Haus dem Bezirksamt Reinickendorf wiedergegeben.

Genutzt wird die Villa für Veranstaltungen des Veriens Centre Bagatelle e.V. Reinickendorf, für kulturelle Veranstaltungen wie Film- und Vortragsabende und Lesungen.

In Frohnau gibt es mehrere Einrichtungen für Körperbehinderte und auch für geistig und mehrfachbehinderte Kinder. Eine dieser Einrichtungen ist das Evangelische Rehabilitationszentrum für Körperbehinderte der Fürst Donnersmarck-Stifung zu Berlin im Wildkanzelweg 28, 13465 Berlin. Im Vordergrund steht die Verselbständigung eines von Behinderten. Das bedeutet sowohl Rehabilitation als Eingliederung in unsere Gesellschaft als auch gezielte medizinische Therapie und sozialpädagogische Förderung.

Nördlich des Ludwig-Lesser-Parkes befindet sich der ursprünglich von Lesser als Freizeit- und Erholungspark geplante Poloplatz. Der Platz wurde von 1913 bis 1932 zum Polospielen genutzt. Während der Weimarer Republik war der Polosport eine olympische Disziplin. Nach 1933 mussten viele jüdische Mitglieder des ehemaligen Poloclubs emigrieren. Heute befinden sich mehrere Reitställe in der Nähe des Geländes, das nach dem Zweiten Weltkrieg als “Centre Hippique” von den französischen Alliierten und von 1953 bis 1958 vom Reiterverein Nord-Berlin genutzt wurde. Seit 1960 reitet hier der Frohnauer Reitclub.

Im Nordwesten Frohnaus gelangt man über den Staehleweg, der Verlängerung des Hubertusweges, zur Invalidensiedlung, die die Tradition eines 1747 gegründeten “Invalidenhauses” am Oranienburger Damm fortsetzt. Der Name des Zugangsweges zur Siedlung erinnert an den 1945 ermordeten Widerstandskämpfer Oberst W. Staehle. Die Siedlung wurde 1938 unter der Leitung des Heeresbauamtes nach Plänen der Militärbaubeamten Kallmeyer und Hagen mit 50 zweigeschossigen holländisch anmutenden Klinkerhäusern mit insgesamt 50 Wohnungen, einem Wirtschaftsgebäude, dem “Haus des Kommandanten” und zwei Toreingängen mit Schilderhäuschen errichtet. Über den Hauseingängen befinden sich Relief- und Schriftschmuckarbeiten mit Jahreszahlen oder Ortsnamen. Die steinernen Hauszeichen beziehen sich auf die Schlachten der Schlesischen Kriege von 1740/42 und 1744/45.
1953 wurde die Verwaltung der Invalidensiedlung dem Landesversorgungsamt übertragen. Die Siedlung wird von Kriegsversehrten und ihren Familien bewohnt; die Wohnungen, die dem Mietniveau von Sozialwohnungen entsprechen, sind behindertengerecht eingerichtet. Am Edelhofdamm 54, vom Zeltinger Platz in östlicher Richtung gut zu erreichen, liegt das Buddhistische Haus, eine der Hauptsehenswürdigkeiten Frohnaus und eine der wichtigsten Kultstätten des Buddhismus in Westeuropa. Das Haus wurde vom Berliner Arzt Dr. Paul Dahlke (1865 bis 1928) von 1922 bis 1924 nach Plänen des Architekten Max Meyer errichtet. Paul Dahlke war während einer Reise nach Ceylon (heute: Sri Lanka) zum Buddhismus übergetreten und ließ sich nach seiner Rückkehr dieses Haus auf einem Waldgrundstück, auf dem ursprünglich ein evangelisches Gotteshaus errichtet werden sollte, bauen. Nach seinem Tod im Jahre 1928 wurde er in einer Gruft neben dem Haus beigesetzt. Am Eingang wird seiner mit einer Gedenktafel gedacht.

Der Besucher durchschreitet heute wie damals ein der indischen Tempelarchitektur entlehntes Elefantenportal, das kunstvoll verziert ist. Auf einer Treppe von 73 Stufen mit acht Absätzen erreicht man den doppelflügeligen Hauptbau. Die Stufen symbolisieren die 73 Arten des Wissens eines Buddhas und die Treppenabsätze den “edlen achtfachen Pfad” zur Erlösung eines Buddhas. Das Hauptgebäude auf der Anhöhe weist einen mit singalesischen Stilelementen verzierten Turm auf. Hinter dem Hauptbau befindet sich der sogenannte Tempel, eine Meditationshalle mit Pagodendächern im japanischen Stil. 1967 wurde ein Erweiterungsbau im ceylonesischen Stil angefügt. Er enthält im Untergeschoss Wohnräume für Gäste, die z. B. Meditationskurse besuchen, und im oberen Stock eine Bibliothek. 1957 hat die .German “Dharmaduta Society” (Colombo) das Haus Dahlkes erworben, in dem während des Nationalsozialismus die religiöse Ausübung des Buddhismus verboten war. Nach dem Krieg drohte es zu verfallen. Seitdem leben dort ständig mehrere buddhistische Mönche, die im Sinne der Lehre Buddhas wirken. Sie sind in orangefarbene Gewänder gekleidet und halten regelmäßig Vorträge und veranstalten gemeinsame Meditationen. Die allabendlichen Meditationen und die Nutzung der Bibliothek sind auch für die Öffentlichkeit möglich.

Frohnau war und ist bis heute auch ein Wohnort für Künstler und Intellektuelle geblieben. Vor dem Zweiten Weltkrieg scherzten die Berliner mit dem Ausspruch: “Die halbe Berliner Oper wohnt in Frohnau”. In der Tat war Frohnau eine bevorzugte Wohnlage für Sänger -wie G. Ditter, E. Habich, G. Pistor und Maria Müller (verehel. Reichenauer). Zu den berühmten Persönlichkeiten Frohnaus zählten u.a. Carl Einstein (1885 bis 1940), wohnhaft Zeltinger Straße 54, der 1926 die “Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts” verfasste und als Kommunist am Spartakus-Aufstand und am Spanischen Bürgerkrieg teilnahm, oder auch die Dichter Eberhard König (ArtuswaIl14), Werner Jansen (An der Buche 4), Walter von Molo und der Schriftsteller Oskar Loerke (1884-1941 ), an dessen ehemaligem Wohnhaus in der Kreuzritterstraße 8 eine Gedenktafel zu seinen Ehren hängt. Zu den heute in Frohnau lebenden Prominenten zählen unter anderem der in Frohnau geborene Sänger und Liedermacher Reinhard Mey und der unter seinem Pseudonym -“ky” bekannte Krimiautor Horst Bosetzky.