Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming ist eine Strategie zur Förderung der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern. Geschlechtergerechtigkeit bedeutet, bei allen gesellschaftlichen und politischen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen, Interessens- und Lebenslagen von Frauen und Männern zu berücksichtigen. Gender Mainstreaming bedeutet, in alle Planungs-und Entscheidungsprozesse von vornherein Gleichstellungsaspekte zu beachten und für deren Umsetzung Verantwortung zu übernehmen.
Gender Mainstreaming hat seinen Ursprung 1985 auf der Weltfrauenkonferenz und wurde 1997 von der Europäischen Union übernommen als verbindliche Aufgabe für die EU-Mitgliedsstaaten im Amsterdamer Vertrag festgehalten.
In Folge wurden alle 28 EU-Staaten aufgefordert eine Umsetzung dieser Strategie national, so auch auf Berliner Ebene, zu verwirklichen.
Der Bezirk Reinickendorf setzt die Strategie Gender Mainstreaming/Budgeting seit 2004 aktiv um und kann auf eine erfolgreiche Arbeit bei der Implementierung und qualitativen Weiterentwicklung blicken. In 2008 verabschiedete das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Gleichstellungspolitische Ziele, die periodisch fortgeschrieben werden. Die Umsetzung findet in den Fachabteilungen in Form von analytisch qualitativen Verfahren, bis hin zur fachlichen Umsetzung und evt. Steuerung des Budgets, statt. Eine bezirkliche Steuerungsgruppe begleitet das Verfahren und steht in enger Kooperation zu der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Integration und Frauen (AIF), sowie der Senatsverwaltung Finanzen. Frau Kowas, die Gleichstellungsbeauftragte, koordiniert den Prozess als Genderbeauftragte sowohl intern, als auch gegenüber den zuständigen Senatsverwaltungen.

Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen