Was sind Bodenrichtwerte?

Grundstücksbewertung
Bild: BA Reinickendorf

Bodenrichtwerte sind durchschnittliche Lagewerte für den Boden, bezogen auf den Quadratmeter Grundstücksfläche. Sie werden für eine Mehrzahl von Grundstücken ermittelt, die in ihren tatsächlichen Eigenschaften und rechtlichen Gegebenheiten weitgehend übereinstimmen, eine im wesentlichen gleiche Struktur und Lage haben und im Zeitpunkt der Bodenrichtwertermittlung ein annähernd gleiches Preisniveau aufweisen (Bodenrichtwertzonen). Bodenrichtwerte berücksichtigen nicht die besonderen Eigenschaften einzelner Grundstücke; dies gilt insbesondere für deutlich abweichende Verkehrs- bzw. Geschäftslagen, Art und Maß der baulichen Nutzung, Grundstücksform, Größe, Bodenbeschaffenheit, Erschließung, mit dem Grundstück verbundene werterhöhende Rechte oder wertmindernde Belastungen.

Der Gutachterausschuss ermittelt Bodenrichtwerte grundsätzlich für baureifes Land. Die Bodenrichtwerte beziehen sich auf erschließungsbeitragsfreie Grundstücke. In bebauten Gebieten sind Bodenrichtwerte mit dem Wert ermittelt, der sich ergeben würde, wenn der Boden unbebaut wäre.

Für den Westteil Berlins wurden Bodenrichtwerte seit dem 31.12.1964 im zweijährigen Rhythmus ermittelt, für den Ostteil erstmals zum 31.12.1992. Aus Gründen der Aktualität werden Bodenrichtwerte seit dem 31.12.1994 jährlich herausgegeben. 1999 erfolgte die Umstellung auf den Stichtag 1. Januar eines jeden Jahres.

Seit Oktober 2013 sind die Abfragen (inkl. Druck- und Speichermöglichkeit) von Bodenrichtwerten im Online-Verfahren Dank der Open-Data-Initiative Berlins grundsätzlich kostenfrei. Dazu können Sie den Abfrageservice des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin (der Herausgeber der Bodenrichtwerte) nutzen.
Gutachterausschuss

Darüber hinaus erteilen wir Ihnen gerne kostenfrei mündliche Auskünfte.