Integrationsbeauftragter

Foto des Integrationsbeauftragten von Reinickendorf
Bild: IntMig

Seit 07. November 2012 bin ich als Integrationsbeauftragter im Bezirk Reinickendorf tätig und hierbei dem Geschäftsbereich des Stadtrates für Wirtschaft, Gesundheit, Integration und Soziales zugeordnet.

In Reinickendorf leben mehr als 50.000 Menschen mit Migrationshintergrund, viele bereits seit mehreren Generationen. Dies bedeutet, dass eine Vielzahl von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen bereits seit Jahren fest mit dem Bezirk Reinickendorf verbunden ist.

Rechtliche Grundlage für die Tätigkeit des Integrationsbeauftragten ist das Partizipations- und Integrationsgesetz des Landes Berlin (PartIntG). Meine Aufgaben ergeben sich aus § 7 PartIntG.

Gleiche Chancen für alle – das bedeutet für mich Integration. Das beinhaltet, dass jeder Mensch, egal welcher Nationalität, Geschlecht, Hautfarbe oder Religion einen gleichberechtigten Zugang zu Schule, Ausbildung, Beruf und allen sozialen Angeboten hat – ohne Ausgrenzung. Daher sehe ich mich auch als Ansprechpartner für alle Menschen im Bezirk Reinickendorf. Denn die Förderung der gleichberechtigten Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, die Beseitigung von Diskriminierung und Benachteiligung sowie die Beachtung der gesetzlichen Regelungen, der Menschenrechte und Menschenwürde stehen im Mittelpunkt meiner Tätigkeit.

Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zum Abbau von Vorurteilen und Fremdenhass ist genauso eine grundlegende Aufgabe wie dafür zu sorgen, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen friedlich und mit Respekt für den Anderen, nicht nebeneinander – sondern miteinander, leben können.

Darüber hinaus bin ich auch „Mittler“ zwischen den Anliegen der Menschen, welche mit Migrationshintergrund hier in unserem Bezirk Reinickendorf leben, den Migrantenorganisationen, Vereinen, Trägern und Einrichtungen auf der einen Seite und der Verwaltung auf der anderen.

Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung haben auch in Reinickendorf keine Chance. Die Menschen, die damit aber leider Erfahrungen machen mussten, brauchen auch im Bezirksamt einen festen Ansprechpartner.
Die Vermittlung von Hilfsangeboten bei Diskriminierung und zum Thema Rechtsextremismus ist daher meine Aufgabe. Gern stehe ich Ihnen hierbei zur Seite.

Ich sehe mich auch als Ansprechpartner für Ratsuchende, wenn es zum Beispiel um Einbürgerungsangelegenheiten, um aufenthaltsrechtliche oder sozialhilferechtliche Fragen geht oder bei Fragen und Anliegen, die Religion oder Kultur betreffen.

Angebote und Initiativen im Bezirk

Willkommen
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Geflüchtete und asylsuchende Menschen

Willkommen 2
Bild: fotolia

Wir unterstützen ehrenamtliches Engagement für geflüchtete und asylsuchende Menschen!

Unser enger Kooperationspartner in Reinickendorf ist das Netzwerk Willkommen in Reinickendorf – WIR
Sachspenden – Informationen und Kontakt HIER
Zeitspenden – Informationen und Kontakt HIER

Wenn Sie sich ehrenamtlich betätigen möchten, sind Sie über die Berliner Unfallkasse versichert

Fahrplan der Berliner Verkehrsbetriebe für Geflüchtete und Asylsuchende HIER
Mehrsprachiger Refugee Guide HIER

Informationen zum Thema Wohnraum für geflüchtete und asylsuchende Menschen

Informationen zur Anmietung einer Wohnung

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Mietobergrenzen für das Anmieten von Wohnungen

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Öffentlichkeitsarbeit

*"HEIMAT-LOS" - Menschen auf der Flucht*

Geflüchtete Menschen auf einem Boot
Bild: IntMig

Eine Wanderausstellung mit Portraits und Erzählungen von 1945 und heute an mehreren Orten in Reinickendorf.
Unterstützt wird das Projekt von Burchardt-Immobilien, Kirschendieb & Perlensucher und vielen anderen. Schirmherrin ist Schauspielerin Petra Zieser (“Linie 1”).

Alle Ausstellungsorte in Reinickendorf finden Sie hier:

Plakat der Wanderausstellung "HEIMAT-LOS"-Menschen auf der Flucht

PDF-Dokument (1.7 MB)

Flyer der Wanderausstellung "HEIMAT-LOS" - Menschen auf der Flucht

PDF-Dokument (1.8 MB)

BEGEGNUNGSFEST in REINICKENDORF - 5. JUBILÄUM

Plakat Begegnungsfest 2017
Bild: IntMig

Am 16. September 2017 heißen wir wieder die Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten oder vertrieben wurden, Nachbarinnen und Nachbarn und interessierte Gäste in der Oranienburger Straße 285, Haus 24/25, 13437 Berlin zum Begegnen willkommen! Es werden Informationsstände & Kulinarisches, diverse Spiele und einiges mehr angeboten und es erwartet Sie ein buntes Bühnenprogramm. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Begegnungsfest Flyer 2017

PDF-Dokument (2.9 MB)

Interkultureller Kalender 2017

Projekt: "Zwischen Himmel und Erde" I - Geflüchtete bauen einen Spielplatz

Zwischen Himmel und Erde - Spielplatzbau
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»Danke« sagen für die freundliche Aufnahme im Kiez – um dies zu tun, baut im Herbst 2016 ein ehrenamtliches Team von geflüchteten Männern unter professioneller Anleitung von Reinickendorfer Unternehmen für die Kinder des Märkischen Viertels einen Spielplatz. Inklusive Hochbeeten, Parkbänken, Kinderwagen- und Fahrradschuppen.

mehr Infos unter: www.zwischen-himmel-und-erde.berlin

Flyer "Zwischen Himmel & Erde" I - Geflüchtete bauen einen Spielplatz

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Projekt: "Zwischen Himmel und Erde" II - ein Projekt macht Schule

Zwischen Himmel und Erde II - ein Projekt macht Schule
Bild: IntMig

Auf den Spielplatzbau folgt im Frühjahr 2017 die Fortsetzung des Projektes: „Zwischen Himmel und Erde – ein Projekt macht Schule“. Ein Freiwilligen-Team aus 20 geflüchteten Männern sowie Eltern, örtlichen Betrieben, der Apostel-Petrus-Gemeinde, dem Diakonischen Werk Reinickendorf und dem Integrationsbeauftragten des Bezirks renoviert in gemeinschaftlicher Arbeit die Ellef-Ringnes-Grundschule. Ziel ist es, gemeinsam etwas zu schaffen und sich gegenseitig kennenzulernen. Ausgewählt wurde die Schule, weil sie bis März 2017 von einer beschlagnahmten Turnhalle betroffen war und vor allem auch auf Wunsch der geflüchteten Männer, die der Gesellschaft aktiv etwas zurückgeben wollten.

mehr Infos unter: www.zwischen-himmel-und-erde.berlin

Flyer "Himmel & Erde" II - ein Projekt macht Schule

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Projekt: "In neuer Nachbarschaft"

Seit Januar 2016 koordiniert das Bezirksamt Reinickendorf, Büro des Integrationsbeauftragten, das Projekt „In Neuer Nachbarschaft“. Zielgruppe des Projekts sind neu zugewanderte Eltern/ Erziehungsberechtigte mit kleinen Kindern bis zu 7 Jahren aus der Europäischen Union, die besonders sozial benachteiligt sind. Ziel des Projekts ist, den Zugang zu Angeboten der Tagesbetreuung und frühen Hilfen zu verbessern. Die Träger Albatros gGmbH, Aufwind e.V. und Horizonte gGmbH beraten im Projektverbund an sechs Standorten mit insgesamt 11 Mitarbeiter*innen, welche die besonders nachgefragten Sprachen abdecken. Darüber hinaus findet aufsuchende Beratungsarbeit an Orten statt, an denen ein niedrigschwelliger Zugang zur Zielgruppe gegeben ist (Grund- und Oberschulen, Wohnheimen/ Wohnhäuser, Sozialraum). Neben der Beratungsarbeit sind die Träger und die EHAP-Koordinierungsstelle im Büro des Integrationsbeauftragten in den Bereichen Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit aktiv, um das Projekt bekannter zu machen und andere Träger/ Einrichtungen/ Kooperationspartner für das Thema „Zuwanderung Südosteuropa“ zu sensibilisieren.

Das Projekt „In Neuer Nachbarschaft“ wird durch die Bundesministerien für Arbeit und Soziales (BMAS) und Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie den Europäischen Hilfsfonds (EU) für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) gefördert. Der EHAP leistet einen Beitrag zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung und erfüllt eine „Brückenfunktion“ zwischen den oben genannten Personengruppen und bestehenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten des regulären Hilfesystems.

Weitere Informationen zu den einzelnen Teilprojekten finden Sie unter:

Projekt: "StraInWo"

Projekt StraInWo TeaserFoto
Bild: bunte111_hofgestaltung2: Gewobag MB mbH / Tina Merkau

Strategien und Instrumente zur Integration von besonders benachteiligten Bevölkerungsgruppen in den Wohnungsmarkt im Zuge eines nachhaltigen Transformationsprozesses von Stadtquartieren

Geflüchtete und benachteiligte EU-Zuwanderer sind Teil des gegenwärtigen Wandels städtischer Quartiere. Besonders in Großstädten konkurrieren Geflüchtete und beispielsweise Roma auf dem Wohnungsmarkt mit anderen Menschen in prekären Wohn- und Lebensverhältnissen. Prekäre Einkommensverhältnisse, fehlende Deutschkenntnisse oder Stigmatisierungen erschweren ihren Zugang zum Wohnungsmarkt. Die gesellschaftliche Integration dieser Gruppen wird als Schlüssel für eine zukunftsfähige und krisenfeste Transformation von Quartieren angesehen, da nur so langfristig die Entstehung urbaner Armutsinseln mit Folgen für deren städtisches Umfeld zu vermeiden ist.

Einige Kommunen und Wohnungsunternehmen stellen sich dieser besonderen Herausforderung. In Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure wurden vielfältige Strategien und Instrumente zur Integration entwickelt, die im Forschungsprojekt „StraInWo“ untersucht werden sollen. Es handelt sich um ein Verbundprojekt der vier Partner:

  • Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation der FH Erfurt
  • HafenCity Universität Hamburg (Fachgebiet Stadt- und Regionalsoziologie)
  • Bezirksamt Reinickendorf von Berlin (Büro des Integrationsbeauftragten)
  • Grundstücksgesellschaft TRAVE mbH Lübeck
  • in enger Zusammenarbeit mit der Gewobag Wohnungsbau- Aktiengesellschaft Berlin, GESOBAU AG und der Hansestadt Lübeck

Das bis 2019 laufende Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Ziel ist es, bereits erprobte Strategien und Instrumente an Wohnprojekten in Berlin Reinickendorf und Lübeck auszuwerten und anschließend Konzepte zu entwickeln, welche die Anforderungen unterschiedlicher Bewohnergruppen an das gemeinsame Wohnen und Leben im Quartier berücksichtigen. Sie bilden die Grundlage für die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für Kommunen und die Wohnungswirtschaft auf lokaler, Landes- und Bundesebene.

Die Beteiligung des Bezirksamtes Reinickendorf an dem Forschungsprojekt bietet die Möglichkeit, die hier geleisteten integrativen Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit und Entwicklungspotenziale hin zu untersuchen und bei der Entwicklung neuer Konzepte an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxispartnern direkt mitzuwirken. Ziel ist es, die Integration benachteiligter Gruppen auf dem Wohnungsmarkt voranzubringen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf den Seiten der FH-Erfurt

sowie in der Forschungsdatenbank des Umwelt Bundesamts

Integrationslotsinnen und -lotsen

In Reinickendorf arbeiten an drei verschiedenen Standorten insgesamt 14 Lotsinnen und Lotsen. Sie sind seit 2013 über das Landesrahmenprogramm der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Soziales sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dabei steht das Angebot sowohl öffentlichen Einrichtungen, Schulen, Kitas und dem Jobcenter als auch Einzelpersonen kostenlos zur Verfügung. Die Lotsinnen und Lotsen haben eine unabhängige und vertrauliche Vermittlerrolle zwischen Neuzugewanderten und schon länger hier lebenden Menschen mit Migrationsgeschichte einerseits sowie Einrichtungen und Behörden im Bezirk andererseits.

Sie haben folgende Aufgabenschwerpunkte:

- Niedrigschwellige Informations- und Verweisfunktion
- Begleitungen zu Behörden bzw. Einrichtungen im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen
- Sprach- und Kulturmittlung

Auch wenn sie in ihrer alltäglichen Arbeit oft für Übersetzungstätigkeiten angefragt werden, sind die Lotsinnen und Lotsen keine ausgebildeten und vereidigten Dolmetscherinnen und Dolmetscher.

Träger des Lotsinnen- und Lotsenprogramms ist in Reinickendorf die Albatros gGmbH.

Weitere Informationen zum Landesrahmenprogramm der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Soziales finden Sie HIER.